Ich bin Timo Ameruoso, geboren am 07.08.1978. Mit acht Jahren begann ich mit dem Reiten. Als junger Nachwuchsreiter war ich im Springsport sehr erfolgreich. Kurz vor meinem Realschulabschluß erlitt ich einen schweren Verkehrsunfall. Seit diesem Unfall bin ich querschnittgelähmt und sitze im Rollstuhl.

Die Pferde gab ich dennoch nicht auf. Während meines halbjährigen Krankenaufenthalts saß ich an den Wochenenden bereits wieder auf dem Pferd und wurde geführt. So schlimm der Unfall auch war, so hat er doch sehr viel hervor gebracht. Ich komme ursprünglich aus dem Springsport und habe die gnadenlose härte in diesem Sport hautnah kennengelernt. Die Gewalt in diesem Geschäft ist enorm und ich selbst war Teil darin. Ich habe meine Pferde auch geschlagen! Mein erster Unfall hat dazu beigetragen etwas zu überwinden. Ich nenne es die „Barriere“. Durch den Unfall war es mir möglich diese „Barriere“ zu überwinden. Jetzt hatte ich plötzlich ein Gefühl für Pferde. Dennoch war es nicht das Ende. Um zur ultimativen Beziehung vorzudringen lag noch ein weiter weg vor mir. Es war noch ein weiterer, schwererer Unfall notwendig.

Vier Jahre nach dem ersten Unfall erlitt ich einen Reitunfall. Auf dem Höhepunkt meiner Kraft war ich wieder ganz unten angekommen. Nach einer Woche Koma und vier Wochen Krankenhaus kam ich zurück nach Hause und stand vor einem Trümmerhaufen. Was mir zuvor mit meinem Pferd Pascal leicht von der Hand ging (ich ritt fliegende Wechsel und begann kleine Sprünge zu springen mit ihm), war jetzt eine Katastrophe. Pascal wollte nicht mal mehr in meiner Nähe sein, geschweige denn mich reiten lassen. Zwei Nervenzusammenbrüche und ein Jahr später, nach einer Zwangspause, weil Pascal lahmte, wurde mir nach und nach einiges klarer. Da mir kein Pferdemann dieser Welt helfen konnte den Grund für Pascals und mein Problem zu finden, musste ich mich selbst auf die Suche machen.

In diesem Jahr Pause hatte ich Zeit über alles nachzudenken und zu forschen. Dann plötzlich wurde es mir klar. Wir stehen in ständiger Wechselwirkung mit unserer Umwelt, Pferde als Beutetiere ganz besonders. Das war unser Problem. Mit meinem Fohlen Paolo begann ich eine Methode zu entwickeln, die es möglich macht, auf natürlichem, vollkommen gewaltfreien Weg, den Graben zwischen Pferd und Mensch zu überwinden. Mit Paolo und den vielen Pferden, die ich trainierte lernte ich weiter sehr viel über die Pferde und das Geheimnis der ultimativen Beziehung.

Im Mai 2006 veröffentlichte ich mein erstes Buch „Zweierlei Leben“. Bei „Zweierlei Leben“ ging es mir darum auf die katastrophale Situation im Pferdesport aufmerksam zu machen. In „Zweierlei Leben“ machte ich den Menschen Mut nicht zu verzweifeln und weiter zu gehen, auch wenns schwer ist. Bevor es gut wird, muss es immer zuerst schwer werden. Nun zehn Jahre nach „Zweierlei Leben“ und 30 Jahren mit Pferden, davon 20 Jahre im Rolli habe ich meine Methode enorm weit nach vorne gebracht und ausgefeilt. Ich habe dafür zehn Jahre mit verschiedenen Pferden trainiert und ihr Verhalten erforscht. Das Ergebnis ist eine Methode, die immer, früher oder später zur ultimativen Beziehung zwischen Pferd und Mensch führt.

Das Ergebnis meiner Forschung habe ich in meinem neuen Buch „Seitenblicke“ zusammengefasst. In diesem Buch geht es um die natürlichen Verhaltensmuster von Pferden und Menschen, sowie um Psychologische Grundsätze, um die Probleme, die Pferde im Zusammenleben mit Menschen haben können, zu lösen. Mein neues Buch „Seitenblicke“ wird voraussichtlich im September 2015 mit der Unterstützung von GreatLifeBooks erscheinen. Um es den Menschen leichter zu machen wird es zum Buch begleitend einen Onlinekurs geben, in dem alle sechs Elemente meiner Methode erklärt werden. Außerdem bin ich weiterhin mit meinen Vorträgen und Kursen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs.

Nach 30 Jahren mit Pferden habe ich den Schlüssel gefunden um den sich bei der Arbeit mit Pferden alles dreht, die ultimative Beziehung.

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