Mein Name ist Chris Debski.

Seit vielen Jahren stehen Pferde im Mittelpunkt unseres Familienlebens.
Leider hat sich mit der Zeit gezeigt, dass viele der heute “üblichen” Methoden Pferde auszubilden, die Partnerschaft von Mensch und Tier oftmals vor Probleme stellt. Die Aufgabe einer guten Ausbildung sollte es sein Pferde erstrahlen zu lassen, sie durch die Arbeit “besser” werden zu lassen und den Stolz des jeweiligen Individuums Pferd, in seinem vollen Glanz nach aussen zu kehren. Relativ schnell habe ich allerdings bemerkt, dass diese Ideale der Ausbildung von Pferden in unserer heutigen Gesellschaft ihren Platz räumen mussten und die Methoden sich dem Zeitgeschehen von Stress, Schneller, Höher und Weiter, angepasst haben.

Der so magische Glanz in den Augen der stolzen Tiere weicht vielerorts einer “trüben Leere” und ich habe mich gefragt, ob es nicht Möglichkeiten gibt andere Wege zu beschreiten. Es wird immer von “klassischer Reitlehre” und “jahrhundertelanger Erfahrung” gesprochen und doch liessen mich die Ergebnisse zweifeln. Ich wurde neugierig auf die so gepriesenen “alten Meister” deren Namen leider oft nie genannt werden, ja geschweige denn jemand diese kennt oder ihre Abhandlungen gelesen hat.

Daraus entstand ein intensives Interesse daran, in die Geschichte der Reiterei einen Einblick zu bekommen. Der Besuch von Seminaren, Lehrgängen und der Austausch mit anderen Interessierten zeigte auf, dass Reiten mehr sein kann als der menschliche Drang danach sich im sportlichen Wettkampf möglichst erfolgreich zu beweisen und das zu Lasten von Pferden.

Es gibt sie wirklich die jahrhunderte alten Lehren, Methoden die es ermöglichen ein Pferd über viele Jahre hinweg gesund zu erhalten und trotzdem auf dem für das jeweilige Tier höchstem Niveau zu reiten oder zu bewegen. Allerdings lässt sich dies kaum in ein kleines Buch zusammenfassen oder in wenigen Stunden “mal ebend” weitergeben.

Reiten heisst Zeit geben, sich auf die Suche begeben und den Partner Pferd verstehen.

Am Anfang und Ende steht für mich daher als Leitmiotiv eine Aussage des grossen portugiesischen Reitmeisters Nuno Oliveira:

Reiten Sie ihr Pferd glücklich

Fehler machen gehört dabei natürlich leider auch dazu zu “lernen”. Was aber wenn diese Fehler das Pferd einschrenken – was wenn man bisher den offensichtlich falschen Weg beschritten hat? Oder wenn eine Verletzung oder Krankheit das Potential des Pferde minimiert hat?

Der intensive Umgang und die Arbeit mit diesen wunderbaren Tieren hat mich daher irgendwann zu der Entscheidung gebracht “mehr” hinter die Kulissen zu schauen und den Tieren zurückgeben zu wollen.

Meine Arbeit als Pferdephysiotherapeut

Die Pferde Physiotherapie ist für mich eine ideale Möglichkeit das Bewegungspotential eines Pferdes wiederherzustellen, zu festigen und zu verbessern. Durch die ausgiebigen Untersuchungen des Pferdes, aber auch des Equipments, der Analyse der Bewegungen, gilt es nicht nur Symptome zu erkennen, sondern vor allem die Ursachen von Problematiken aufzudecken und die richtigen Schlüsse für eine Beseitigung und zukünftiger Vermeidung zu ziehen.

Selbstverständlich ist diese Arbeit aber nicht “alleinstehend” und die Physiotherapeuten können auch nicht “heilen”. Es handelt sich immer um “unterstützende” Massnahmen. Daher steht meine Arbeit auch im Verbund mit der Arbeit anderer Kollegen, wie Tierärzten, Osteotherapeuten, Sattlern, Hufschmieden, Reitlehrern.

Aber vor allem ist die Grundlage immer eine intensive Zusammenarbeit mit dem Besitzer des Pferdes.

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