
Was sind Keywords:
Keywords sind die Begriffe, die von Usern in die Suchmaske einer Suchmaschine eingegeben werden. Es gibt sehr viele Suchmaschinen, im deutschsprachigen Raum ist jedoch Google mit einer Reichweite von 90% der quasi-Monopolist. Wenn wir von Suchmaschinenoptimierung sprechen, sprechen wir deshalb fast immer von Google-Optimierung.
Wie funktioniert Google?
Google ist eine vollautomatische Suchmaschine, die eine sogenannte Web-Crawler-Software verwendet. Diese durchsucht das Web regelmäßig nach Websites, die dem Google-Index hinzugefügt werden sollen. Die überwiegende Mehrzahl der in unseren Ergebnissen aufgeführten Websites wird nicht manuell zur Aufnahme eingereicht, sondern automatisch erkannt und hinzugefügt, wenn Google das Web crawlt. Täglich werden Milliarden Seiten von Google gecrawlt.
Die gefundenen Seitenadressen, auch Seiten-URLs genannt, werden dann in einer Liste gespeichert. Google ruft in der Folge die beim Crawlen gefundenen Seiten auf und versucht, herauszufinden, worum es auf jeder Seite geht.
Dazu werden die Inhalte, Bilder und Videodateien auf der Seite analysiert. Diese Informationen werden im Google-Index gespeichert, das ist einer riesigen Datenbank, die aus unzähligen Computern besteht. (Quelle)
Wenn ein Nutzer eine Google Suche durchführt, versucht Google, die Ergebnisse mit der höchsten Qualität zu ermitteln. Was dabei als „beste“ Ergebnisse angesehen wird, hängt von vielen Faktoren ab, etwa vom Standort des Nutzers, von der Sprache, vom verwendeten Gerät (Computer oder Smartphone) und von früheren Suchanfragen.
Logisch: Weil ein Nutzer in Paris, der nach „Fahrradreparatur“ sucht, will andere Antworten als ein Nutzer in Hongkong. Google akzeptiert keine Zahlungen, um eine Website höher einzureihen. Du kannst keine hohen Rankings kaufen, aber du kannst Werbeplätze kaufen, um in den Suchergebnissen angezeigt zu werden (Google Ads).
Das Ranking erfolgt mithilfe von Algorithmen. Dieser versucht die Relevanz einer Suchanfrage mit Hilfe von Hunderten von Faktoren zu bestimmen und Google arbeitet ständig an der Verbesserung des Algorithmus.
Black Hat SEO
Der Algorithmus ist im Moment noch alles andere als perfekt und kann von Suchmaschinenoptimierern manipuliert werden, sodass Webseiten die für einen Suchbegriff weniger relevant sind, nach oben gepusht werden. In der SEO-Fachsprache nennen wir das Black Hat SEO.
White Hat SEO
Das ist jedoch keine nachhaltige Strategie, weil Google - wie schon gesagt- den Algorithmus ständig verbessert und versucht, Lücken zu schließen. Wenn es also dein Ziel ist mit deiner langfristig Erfolg zu haben, ist es besser die Dinge auf deiner Webseite anzubieten, die für Google wichtig sind:
Benutzerfreundlichkeit
Relevanz
Erstelle Content, der für bestimmte Suchanfragen relevant ist, achte darauf, dass sich deine Seite schnell laden lässt und für Mobilgeräte optimiert ist (mobile first). Im Gegensatz zum Black-Hat-SEO wird diese Vorgehensweise White-Hat-SEO genannt.
Welche Arten von Keywords gibt es?
Nicht alle Keywords sind gleich. Wir unterscheiden zwischen
Informativem
Transaktionalen & Kommerziellen
Navigationalen
Nachrichten
Lokalen
Keywords
Informative Keywords
User will Informationen, aber eigentlich keine Werbung. Beispielsweise “Vorteile einer Daunendecke. Hier will User will keinen Onlineshop, der seine eigenen Produkte lobt, sondern neutrale Informationen über die Vorteile.
Transaktionale & Kommerzielle
Daunendecke kaufen
Bitcoin kaufen
Daunendecke Onlineshop
etc.
Diese Keywords haben in der Regel das geringste Suchvolumen, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die User eine kommerzielle Handlung durchzuführen. Deshalb werden zu diesen Suchanfragen oft Google Ads geschalten.
Navigational Keywords:
Bei diesen Suchanfragen will der User zu einer bestimmte URL navigieren.
Beispielsweise:
Udemy SEO Kurs Keywordrecherche
Amazon Daunendecke
Diese Suchanfragen können auch kommerziell sein, es macht jedoch meist keinen Sinn für sie zu optimieren, weil die User eine bestimmte Seite erreichen wollen.
Nachrichten Keywords
Neue Coronafälle heute
USA Wahlkampf
etc.
Beziehen sich auf Dinge, die aktuell in den Medien sind. Wer es schafft für News-Keywords zu ranken, kann innerhalb kurzer Zeit viele Besucher anlocken. Dabei muss man jedoch beachten, dass die Keywords schnell veraltern. Wer nicht immer die neusten Nachrichten anbietet, wird hier von Google sofort links liegen gelassen. Für die meisten Unternehmen macht es daher keinen Sinn, sich auf dieses Segment zu konzentrieren.
Lokale Keywords
Zahnarzt München,
Italienisches Restaurant
Coworkingspace in der Nähe
Diese Suchbegriffe beziehen sich auf Dienstleistungen und Unternehmen in der Nähe des Users. Der User wird nicht in eine andere Stadt fliegen, um zum Zahnarzt oder Friseur zu gehen (wobei das vorkommen soll). Daher bezieht Google bei diesen Suchen den Standort mit ein. Daher ist es theoretisch gar nicht nötig den Zusatz “Ort” in der Suche einzubeziehen, weil Google meistens schon weiß, wo sich der User befindet. Für Unternehmen ist es hier wichtig, Google klar anzuzeigen, wo sich der Standort befindet, denn nur so kann es den relevanten Usern angezeigt werden.
Auf welche Keywords solltest du dich konzentrieren?
Das hängt davon ab, aus welcher Branche du kommst:
Onlineshop
Nachrichtenportal
Lokale Dienstleistung
Fast immer zahlt sich der Fokus auf informative Keywords aus.
Warum?
Wir stehen hier am Beginn der Customer-Journey. Du kannst den User hier abholen und bis zur Transaktion begleiten (auch wenn dieser Vorgang manchmal mehrere Monate dauert). Außerdem ist es hier möglich das eigene Branding zu stärken, was spätestens bei der Kaufphase des Users eine große Rolle spielen wird.
Wenn du bloß auf Transaktions-Keywords optimierst, benötigst du hingegen schon von Anfang an eine starke Brand, um die User abzuholen. Sonst klicken sie auf die Brands, denen sie schon vertrauen. So zieht zum Beispiel Amazon in den Suchergebnissen unverhältnismäßig viele User ab, weil User diesem Onlineshop deutlich mehr vertrauen als anderen.
Wie werden die Suchergebnisse von Google angezeigt?
Traditionell werden auf Seite 1 der Suchergebnisse, die für den Suchbegriff am besten passendsten 10 Seiten angezeigt. In den letzten Jahren hat sich die Ansicht der Suchergebnisse jedoch stark verändert.
Die folgenden Elemente können in den SUchergebnissen angezeigt werden:
Werbeanzeigen
Lokale Suchresultate (Google Map)
Organischen Suchresultate (Die Liste der relevantesten Webseiten)
Knowledge Graph:
Knowledge Panel
FAQ
Karussell (Wird gezeigt, wenn es mehrere passende Antworten gibt: Famous People, Beste Bücher usw)
Antwort-Box (Kann auch interaktiv sein, wie Bitcoin Preis)
Die Suchergebnisse werden immer vielfältiger und interaktiver. Es wird deshalb immer wichtiger, nicht nur in den organischen Suchanzeigen vertreten zu sein. Ein Nachteil des Knowledge Graphs ist leider, dass Google dafür sorgt, dass die User nicht mehr auf eine Webseite klicken müssen, um eine bestimmte Information zu bekommen. Gerade bei informativen Suchbegriffen wird es daher schwieriger ein starkes Branding aufzubauen. Trotzdem sind sie aufgrund ihres hohen Suchvolumens immer noch sehr wichtig!
Suchergebnisse anschauen
Schaue dir immer die Suchergebnisse zu Suchbegriffen an, für die du ranken willst. Nur so kannst du den richtigen Content entwickeln. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass du an der Suchintention vorbei schreibst. Du solltest nicht 12 Monate versuchen, für ein Keyword zu ranken, welches es nicht bringt. Konzentriere dich besser auf diejenigen Keywords, wo du wirklich eine realistische Chance hast.
Spielen Google Ads eine Rolle bei der Keywordoptimierung?
Viele Leute glauben, dass sie Ihre Rankings verbessern können, indem sie einfach Google Ads schalten, leider ist Suchmaschinenoptimierung nicht so einfach.
Die Rankings lassen sich durch Geld (Bestechung) nicht beeinflussen, aber man kann natürlich dafür sorgen, dass deine Webseite auf den als Werbung markierten Werbeplätzen aufscheint.
Das Geschäftsmodell von Google besteht darin, mit Werbeplätzen Geld zu verdienen. Das funktioniert jedoch nur so lange, wie User auch die Suchmaschine verwenden. Wenn Google nur noch Anzeigen zeigen würde, würden viele User zu anderen Suchmaschinen wechseln. Die Werbeanzeigen würden weniger User erreichen und Google würde Geld verlieren. Für Google ist es daher sehr wichtig, dass die User in den Suchergebnissen diejenigen Ergebnisse vorfinden, die für sie relevant sind.
Google Ads bringen dich sofort auf Position 1 der Suchergebnisse, sofern dein Budget groß genug ist. Das wird von vielen Agenturen auch so beworben (wir bringen Sie noch heute auf Platz 1). In Wahrheit ist es mit Hilfe von Ads ein Kinderspiel als Webseite ganz vorne aufzuscheinen, die Kunst besteht darin, für die richtigen Keywords und zu einem vernünftigen Preis nach vorne zu kommen. Auch bei Google Ads gilt, dass du mehr Sichtweite bekommst, wenn du relevante Anzeigen schaltest.
Google arbeitet seit Jahren daran, dass Werbung immer weniger als Werbung erkennbar ist. So hob sich die Google Werbung früher noch farblich von den Suchergebnissen ab. Inzwischen schauen die Werbeanzeigen genau so aus wie die Organischen Ergebnisse, nur mit dem kleinen Unterschied, dass am Anfang das Wort “Anzeige steht”.
Google Ads sind ein tolles Werkzeug, um schnell Besucher auf die Webseite zu bekommen. Idealerweise verwendest du sie in Kombination mit SEO.
Indirekt kann es daher passieren, dass deine organischen Rankings steigen, wenn du Google Ads schaltest. Indem du dank der Ads mehr Kunden und Besucher bekommst, stärkst du deine Brand. Durch eine starke Brand kommt es vermehrt zu Brand-Searches.
Wenn zum Beispiel der Name einer Person öfters mit dem Zusatz “Augenarzt Wien” gesucht wird, versteht Google bald, dass diese Person ein Augenarzt in Wien ist. Und da der Name oft gesucht wird, scheint seine Brand stark zu sein. Logischerweise wird Google daher seine Webseite in den Suchergebnissen nach vorne bringen.
Ein weiterer Vorteil von Ads ist, dass du sofort siehst, welche Suchbegriffe konvertieren. Welche Suchbegriffe also dafür sorgen, dass User eine bestimmte Handlung ausführen: Ihre E-Mail Adresse eintragen, eine Umfrage ausfüllen, ein Kontaktformular absenden, einen Kauf tätigen usw.
Nutze Google Ads deswegen, um deine Keywords zu testen. Anhand der Conversion Rate kannst du außerdem ermitteln, wie viel dir ein bestimmtes Keyword wert ist und wieviel Aufwand du in die Optimierung deiner Webseite für bestimmte Suchbegriffe stecken willst.
Wie funktioniert die Keywordrecherche?
Wie findest du nun die richtigen Suchbegriffe für deine Webseite?
Zuerst müssen wir uns klarmachen, was für Eigenschaften Keywords haben können. je nach branche sind andere Eigenschaften mehr oder weniger relevant:
Suchvolumen
Klickpotenzial
Klickpreis
Keyword Difficulty
Suchvolumen : Wenn wir sagen, dass ein Keyword ein Suchvolumen von 1000 hat, meinen wir damit, dass danach im Monat 1000 x gesucht wird. Es ist fast immer sinnvoll, nach Keywords mit einem hohen Suchvolumen zu suchen. Achte jedoch darauf, dass das Klickpotenzial hoch ist.
Klick-Potenzial: Wie wahrscheinlich ist es, dass Personen auf deine Webseite klicken, wenn du auf Position 1 rankst. Im Durchschnitt klicken 32% der User auf die erste organische Webseite in den Suchergebnissen, aber je nachdem, welche Elemente von Google in den SERPs angezeigt werden, ändert sich diese Klickrate.
Wenn viele Anzeigen geschalten wird, ziehen diese selbstverständlich viele Klicks ab.
Wenn Google die Antwort auf eine Suchanfrage mit Hilfe des Knowledge Graphs beantwortet, werden viele User nicht mehr auf eine Webseite weiterklicken.
Tools wie Ahref ermöglichen es dir zu sehen, wie viele Personen auf die Webseiten in den Suchergebnissen klicken. Machen das nur wenige, ist das Klick-Potenzial niedrig und dann macht es oft keinen Sinn, für dieses Keyword zu optimieren, selbst wenn es über ein hohes Suchvolumen verfügt.
Klickpreis: Der Klickpreis ist für kommerzielle aber auch für lokale Keywords wichtig. Wenn der Klickpreis hoch ist, schalten viele Unternehmen Werbung für diese Suchanfrage. Das bedeutet, dass die Suchanfrage kommerziell interessant ist. Die Werbeanzeigen ziehen zwar Klicks von den organischen Ergebnissen ab, da jedoch Geld im Markt ist, kann es trotzdem sehr sinnvoll sein, für Keywords mit einem hohen Klickpreis zu optimieren.
Keyword Difficulty: Diese Kennzahl unterscheidet sich, je nachdem welches Tool du verwendest. Ich arbeite fast immer mit Ahref und dieses Tool ermittelt die KD schlicht und einfach durch die Stärke des Backlinkprofils der Webseiten in den Top 10 der Suchergebnissen. Eine hohe KD bedeutet, dass viele Webseiten mit einem starken Backlinkprofil für dieses Keyword ranken.
Auswahl der Keywords
Die Auswahl der richtigen Keywords ist einer der wichtigsten Faktoren in der Suchmaschinenoptimierung. Du musst wissen, nach was die User suchen, die du mit deiner Webseite erreichen willst und du musst Google dabei unterstützen, zu erkennen, dass deine Webseite relevant für die jeweiligen Suchbegriffe ist.
Außerdem sind einige Suchbegriffe heiß umkämpft. Sprich: Viele Webseiten bieten optimierte Seiten für diese Keywords an. Für eine neue oder unbekannte Webseite wird es in diesen Fällen sehr schwierig ein gutes Ranking einzufahren. Ein großer Teil der Keywordrecherche besteht deshalb darin, Keywords zu suchen, die noch wenig umkämpft sind, aber trotzdem für deine Zielgruppe relevant sind.
Idealerweise findest du also Keywords mit einem hohen Suchvolumen, einem hohen Klickpotenzial und einer geringen KD. In der Realität musst du jedoch fast immer Kompromisse machen. Oft ist es besser eher auf Keywords mit einer niedrigen KD zu fokussieren, auch wenn diese ein geringeres Suchvolumen haben. Das hohe Suchvolumen ist für dich vollkommen irrelevant, sofern du es nicht schaffst, auf Seite 1 zu kommen.
Laut einer Studie klicken weniger als 1% der User auf die zweite Seite. Nicht umsonst lautet ein alter SEO Witz: “Wo ist der beste Platz, eine Leiche zu verstecken? Auf Seite 2 von Google. “
Keywordrecherche
Wir wissen nun, was für Keywordarten es gibt und welche Kriterien bei der Auswahl eines Keywords eine Rolle spielen. Wir haben jedoch noch nicht die Frage beantwortet, wie du überhaupt die passenden Keywords finden kannst.
Was suchen deine User?
Versuche dich am Anfang in deine User hinzuzusetzen. Was benötigen sie? Wie formulieren sie Dinge? Wie würdest du nach deinem Produkt oder deiner Dienstleistung suchen?
Versuche dir eine Liste mit mehreren potenziellen Suchanfragen zurechtzulegen. Das sind jedoch noch nicht die Begriffe für die du optimieren wirst.
Tools gibt es wie Sand am Meer, ich persönliche arbeite gerne mit Ahref. Semrush ist jedoch ebenfalls eine starke Alternative und wenn du ein kostenloses Tool suchst, kannst du Ubersuggest verwenden. Dieses Tool setzt auf ein Freemium-Modell. Pro Tag stehen dir 3 kostenlose Suchen zu, für mehr Daten musst du jedoch ebenfalls zahlen.
Am Ende des Tages sind all diese Tools sehr ähnlich. Ahref verwendet für die Ermittlung des Suchvolumens und der anderen Kennzahlen die Daten von Google und verbessert sie noch mit eigenen Analysen. Dadurch kann das Suchvolume relativ akurat abgebildet werden.
Keywords selektieren
Durch die zwei genannten Methoden wirst du in kurzer Zeit dutzende, wenn nicht sogar hunderte Suchbegriffe gefunden haben. Nicht für alle lohnt es sich zu optimieren. Du musst selektieren und die für deine Webseite besten Keywords finden.
Frage dich daher:
Welche sind relevant für deine Produkte, Leistungen etc?
Welche Keywords führen zu Conversions?
Für welche wird Geld gezahlt?
Und am wichtigsten:
Für welche Suchbegriffe kannst du realistischerweise ranken?
Es lohnt sich immer die KD im Blick zu haben. Für Keywords mit einer KD von bis zu 30 kannst du relativ leicht optimieren, danach wird es schwieriger und über 45 benötigst du schon eine sehr starke Webseite.
Wann ist deine Webseite stark? Wenn Google sie als Autorität wahrnimmt, das korreliert mit einem starken Backlinkprofil (wobei Backlinks nicht der einzige Grund für Authorität sind). mehr dazu in meinem Kurs zum Thema “Backlinks aufbauen”.
Wie die Keyword richtig gruppieren
Ein einzelner Beitrag kann für mehrere (manchmal sogar tausende) Keywords ranken. Jedes Keyword sollte aber nur für einen Beitrag optimiert werden.
Du solltest also nicht zwei Beiträge zum Thema Yoga Übungen machen. Das würde Google bloß verwirren und die Suchmaschine wüsste nicht, welchen Beitrag es eigentlich ranken sollte.
Ein einzelner Beitrag kann jedoch mehrere Keywords abdecken. Der Beitrag über Yoga-Übungen kann beispielsweise auch Suchbegriffe wie:
Yoga-Übungen für Anfänger
Yoga-Übungen für Schwangere
Yoga-Übungen zum Abnehmen
beinhalten.
Cornerstone Inhalte
Das sind Suchbegriffe zu Themen, die sich nicht ständig ändern. In der Regel sollte der Content hier einen umfangreichen ersten EInblick zu einem Themenblock geben. Er kann auch als Intro für weitere Beiträge dienen, die das Thema - oder gewisse Sub-Themen - tiefer betrachten.
Idealerweise baust du deinen Content in einer Silo-Form auf. Ähnliche Beiträge werden in einem Silo gruppiert und durch interne verlinkungen miteinander verbunden. Es gibt einen Cornerstone-Inhalt und mehrere Sub-Beiträge. Alle Beiträge des Silos sollen auf den Cornerstone-Beitrag verlinken und - dort wo es sinnvoll ist - untereinander verlinkt sein.
Beispiele für einen Silo:
Cornerstone: Yoga Übungen
Spezifische Beiträge: Herabschauender Hund
Relevante Seiten sollten eng miteinander verlinkt sein, so dass es für die Leser leicht ist, von einem Thema zum logischen nächsten Themenpunkt weiter zu wechseln. Je besser die Silo-Struktur, desto besser wird die Relevanz weitergegeben. Die Silostruktur ergibt Sinn, eben weil sie logisch ist. Tipp: Während der Keywordrecherche eine Mind Map zum jeweiligen Thema erstellen, die Struktur kann oft schon als Contentsilo verwendet werden
Ab wann ein eigenen Beitrag für ein Keyword schreiben?
Für welche Keywords benötigst du einen eigene Artikel, für welche reichen Unterüberschriften?
Oft ergibt sich die richtige Struktur intuitiv. Falls du dir unsicher bist, schau dir die Top 3 der Suchergebnisse für das spezifische Keyword an. Ranken Beiträge, die das Keyword im Titel haben, oder sind es vielmehr Beiträge, die das Keyword in einer Unterüberschrift gesteckt haben?
Wenn das Keyword im Titel von zumindest einer der Top-3-Webseiten steht, ist es besser einen eigenen Beitrag zu schreiben.
Suchintention
Wenn ein User einen Suchbegriff eintippt, will er ein bestimmtes Ziel erreichen. Die Suchintention ist kein Rankingfaktor, sondern eine Ranking-Voraussetzung. Google wird dir keine informative Seite zeigen, wenn du nur einen Kauf abschließen willst. genauso werden sie dir keinen Shop zeigen, wenn du dich informieren willst.
Google weiß meistens, welche Inhalte für das jeweilige Keyword ranken sollten und wenn du in den Suchergebnissen nicht reinpasst, kommst du dort nicht rein.
Bedenke deswegen immer, wie du die Suchintention befriedigen kannst. Achte auch auf Nutzer Signale. Wenn sie nur kurz auf der Seite bleiben und deine Bounce-Rate hoch ist, wird die Suchintention von dir vermutlich nicht getroffen.
Doch wie kannst du die Nutzer-Signale ohne Rankings und ohne Traffic testen? Schalte dazu einfach Google-Ads. So siehst du, wie User auf deine Seite reagieren, und ob sie oft genug konvertieren. Durch diesen test kannst du außerdem sofort feststellen, wie viel das Keyword für dich eigentlich wert ist.
Sind lange Texte besser?
Es gibt eine positive Korrelation zwischen langen Texten und hohen Rankings. Ein Vorteil ist, dass lange Texte ein Thema in allen Facetten abdecken können. Dass die Suchintention von den Usern befriedigt wird, wird so wahrscheinlicher. Lange Texte müssen jedoch übersichtlich gestaltet werden: Idealerweise können User mit Hilfe von Sprungmarken leicht zu den gewünschten Inhalten navigieren. Auch sollte das durchscrollen der Beiträge einfach sein: Große Unterüberschriften, kurze Absätze und eine verständliche Sprache sind hier der Standard.
Ich höre öfters, dass Beiträge eine bestimmte Mindestlänge erreichen müssen, um zu ranken. Hier darf man aber nicht Korrelation mit Kausalität verwechseln.
Längere Texte ranken nur deshalb besser, weil sie den Lesern in vielen Fällen ein besseres Nutzererlebnis bieten. Ist der Text unverständlich geschrieben, voller Rechtschreibfehler oder mit Füllwörtern aufgeblasen, damit eine bestimmte Wortanzahl erreicht wird, ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Text gut ranken wird.
Im Vordergrund sollte immer die Suchintention stehen. Du musst dafür sorgen, dass diese erfüllt wird. Bei der Länge empfehle ich darauf zu achten, wie lange deine Mitbewerber schreiben. Versuche aber vor allem deinen Content noch besser aufzubereiten und thematisch noch mehr in die Tiefe zu gehen. Auch Polarisation ist nicht schlecht, wenn es darum geht, positive Signale an die User zu senden.
Im Jahr 2015 besuchte ich Bogota. Mir gefiel diese Stadt in Kolumbien überhaupt nicht, weshalb ich einen etwas negativen Artikel dazu auf einem Reiseblog schrieb. Dieser Rant ist ein wahrer Evergreen-Content. Inzwischen sind schon einige Jahre vergangen, aber noch immer kommentieren regelmäßige erboste Leser und Bogota-Fans diesen Artikel. Die Kommentare senden offenbar so gute Nutzer-Signale an Google, dass der Artikel noch immer eine Top-Position in den Suchergebnissen aufweist und ein Ende ist nicht abzusehen.
Du siehst: Dein Content gewinnt, wenn er deine Leser dazu verleitet eine Handlung auszuführen. Google schaut vor allem darauf, wie User auf die Ergebnisse reagieren und wie sie interagieren. Je nach Ergebnis, wird der Content neu gereiht.
Der schlechteste Content ist derjenige, der Leser dazu verleitet auf die Zurück-Taste im Browser zu drücken und nach wenigen Minuten schon wieder vergessen ist. Leider sind die meisten SEO-Artikel genau in dieser Kategorie. Das liegt wohl auch daran, dass diese meistens von bezahlten Textern geschrieben werden, die keine Leidenschaft und vor allem keine persönliche Meinung zum jeweiligen Thema aufbringen. Um wirklich guten SEO-Content zu schreiben, kannst du gerne meinen Bestseller-Kurs “SEO Texte schreiben” kaufen.
Long Tail Keywords
Sollst du dich bei der Keywordrecherche auf die sogenannten LTK konzentrieren? Bevor wir das beantworten, definieren wir zuerst, was LTK überhaupt sind.
Long Tail bedeutet nicht bloß, dass ein Suchbegriff aus vielen Wörtern besteht, sondern einfach nur, dass es eine sehr spezifische Suche ist, die meistens auch ein geringeres Suchvolumen hat.
Die Stärke dieser Keywords liegt in ihrer Masse. Mehr als die Hälfte des Traffics kommt von Long Tail Keywords und mehr als 90% aller Suchphrasen sind in Wirklichkeit LTK.
Es ist relativ leicht für Long Tail Keywords zu ranken, wodurch du dein schnell viele gute Rankings erreichen kannst.
Hier muss aber aufgepasst werden: Wenn die LTK nur Varianten eines Head-Keywords mit hohem Volumen ist, können diese LTK für die Beiträge ranken, die auch für das Head-Keyword ranken. Hier musst du die Suchergebnisse ansehen.
Nehmen wir wieder unseren Suchbegriff “Yoga Übungen”. Eine Variante wäre “Yoga Übungen für die Schwangerschaft”. Eigentlich müsste der Top Artikel des Keywords “Yoga Übungen” auch gute Chancen haben für die LTK-Variante zu ranken. Das tut er nicht, zumindest Stand Februar 2021.
Für Yoga Übungen rankt ein Artikel von Focus.de auf Platz 1. Dieser erwähnt das LTK “...in der Schwangerschaft” nicht, weshalb er hierfür auch nicht rankt. Der Artikel ist vielmehr für die varianten “für zuhause” und “für Anfänger” optimiert. Für beide LTK ist er ganz vorne in den SERPs zu finden.
Für neue Seiten am besten sind LTK ohne übergeordneten Themen. Das wäre bei Yoga beispielsweise die Variante “yoga auf dem stuhl”.
Analysiere außerdem die Serps. Oft scheint das Suchvolumen für ein Keyword niedrig zu sein, da es aber viele Varianten gibt, für die du auch ranken kannst, haben diese Suchbegriffe womöglich sogar ein sehr hohes Volumen. Wähle daher Themen mit vielen Long Tail Keywords, weil du hier für ein viel höheres Gesamtsuchvolumen ranken kannst.
Wenn du Ahref verwendest schau dir dazu am besten die Webseiten an, die für ein LTK auf Platz 1 ranken. Und betrachte nun den Gesamt Traffic der Seite: In vielen Fällen ist dieser höher als das Volumen des Keywords. Das liegt daran, dass es fast immer mehrere Varianten eines LTK gibt und du natürlich für alle diese Varianten ranken wirst, auch wenn du nur für eine einzige optimierst.
Wdf*IDF
WDF*IDF ist ein in der Suchmaschinenoptimierung oft verwendetes Tool zur Berechnung der Relevanz von eigenem Content im Verhältnis zu Inhalten anderer Webseiten und Blogs. WDF steht für „Within Document Frequency“ und bemisst die Häufigkeit aller Worte, die in einem Text vorkommen und kategorisiert diese nach Gewichtung.
Damit ist die Relevanz für den Inhalt gemeint. IDF bedeutet „Inverse Document Frequency“. Mit diesem Wert wird die Gewichtung eines Wortes im Dokument für die Suchmaschinenindexierung bezeichnet.
Dazu wird der Term ins Verhältnis zu einem Gesamtkorpus gesetzt. Das bedeutet: Mit der Formel WDF*IDF bzw. einer WDF*IDF-Analyse lässt sich bestimmen, in welchem Verhältnis bestimmte Wörter innerhalb eines Textdokuments, Dokumentenkorpus oder einer Website im Verhältnis zu allen potenziell möglichen Dokumenten gewichtet werden.
Diese Formel berücksichtigt demnach die Termfrequenz und kann für die OnPage Optimierung genutzt werden, um die Relevanz einer Website für Suchmaschinen zu erhöhen, ohne dass dabei die Keyword Density allein eine Rolle spielt.
Da die Suchmaschine immer mehr versucht, den semantischen Zusammenhang der Begriffe zu deuten, kann es von Vorteil sein, den Content einer Webseite auch semantisch zu optimieren. Dies wird als Latent Semantic Optimization bezeichnet.
Wie wichtig ist es also ähnliche Wörter zu finden und in den Text einzubauen? Nach meinen Erfahrungen hat das durchaus eine Wirkung, aber weniger aus technischer Sicht, sondern einfach weil die Nutzerfreundlichkeit der Texte verbessert wird und die Texte besser auf Themen eingehen, die sich User zu einem bestimmten Suchbegriff erwarten.
Diese Optimierung ist aber kein Allheilmittel sondern einfach nur ein kleines Hilfsmittel, um den Text noch Userfreundlicher zu machen. Userfreundlichkeit ist am Ende des Tages der springende Punkt. Tu alles, um die Suchintention deiner User zufriedenzustellen und sie dazu zu verleiten eine Handlung durchzuführen. Dann wird das auch mit den Rankings klappen.
Lerne was Keywords sind und wie du die richtigen Keywords für deine Webseite mit kostenlosen und kostenpflichtigen Tools recherchieren kannst
Hinweis: Komplett neue Videos und neue Inhalte!
Keywords sind die Begriffe, die von Usern in die Suchmaske einer Suchmaschine eingegeben werden. Es gibt sehr viele Suchmaschinen, im deutschsprachigen Raum ist jedoch Google mit einer Reichweite von 90% der quasi-Monopolist. Wenn wir von Suchmaschinenoptimierung sprechen, sprechen wir deshalb fast immer von Google-Optimierung.
Das Google-Ranking erfolgt mithilfe von Algorithmen. Dieser versucht die Relevanz einer Suchanfrage mit Hilfe von Hunderten von Faktoren zu bestimmen und Google arbeitet ständig an der Verbesserung des Algorithmus.
In diesem Crash-Kurs lernst du die Grundlagen der SEO-Keyword-Recherche kennen. Ich zeige dir in den folgenden Einheiten alles was du wissen musst, um die richtigen Themen für deine Webseite oder deinen Blog zu finden.
Du lernst:
Was Keywords sind
Warum Suchmaschinenoptimierung fast immer Google-Optimierung ist
Welche Arten von Keywords es gibt
Für welche Keywords du optimieren solltest
Wie du bei der Keywordrecherche vorgehen solltest
Welche Tools du bei der Keywordrecherche verwenden kannst (Kostenpflichtig und kostenlos)
Wie du die Keywords auf deiner Webseite am besten einbaust
Welche Rolle die Suchintention spielt
Was Long-Tail-Keywords sind und wie du sie verwendest
Wofür Wdf*IDF wichtig ist
Mit Hilfe dieses Kurs, wirst du sofort bessere Themen für deine Webseite finden und deine Sichtbarkeit steigern können.
Ich freue mich darauf, dich im Kurs zu sehen!
Philipp!