Mehr Erfolg im BGM 1: Alle Zielgruppen erreichen

Lernen Sie, alle Gruppen im Betrieb für das Gesundheitsmanagement ins Boot zu holen (und darin zu halten!)
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  • Lectures 36
  • Contents Video: 2.5 hours
    Other: 42 mins
  • Skill Level Beginner Level
  • Languages German
  • Includes Lifetime access
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    Available on iOS and Android
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About This Course

Published 4/2015 German

Course Description

Damit Betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich sein kann, ist es unverzichtbar, alle Gruppen ins Boot zu holen. Wenn sich jemand nicht eingeladen, übergangen, zu wenig informiert fühlt, besteht die Gefahr, dass dieser Mensch oder diese Gruppe das BGM ignoriert oder im schlimmsten Fall sogar sabotiert. Dabei kommt es auf die richtige Reihenfolge an, in der die Zielgruppen angesprochen und einbezogen werden.

In diesem Video-Kurs lernen Sie, welche Reihenfolge sich bewährt hat und wie Sie in den einzelnen Phasen vorgehen sollten, um einen langfristig lebendigen BGM-Prozess in Gang zu bringen.

In 31 Lektionen - verteilt über 9 Abschnitte - erfahren Sie
  • wie Sie einen BGM-Schiffbruch verhindern - anders als in 2 Fall-Beispielen
  • wie Sie die Geschäftsleitung für Ihre Sache gewinnen (Leitfaden)
  • wie Sie dieses Gespräch mit der Leitung vorbereiten
  • wie Sie Führungskräfte ins BGM-Boot holen
  • wie Sie den Prozess / Ihr BGM dauerhaft lebendig erhalten
  • wie Sie dafür sorgen, dass Sie selbst an Bord (und gesund!) bleiben

In 7 Quizes können Sie überprüfen, was Sie von dem Gelernten behalten haben.

Alle Materialien sind herunterladbar. Die 13 vertonte Folien-Vorträge und 7 Person-Videos (in denen ich zu Ihnen spreche) liefern Ihnen ein abwechslungsreiches Programm, an dem Sie hoffentlich viel Freude haben werden.

Alle Fall-Beispiele und Praxisberichte basieren auf meinen 17 Jahre langen Erfahrungen als Beraterin zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Für Sie heißt das, dass Sie erprobte und bewährte Konzepte kennenlernen und keine abgehobene Theorie. Was ich früher in Workshops, Seminaren, Vorträgen und Beratungen vermittelt habe, erhalten Sie nun in komprimierter Form als Online-Kurs.

What are the requirements?

  • Es gibt keine besonderen Voraussetzungen. Am meisten werden Sie von dem Kurs profitieren, wenn Ihr Herz fürs BGM schlägt ...
  • ... und wenn Sie bereit sind, sich auch mit den psychologischen Hintergründen erfolgreicher BGM-Arbeit auseinanderzusetzen

What am I going to get from this course?

  • Lernen Sie, in welcher Reihenfolge Sie die Zielgruppen im Betrieb einbeziehen sollten
  • Erfahren Sie, wie Sie die Geschäftsleitung oder den Vorstand für Ihre Sache gewinnen
  • Lernen Sie, wie Sie Führungskräfte für ihre Verantwortung im BGM sensibilisieren
  • Erfahren Sie, wie Sie die Beschäftigten einbeziehen und das BGM lebendig und auf Dauer im Bewusstsein verankern
  • Lernen Sie, wie Sie damit umgehen sollten, dass "immer nur die Falschen" kommen
  • Lassen Sie sich ein bisschen trösten und unterstützen, wenn es mit dem BGM in Ihrem Unternehmen nicht voranzugehen scheint ...

What is the target audience?

  • Dieser Kurs richtet sich an Akteure des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, die in ihrem Unternehmen einen breit aufgestellten Prozess in Gang bringen und lebendig halten wollen
  • In diesem Kurs erfahren Sie NICHT, wie Sie Führungskräfte für das Thema "Führung und Gesundheit" gewinnen - das ist Inhalt eines weiteren Online-Kurses; aber Sie lernen, wie Sie Führungskräfte ins BGM-Boot holen

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Curriculum

07:21

ACHTUNG:

Wenn Sie einen Rabatt-Code erhalten haben, müssen Sie trotzdem den Button rechts neben dem Kursbild anklicken: "Belegen Sie diesen Kurs" bzw. darunter klicken Sie "Lösen Sie einen Gutschein ein".

Dann erscheint ein kleines Fenster: "Geben Sie Ihren Einlösungscode ein". Dorthin schreiben Sie den Code. Das ist das Ende des Rabatt-Links. Wenn also Ihr Rabatt-Link z.B. heißt:

udemy/super-kurs/kostenlos-gutschein-mai-2015

dann wäre der Code das, was da am Ende steht, also

kostenlos-gutschein-mai-2015

Diesen Code tragen Sie also ein klicken auf "bestätigen". Dann öffnet sich ein Fenster, in dem Sie sich registrieren können - und schon bald sehen wir uns im Kurs!

_____________________

In dem Video zu dieser Lektion gebe ich Ihnen eine kleine Einführung in die Udemy-Platform - weil mich mehrere Fragen erreicht haben von Leuten, die die herunterladbaren Dateien nicht finden konnten etc.

Wenn Sie sich auf Udemy bereits heimisch fühlen, können Sie diese Lektion natürlich außer acht lassen.

Dieses Video ist in allen meinen Kursen identisch.
Section 1: Begrüßung und Einführung
03:57

Wie wunderbar, dass Sie sich in diesen Kurs eingetragen haben!

Mein Name ist Anne Katrin Matyssek, und ich führe Sie durch diesen Kurs. Ich bin Diplom-Psychologin und arbeite seit 17 Jahren als Beraterin zu Betrieblichem Gesundheitsmanagement. Dabei es war es wichtig, dass für ein gelingendes BGM immer möglichst alle Zielgruppen an Bord waren. Diese Praxis-Erfahrungen sind in diesen Online-Kurs eingeflossen, zu dem ich Sie herzlich begrüße!

"Wer von Ihnen hat sich heute schon gesund verhalten?"

In diesem Begrüßungsvideo stelle ich Ihnen den Ablauf unserer gemeinsamen Reise vor: In welcher Reihenfolge Sie die Zielgruppen im Betrieb einbeziehen sollten - und warum es Sinn macht, mit einer Kompetenzbescheinigung in die jeweiligen Gespräche zu starten.

Zur Reihenfolge sei an dieser Stelle schon so viel verraten:

ERST Einigkeit in der Leitung / HR / SiFA / BR / SB, DANN die Führungskräfte dazuholen - und genau in dieser Reihenfolge gehen wir auch in diesem Kurs vor.

  • Grundsätzliches: Warum Sie alle im Boot brauchen
  • Wie Sie die Geschäftsleitung ins Boot holen
  • Wie Sie die Führungskräfte dazu holen
  • Wie Sie die Beschäftigten hereinholen
  • Wie Sie das alles auf Dauer anlegen
  • Wie Sie selbst an Bord bleiben


DIE KERN-BOTSCHAFT DIESES KURSES:

Unverzichtbare Basis für ALLE Gesundheitsmaßnahmen im Betrieb ist die Auseinandersetzung aller Akteure mit der eigenen Gesundheit.

Section 2: Warum Sie für ein erfolgreiches BGM alle ins Boot holen müssen
04:47

In dieser Lektion erfahren Sie, warum es so wichtig ist, alle Zielgruppen zu erreichen: Damit Ihnen nicht widerfährt, was die BGM-Akteure/-Akteurinnen in den beiden Unternhmen erlebt haben, die ich Ihnen hier vorstelle. Wirklich passiert!

  • 2 Fall-Beispiele aus der Praxis für schiefgegangene BGM-Phasen

Es kommt sehr häufig vor, dass man sich erst einmal zusammenraufen muss, zum Beispiel bei der Bestimmung des Gesundheitsbegriffs. Das ist normal. Schauen Sie gemeinsam immer wieder auf das, was Sie aus dem Prozess lernen können. Und das geben Sie dann weiter. So optimiert sich Ihr BGM permanent und entwickelt sich weiter ...

Wenn Sie und die anderen BGM-Akteure in Ihrem Unternehmen sich streiten, einander nicht richtig zuhören, die Ideen und Einstellungen der anderen wenig würdigen oder sogar wenig wertschätzend mit einander umgehen: Trösten Sie sich (eben weil es normal ist) und betrachten Sie das als typische Lernsituation für alle Beteiligten!

Und dann, wenn Sie sich in der ASA-Sitzung oder im AK Gesundheit (oder wie auch immer Sie Ihren Steuerkreis nennen) einig sind, gehen Sie in der Reihenfolge vor, wie hier im Video-Kurs beschrieben.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

07:33

Ihnen ist das längst klar - aber manche andere müssen davon erst noch überzeugt werden:

Gesundheit am Arbeitsplatz ist (auch) ein Gemeinschaftswerk. Der einzelne trägt eine Verantwortung zur Erhaltung seiner Arbeitskraft (im Grunde sogar laut Arbeitsvertrag), die Führungskräfte tragen ihren Teil dazu bei, und der Betrieb als Ganzes leistet ebenfalls seinen Beitrag dazu, dass alle Beschäftigten gesund bleiben und gesund in Rente gehen können. Diese Zusammenarbeit wird dann gut funktionieren, wenn alle Seiten Hand in Hand arbeiten und einander mit Wertschätzung begegnen. Dazu müssen alle BGM-Akteure, Führungskräfte und die (Unternehmens‑)Leitung glaubwürdig signalisieren:


„Deine Gesundheit liegt uns am Herzen, denn DU bist uns wichtig, und natürlich auch deine Arbeitskraft. Wir trauen dir zu, dass du die Verantwortung für deine Gesundheit übernimmst; und wir wissen, dass wir ebenfalls Verantwortung für deine Gesundheit tragen, und deshalb wollen wir dich nach Kräften unterstützen. Wir wollen, dass du dich an deinem Arbeitsplatz wohl fühlst.“


Um die Glaubwürdigkeit dieses Signals zu unterstreichen, sollten Angebote zur Gesundheitsförderung zu 75-100% während der Arbeitszeit stattfinden. Bei Angeboten wie Massagen während der Arbeitszeit kann ein Kostenbeitrag in Höhe von 5 bis 50% anteilig durch die Beschäftigten bezahlt werden. Die Wertschätzung durch die Teilneh-menden steigt erfahrungsgemäß durch den Eigenanteil („Was nichts kostet, ist auch nichts“).

Immer noch gibt es Leitungskräfte, die sagen:

„Wenn die Leute in der Freizeit genug Sport machen und sich gut ernähren, reicht das!“
Nicht ganz …

Aber natürlich tragen die Mitarbeitenden selbst auch Verantwortung für ihre Gesundheit.

Wenn Beschäftigte sich genug bewegen, gut ernähren und regelmäßig entspannen, ist das abernoch immer kein Garant dafür, dass sie am Arbeitsplatz gute Leistungen erbringen (wollen).

Und erst recht ist es kein Garant dafür, dass die Arbeitsbedingungen auch in organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht gesundheitsgerecht sind (Handlungsspielraum, Störungen, Unterstützung etc.).

"Gesundheit ist Sache des einzelnen?" -

Darauf läuft es letztlich hinaus: „Wenn du krank bist, bist du selbst schuld. Ich jedenfalls nicht.“ Mit der Frage, wer für Gesundheit verantwortlich ist, haben Sie sich schon auf Seite 15 auseinander gesetzt.

Der Appell an die Eigenverantwortung ist oft eine Flucht aus der Verantwortung!

Der Betrieb sollte Möglichkeiten zur Stärkung der Eigenverantwortung entwickeln – und seine eigene Verantwortung ebenfalls wahrnehmen.


Im Video zu dieser Lektion erfahren Sie auch von einem kostenlosen Video auf youtube, das Sie auch in Ihr Intranet integrieren oder auf einer Kick-Off-Veranstaltung zeigen können. Der Link ist hier:

https://www.youtube.com/watch?v=mMG2LxJtN6c

Article

Als Ergängzung finden Sie in der Anlage bei den herunterladbaren Materialien auch eine FOLIE mit dem Titel "Gleichung für den gesunden Betrieb" - bitte herunterladen!

Eine klassische Problemkonstellation im BGM sieht so aus:

  • Ziele wurden nicht klar definiert.
  • Erhebungsinstrumente haben Erwartungen geschürt.
  • Die Geschäftsleitung wünschte sich eine Veränderung des Verhaltens.
  • Der Betriebsrat/die Beschäftigten wünschten sich eine Veränderung der Verhältnisse.
  • Man konnte sich nicht einigen. Alle sind enttäuscht.


Damit Ihnen das nicht passiert, stelle ich Ihnen direkt jetzt am Anfang typische Problemkonstellationen vor - mit Tipps zu deren Vermeidung.

Viel Freude beim Lesen des Textes zu dieser Lektion - und ich hoffe, dass Sie sich möglichst selten darin wiederfinden ...

Als Ergängzung finden Sie in der Anlage bei den herunterladbaren Materialien auch eine FOLIE mit dem Titel "Gleichung für den gesunden Betrieb" - bitte herunterladen!
06:57

Im Folien-Vortrag zu dieser Lektion wird noch einmal zusammengefasst, warum Sie für ein erfolgreiches BGM alle ins Boot holen sollten und wie dieses Ziel für Sie leichter erreichbar wird.

Insbesondere wird hierbei auf die sog. Gewaltfreie Kommunikation (GfK) eingegangen: Sobald sich jemand querstellt, sollten Sie dies als Hinweis nehmen, sich ins Gegenüber hineinzuversetzen.

  • Das ist nicht böse gemeint
  • Welche Bedürfnisse sieht der unbefriedigt?


Wichtig dabei:

  • Trennen Sie zwischen Ihrer Person und dem BGM (hilft, nicht beleidigt zu reagieren)!

So bleiben Sie in der Lage, weiterhin Empathie zu zeigen.

Menschen wollen mitbestimmen - und wo das nicht geht, wollen sie zumindest nach ihrer Meinung gefragt werden.

Fragen zu Abschnitt 2
3 questions
Section 3: Wie Sie den Vorstand / die Geschäftsleitung gewinnen
Article
Vor kurzem erhielt ich eine eMail von einer BGM-Akteurin, die typisch ist für die Situation "Schwierige Ausgangslage". Ich habe sie hier eingefügt, weil ich mir vorstellen kann, dass der eine oder die andere von Ihnen vielleicht ähnliche Situationen kennt und meine Antworten hilfreich findet.


Wie Sie an meiner Antwort erkennen können, habe ich auch keine Patentlösung parat - aber ein paar Anregungen, mit denen die Kollegin hoffentlich etwas anfangen kann. Dabei ist mir ganz wichtig, dass der Schutz ihrer eigenen Gesundheit nie dem Einsatz fürs BGM geopfert werden darf - vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass die eigene Arbeit eigentlich nirgendwo erwünscht ist.

06:20

Das Video zu dieser Lektion beinhaltet 7 Tipps, wie Sie mögliche Gefahren umgehen. In Kurzform lauten die im Video erklärten Empfehlungen so:

1. NICHT vorarbeiten, sondern den Geschäftsführer die Arbeit machen lassen („wir haben gedacht, Sie haben dazu bestimmt eine Idee“)

2. NICHT mit Vorwürfen kommen (er darf sich nicht am Pranger fühlen), sondern mit Vorteilen („es wäre vermutlich [vorsichtig sein!] sinnvoll, etwas zu unternehmen, weil die Leute über Überlastung klagen – wir wollen ja, dass die Leute gesund und arbeitsfähig bis zur Rente bleiben; das wollen ja alle (!)“)

3. NICHT sich selbst in den Vordergrund spielen, sondern ihn gut dastehen lassen (z.B. in Berichten für die Presse oder das Intranet); das heißt, ER erntet die Lorbeeren, aber das dient Ihrer Sache

4. NICHT ihn mit den eigenen tollen Ideen überschütten, sondern ihn kommen lassen (eigene Ideen erst im Nachhinein auf sein Nachfragen hin vorstellen): z.B. „Bevor der Fachkräftemangel kommt …“ (Schweigen aushalten!)

5. NICHT drohen („wir sagen der BG Bescheid“), sondern seine Position stärken (ggf. mit man-Formulierungen und Suggestionen): „An Ihnen geht so etwas (wie der Herzinfarkt von Kollege XY) ja bestimmt auch nicht spurlos vorüber; so etwas steckt man (!) ja nicht einfach so weg“

6. NICHT mit der eigenen Begeisterung den Chef überrennen, sondern eher nüchtern bleiben; auf seine Ermunterung zu mehr warten statt lospreschen: „Das und das ist passiert – wir dachten, Sie wollen sowas wissen (Tenor: Sie sind ja ein guter Mensch, dem das Wohlergehen wichtig ist)“

7. NICHT das Okay zu vorab geplanten Maßnahmen abholen (Menschen wollen (mit-)bestimmen, auch Chefs!), sondern es einstufen lassen mit offenen Fragen (evtl. sogar ranken lassen „auf einer Skala von … bis?“): „Wie sehr stehen Sie dahinter? Wie stark unterstützen Sie das?“

05:52

In dieser Lektion erhalten Sie Tipps zur Gesprächsvorbereitung.

Dabei geht es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Ihre mentale Vorbereitung.

Gehen Sie nicht ins Gespräch mit Ihrer Geschäftsleitung, so lange Sie sie nicht mögen. Bereiten Sie sich zumindest auf das Gespräch so vor, dass Sie einen wertschätzenden Blick „ausprobieren“ und sich positiv stimmen.


Fragen für eine wertschätzende Haltung gegenüber dem Vorstand:

  • Mag ich ihn überhaupt? Was an ihm mag ich?
  • Verstehe ich ihn? Wozu (nicht: warum) macht der das?
  • Was kann ich tun, um ihn noch besser zu verstehen?
  • Welche Bedürfnisse könnten hinter seinem Verhalten stehen?
  • Wie lassen sich die Bedürfnisse auf andere Weise befriedigen?
  • Wie kann ich es ihm erleichtern, seine Wertschätzung zu zeigen?
  • Wie kann ich es ihm erleichtern, Dinge zu tun, die meine Wertschätzung verdienen?


Die Haltung entscheidet – nicht nur beim Umgang von Führungskräften mit ihren Mitarbeitenden, sondern auch bei Ihrem Gespräch mit Ihrer Geschäftsleitung!

Unterstellen Sie ihrer Leitung immer die beste Absicht. Gehen Sie davon aus, dass sie eine Top-Führungskraft ist bzw. sein möchte. Erinnern Sie sich vor dem Gespräch an Gesten, hinter denen man eine wertschätzende Haltung vermuten kann. Spielen Sie quasi Detektiv und suchen Sie intensiv nach Hinweisen darauf, dass Ihre Leitung auch nur ein Mensch ist und dass in ihr ein zartes Pflänzchen namens Wertschätzung und Menschenliebe schlummert, das darauf wartet, im BGM aufzugehen ... (manchmal helfen ja solche Bilder). Legen Sie Ihren persönlichen Ehrgeiz darein, es wachsen zu lassen.


Noch - wie im Video versprochen - eine kurze Anmerkung zur 500-Euro-Regel:

Rückwirkend ab 1.1.2008 müssen Beträge, die der Arbeitgeber für die Gesundheit seiner Beschäftigten ausgegeben hat, nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden. Dadurch soll Maßnahmen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement der Weg gebahnt werden. Deren offizielle „Gewolltheit“ wird damit deutlich.


16:10

Das Video zu der Lektion ist ein bisschen lang - aber das lohnt sich! Zusammen mit dem Folien-Vortrag der nächsten Lektion erhalten Sie hier einen detaillierten Leitfaden für das Gespräch mit der Leitung.

In dieser sehr umfangreichen Lektion (zusammen mit der nächsten) erhalten Sie ausführliche Anregungen zu der Frage, wie Sie das Gespräch mit dem Vorstand oder der Geschäftsführung gestalten können. Falls Ihnen trotzdem die halbe Stunde, die die beiden Videos zusammen dauern, zu lang sind, so finden Sie die allerwichtigsten Tipps hier in Kurzform:

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Leitung sich in diesem Gespräch wohlfühlt. Das schaffen Sie unter anderem, indem Sie sie an ein Ereignis erinnern, bei dem sie betont hat, wie wichtig ihr Wertschätzung ist, oder bei dem sie sich so verhalten hat, dass man es als Ausdruck von Wertschätzung verstehen könnte.
  • Geben Sie ihr positives Feedback; auch das macht sie offener. Das signalisiert: „Sie sind einer von den Guten.“ Da niemand sich selbst für nicht-wertschätzend hält, wächst dadurch der Wunsch, sich – quasi als Beweis – wertschätzend zu verhalten.
  • Bauen Sie eine Ja-Straße auf, indem Sie Äußerungen tätigen, denen Ihre Leitung zustimmt. Lassen Sie einfließen, dass das Thema Wertschätzung Ihrer Leitung offenbar wichtig ist.
  • Berichten Sie dann – ohne Schwärmerei – von Erfahrungen anderer Unternehmen („Dann wird es Sie bestimmt interessieren, was ich neulich gelesen habe“).
  • Danach schweigen Sie. Halten Sie die Pause aus. Lassen Sie Ihre Leitung die gedankliche Arbeit machen. Sie soll die Brücke von dem anderen zu Ihrem Unternehmen schlagen („das wäre auch etwas für uns“) und Sie letztlich damit beauftragen, Maßnahmen vorzubereiten. Halten Sie sich mit Vorschlägen zurück. Warten Sie darauf, dass Ihre Leitung Sie mindestens fragt: „Und was heißt das für uns?“ oder „Und warum erzählen Sie mir das?“, bevor Sie Ihre Ideen vorstellen. Wertvoller ist es immer, wenn die Leitung selber drauf kommt.
  • Geben Sie ihr bei all dem das Gefühl, ein wertvoller und von allen geschätzter Mensch zu sein, der nun endlich eine Möglichkeit gefunden hat, seinerseits Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Die Lorbeeren dafür erntet die Leitung – Sie (als verdeckt agierender) Coach bleiben im Hintergrund. Das ist der Preis.
09:30

In dem Folien-Vortrag dieser Lektion erfahren Sie als Fortsetzung und Ergänzung zur vorangegangenen Lektion etwas über

  • Ihre Grundhaltung in diesem Gespräch, den Chef Chef sein zu lassen
  • Ein Notfall-Programm
  • Den Wert des Schweigens
  • 5 Top-Tipps für das Gespräch mit dem Vorstand

Diese 5 Top-Tipps finden Sie zusätzlich in der angehängten pdf-Datei bei den herunterladbaren Materialien.

02:34

[Beachten Sie auch die Ergänzung zu diesem Video bei den herunterladbaren Materialien: "Wie Sie den BigBoss zu seinem Glück zwingen"]

Geschäftsführer sorgen sich um die wirtschaftliche Situation Ihres Betriebs. Sie fürchten, dass ein Gesundheitsmanagement in erster Linie Geld kostet. Und tatsächlich kann es einige Jahre dauern, bis sich die Kosten amortisiert haben. Und auch das Betriebsklima verbessert sich nicht von heute auf morgen. Für viele Vorstände ist es (uneingestanden) wichtig, gemocht zu werden oder als Vorreiter für moderne Themen zu gelten – gerade in Zeiten des demographischen Wandels und knapper werdender Fachkräfte ist das Image eines Unternehmens wichtig.

Zeigen Sie Ihrer Geschäftsleitung, dass Sie sie mögen!

Ohne zu schleimen: Geben Sie Ihrer Geschäftsleitung positives Feedback dafür, dass sie sich um die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sorgt. Das liegt schließlich auch im Interesse der Beschäftigten. Dann fühlt Ihre Geschäftsleitung sich in diesem Punkt schon einmal verstanden und wird offener für andere Aspekte des BGM.

Der eleganteste Weg, die Leitung für BGM zu gewinnen, geht über das eigene Erleben – und nicht über Argumente! Eine Geschäftsleitung, die sich wohlfühlt, ist aufgeschlossener für Aktionen, die zu mehr Wohlbefinden im Betrieb führen. Man sollte daher im Gespräch nicht so tun, als stünde die Leitung auf einer anderen Seite als der Rest der Belegschaft oder als die Gesundheitsmanager etc. Gehen Sie davon aus: Sie wollen im Grunde alle dasselbe.

Es macht auch gar keinen Sinn, mit Vorwürfen, Vorhaltungen oder gar Benchmarks zu argumentieren („Die in Niederkassel haben ein viel besseres Betriebsklima!“). Wer sich angegriffen fühlt, macht dicht oder geht seinerseits zum Angriff über. Er wird sich reflexhaft schützen oder verteidigen wollen. Mit solchen Argumenten kann man nicht viel erreichen. Überhaupt ist „Argumentieren“ keine empfehlenswerte Strategie.

Fallstrick vermeiden: Verzichten Sie aufs Argumentieren (und dabei Recht-Haben- und den anderen Überzeugen-Wollen)! Der Vorstand wird nie aufgrund toller Argumente für Ihr BGM brennen. Sorgen Sie für Siegergefühle auf beiden Seiten, indem Sie aus den Motiven beider Seiten die Aspekte aufgreifen, bei denen sich alle einig sind.

Grundsätzliche Tipps:

  • zeigen, dass man die Sorgen versteht (um die wirtschaftliche Situation)
  • den Nutzen kommunizieren (unemotional!)
  • „wir sind ja ein Betrieb, dem das Wohl der Leute nicht egal ist“ (Suggestion)
  • beispielsweise fragen: „Wie stark befürworten Sie das Projekt?“ (offene Frage)
  • nüchtern deutlich machen (trotz eigener Begeisterung): „Ohne Sie geht's nicht“.
  • weder mit Vorwürfen noch mit Anschuldigungen / Verleumdungen argumentieren
Fragen zu Abschnitt 3
4 questions
Section 4: Wie Sie die Führungskräfte für ihre Aufgaben im BGM gewinnen
05:24

ACHTUNG:

Wie Sie Führungskräfte für das Thema Gesundheit sensibilisieren, erfahren Sie in dem gleichnamigen Online-Kurs. Hier in unserem jetzigen Kurs erfahren Sie, wie Sie sie ins BGM-Boot holen.

Bezahlt werden Führungskräfte dafür, dass die Leistung (und damit die Produktivität) stimmt - nicht dafür, dass die Mitarbeitenden in ihrem Team sich wohlfühlen. Wir als BGM-Akteure fordern von den Führungskräften eine Erweiterung ihres Fokus, wenn wir ihnen empfehlen, auch das Wohlbefinden der Beschäftigten in den Blick zu nehmen. Dazu müssen wir ihnen verdeutlichen, dass das auch in ihrem eigenen Sinne ist, weil die Anforderungen an die Mitarbeitenden weiter wachsen werden. Deren Arbeitsfähigkeit wird also in Zukunft noch wichtiger.

Primär sollten Sie das Signal geben: „Du, Führungskraft, bist uns wichtig! Wir wollen, dass du noch lange fit bleibst und einen so guten Job machen kannst. Dazu brauchen wir dich gesund. Und deshalb wollen wir uns fortan gemeinsam stärker um das Thema Gesundheit kümmern.“ Würdigen Sie es, wenn eine Führungskraft sagt "wir haben keine Zeit". Und dann: Zeigen Sie, dass Sie die Be- oder Überlastungssituation verstehen. Und dass es ja gerade deshalb wichtig ist, dass die Führungskraft gut auf sich acht gibt.

In der Anlage finden Sie bei den herunterladbaren Materialien als ERGÄNZUNG weitere Tipps sowie eine Liste von Fragen, mit denen Sie Führungskräfte unaufdringlich anregen können, sich über ihre eigene Gesundheit auf un-intime Weise auszutauschen. Das ist wichtig, denn eine Führungskraft, der ihre eigene Gesundheit in allen 3 Facetten egal ist, werden Sie NIE zu gesundheitsgerechter Mitarbeiterführung oder gar zur Wahrnehmung anderer Aufgaben im BGM verführen können. Und verdonnern erst recht nicht. - In dem Fall konzentrieren Sie sich besser auf andere Führungskräfte.

Führungskräfte brauchen nicht zum Vorturner zu werden, wenn es ihnen nicht behagt – aber sie sollten gesundheitsgerechtes Verhalten bei Mitarbeitenden positiv verstärken und das BGM unterstützen. Es geht dabei um die Haltung und nicht ums Verhalten - und die Haltung verändert sich nur, wenn die Führungskraft nicht am Pranger steht.


EXTRA-TIPP:

Lassen Sie zur Sensibilisierung die Führungskräfte die Frage beantworten: „Was bin ich als Führungskraft ohne meine Leute?

_______________________________

Achten Sie auch auf die Quelle in den herunterladbaren Materialien. Sie finden dort als pdf-Datei weitere Empfehlungen für die Sensibilisierung sowie eine Liste mit Fragen, über die Führungskräfte sich austauschen können (am bestern erst zu zweit, dann im Plenum).

12:13

In dieser Lektion erfahren Sie, wie Sie Ihrem Verständnis für die arme Sandwich-Führungskraft Taten folgen lassen können - sprich: was Sie für die Leitenden in Ihrem Unternehmen tun können.

Dabei handelt es sich um Erfahrungsberichte aus anderen Unternehmen.

Führungskräfte der unteren Führungsebenen (zum Beispiel Schichtführer, Meister) sagen häufig: „Wir leben das schon so: wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen. Aber unsere eigenen Chefs waren wohl noch nicht auf dieser Veranstaltung.“ Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben.

Leitende Führungskräfte sind häufig im Fluchtmodus. Sie KÖNNEN nicht innehalten und sich fragen, wie es ihnen eigentlich geht. Dazu brauchen sie eine „richtige“ Auszeit – 2-3 Tage in einem Waldhotel o.ä. ohne Handyempfang. Und dann sorgen Sie für eine sachte Heranführung ans Thema durch Fragen wie: „Können Sie sich vorstellen, diesen Job noch weitere 10 Jahre so auszuüben?“


ACHTUNG KONFLIKT:

Hüten Sie sich vor Ungleichbehandlung, wenn Sie ähnliche Veranstaltungen auch für untere Hierarchiestufen anbieten! Wenn die einen im Wellnesstempel arbeiten dürfen und die anderen im Seminarraum neben der Werkshalle, sorgt das für Unfrieden. Bei den oberen Leitungsebenen steigt aber die Akzeptanz solcher Veranstaltungen mit der wahrgenommen Wertigkeit. Dazu gehört neben dem Ambiente auch, dass der CEO vorbeischaut. Den Konflikt können Sie im Grunde nur lösen, indem beide Veranstaltungsvarianten sich DOCH inhaltlich unterscheiden, z.B. weil die Top-Führungskräfte zusätzlich zum Grundlagenwissen ihre Management-Aufgaben im BGM kennenlernen. Aber das Seminar neben der Werkshalle sollte auch mit "wertiger Ausstattung" daher kommen, zum Beispiel mit einem exklusiven Catering.

Bezüglich der Psycho-Logik gilt bei den obersten Führungskräften dasselbe wie bei allen anderen auch: Sie brauchen das Signal, dass ihre ganzen Belastungen, mit denen sie täglich jonglieren müssen (und dabei selbst gesund bleiben), GESEHEN werden. Und gewürdigt.

Article

Eine Kick-Off-Veranstaltung allein für die Führungskräfte (die für die Beschäftigten folgt natürlich) kann durchaus Sinn machen.

Das Gemeinschaftserlebnis schweißt die Führungskräfte zusammen, und der Informationsvorsprung vor ihren Mitarbeitenden gibt ihnen Sicherheit. Sie fühlen sich "im Club" - und wenn sie in der Veranstaltung Wertschätzung seitens der Geschäftsleitung erfahren haben, sind sie auch umso eher bereit, diese an die Mitarbeitenden weiterzugeben.

Worauf Sie bei so einem Führungskräfte-Kick-Off achten sollten, lesen Sie im Text dieser Lektion.

Article

Ein Kick-Off ist selbstredend nur der Anfang eines Prozesses. So ist die Veranstaltung ja auch definiert. Aber wie geht es dann weiter? Die Führungskräfte wissen jetzt, warum das BGM wichtig ist und worin ihre Aufgaben im BGM liegen. Sie sollen in Zukunft ja nicht nur Prozesse gesund gestalten, sondern sich idealwerweise auch gesundheitsgerecht gegenüber sich selbst und ihren Mitarbeitenden verhalten.

Es kommt darauf an, langfristig das Gelernte im Alltag zu verankern. Dazu brauchen Sie Mittel, mit deren Hilfe Sie die Brücke von der Einstellung bzw. der Haltung der Führungskräfte zu deren Verhalten schlagen.

Zwei bewährte Vorgehensweisen hierzu möchte ich Ihnen vorstellen, die Sie auch miteinander kombinieren können:

  • der klassische Weg: ein 2-Tages-Seminar durch externe Referenten mit einem halbtägigen Refresher nach 3 Monaten
  • 12 Mini-Workshops, die Sie (ja, Sie!) hausintern durchführen


Beide Vorgehensweisen werden im Text dieser Lektion näher vorgestellt.

05:37

Diese Lektion fasst die Tipps aus Abschnitt 4 zusammen:

Wie können Sie den Führungskräften das Signal vermitteln "Ihr seid wichtig"?

Der Weg zum erfolgreichen BGM führt nur über die Führungskraft.

Die Führungskraft erreicht man nur über ihre eigene Gesundheit.

Die Übersichtsfolie finden Sie auch in den herunterladbaren Materialien zum Ausdrucken.


Fragen zu Abschnitt 4
3 questions
Section 5: Wie Sie die "richtigen" Mitarbeitenden erreichen
04:20

Oft klagen BGM-Akteure, dass „immer die Falschen“ an Veranstaltungen teilnehmen – die, die ohnehin schon auf die Gesundheit achten. Und die, die noch kein gutes Verhältnis zu ihrer Gesundheit haben, bleiben fern. DEN Zaubereffekt, wie man genau „die Richtigen“ locken kann, habe ich in den letzten 15 Jahren nicht entdecken können. Gut Ding hat Weile.

ABER: Bauen Sie auf den Ansteckungseffekt! Gesundheit ist ansteckend – genau wie manche Krankheiten. Und tatsächlich war es in der Praxis häufig so, dass sich bei Seminaren herumgesprochen hat „das lohnt sich und ist nichts Esoterisches, sondern handfest“, so dass sich freiwillig fortlaufend neue Seminarteilnehmer fanden.

Und die Rückenstärkung derer, die sich bereits um Gesundheit (ihre oder die der anderen) kümmern, ist auch viel wert. Die können das auch gut brauchen! Wenn man BGM speziell auf die Problemfälle ausrichten will, bringt man den Betrieb um eine Chance! Rechnen Sie gar nicht erst mit einer hohen Beteiligung! Das erspart viel Frust …

Ihr Ziel sollte sein, dass ALLE kommen – dann sind die Richtigen dabei!


Beachten Sie die Erfolgskriterien für Ihren Gesundheitstag:

  • einladende (!) Einladung; mit Grußwort vom CEO
  • niedrigschwellig (ohne Anmeldung, Marktplatzsetting)
  • keine Tabus (Klassiker: nichts zu Erektionsstörungen …)
  • nichts Überdrehtes oder Esoterisches (schreiben Sie das schon in der Einladung!)
  • auch spezielle Angebote für Männer (vgl. S. 18)
  • gewinnen Sie im Voraus schon die Meinungsführer!


TIPP:

Missionieren Sie nicht! Versuchen Sie stattdessen, Menschen zu mehr Gesundheit zu verführen …

FRAGE AN SIE:

Wie reagieren Sie selber, wenn jemand versucht, Sie zu einer Sache zu über-reden, zu der Sie bislang keine Lust hatten? Was würde SIE umstimmen?


Wirkt fast immer:

Von sich erzählen – keine Heldenstories, sondern z.B. wie toll man sich nach der Sauna fühlt; oder wie schwer es einem fällt, eine halbe Tafel Schoki zurück in den Schrank zu legen …


Keine Bevorzugung von Lieblingen

Auch in emotionaler Hinsicht sollten BGM-Akteure für Gerechtigkeit sorgen. Passen Sie auf, dass Sie nicht nur mit Ihren Lieblingen lachen! Auch Menschen, die einem emotional nicht so nahe stehen oder die introvertiert sind, kann man fragen, ob sie einen schönen Urlaub gehabt haben etc.


Dieses Video gibt also - wie Sie hoffentlich merken - ein paar Tipps, wie "doch die Richtigen" kommen :-)

Article

Sie können als BGM-Akteur/in nicht alles wissen; zum Beispiel wo welche Mitarbeitenden der Schuh drückt. Und ein Mensch allein kann auch keinen BGM-Prozess ans Laufen bringen.

In dem Text zu dieser Lektion erfahren Sie daher, welche 2 Erfolgsgeheimnisse für ein gelingendes BGM unverzichtbar sind.

07:36

"Alle haben sie eingeladen - nur mich nicht!"

Ein Mensch, der das denkt, ist fürs BGM verloren. Wer sich gekränkt fühlt (und Ausgeschlossen-Sein liefert dazu einen Anlass), wird sich nicht mehr für diese Sache einsetzen - er erlebt sich ja als nicht dazu gehörig.

Wer nicht persönlich (von Person zu Person) eingeladen wird, der fühlt sich nicht beteiligt und der wird sich auch nicht beteiligen. Betreiben Sie interne Öffentlichkeitsarbeit!

Wie Sie auf allen Kanälen informieren können, verrät Ihnen das Video dieser Lektion.

Fazit ist in jedem Fall:

Wer soll informieren? Der MENSCH soll informieren! Materialien können ergänzen, was der Mensch sagt. Am stärksten wirkt der Mensch-zu-Mensch-Kontakt.

Article

Bei meiner Arbeit im Metall-Bereich habe ich es immer wieder gemerkt: Die "harten Kerle" brauchen eine andere Ansprache.

Die allermeisten Maßnahmen und Angebote zum Thema Gesundheit wurden aber von Frauen für Frauen konzipiert. Wie schade ...

"Männer gehen zur Arbeit, nicht zum Arzt" sagt Dr. Peter Kölln, Männergesundheitsexperte.

In dem Text zu dieser Lektion erfahren Sie, welche Tipps sie beachten sollten, wenn Sie Männer erreichen wollen.

02:36

Dieses Video fasst zusammen, was Sie tun können, um im Idealfall die gesamte Belegschaft zu beteiligen.

Es handelt sich um eine Zusammenfassung der Lektionen zu diesem Abschnitt.

Und nie vergessen: Wenn alle kommen, sind die Richtigen dabei ...

Fragen zu Abschnitt 5
3 questions
Section 6: Wie Sie BGM dauerhaft im Unternehmen verankern
05:14

Aufbruchstimmung gibt's nur über Großveranstaltungen!

Bei vielen kleinen Seminaren erreichen Sie viele Teilnehmende und können in die Tiefe gehen – aber Sie haben kein gemeinsames Erlebnis.

Das schaffen Sie nur über ein Groß-Event, z.B. einen Vortrag, bei dem idealerweise in schöner Atmosphäre alle Chefs anwesend sind, die Anwesenden gemeinsam etwas tun, Fragen oder Ideen für ein Leitbild erarbeitet wird und als Erinnerungshilfe Materialien ausgegeben werden, die im Alltag von unmittelbarem Nutzen sind (Stifte, Blöcke, gelbe/rote/grüne Karten, CareCards mit den wichtigsten Tipps, Buttons mit Sprüchen wie „Uns soll es gut gehen“ o.ä.). So kann die durch das gemeinsame Erlebnis freigesetzte Energie direkt mitgenommen werden in den Alltag.

Holen Sie bei der Großveranstaltung das gesamte BGM-System in den Saal!

Jede Zielgruppe kann sich vorstellen, un dann wird in 8er-Gruppen eine bestimmte Fragestellung bearbeitet. Im Anhang bei dern herunterladbaren Dateien finden Sie auch eine "Charta für den gesunden Betrieb", deren einzelne Teile Sie ausdrucken und an kleine Gruppen verteilen können: Sie sollen erarbeiten, was davon sie brauchbar finden und warum - am Ende steht dann vielleicht sogar ein Leitbild.

Im Idealfall stellen möglichst viele am BGM beteiligte Gruppen bzw. deren Vertreter vor, was sie getan haben oder zu tun gedenken und bieten direkt auf der Veranstaltung auf unterschiedliche Weise weitere Beteiligungsmöglichkeiten an (z.B.: auf dem Feedbackbogen können anonym Veranstaltungs- oder Themenwünsche geäußert werden; außerdem findet sich auf jedem Stuhl eine Karte, auf der der eigene Name notiert werden kann – die Karte kann bei Veranstaltungsende in eine von mehreren Boxen geworfen werden, etwa „Teilnahme an einer Multiplikatoren-Ausbildung“ oder „Ich wünsche einen Gesundheitszirkel für meinen Bereich“).

Sie merken: Auch hier stehen wieder Beteiligung und Vernetzung im Vordergrund!

07:13

Alle Gruppen ins Gespräch bringen, unaufdringlich, niederschwellig, so dass Gesundheit ganz leicht Gesprächsthema wird (und Mitarbeitende mit Führungskräften einfach etwas zum Austauschen erhalten, in 3 bis 10') - das schaffen Sie mit der Gesundheitspost.

Das Video zu dieser Lektion stellt Ihnen eine Form vor, durch eMails mit pdf-Dateien im Postfach von 2 Empfänger-Gruppen zu landen - und so Inhalte und Tipps rund um Gesundheit zu transportieren.

Article

In dieser Text-Lektion finden Sie empfehlenswerte Links rund um Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Vielleicht ist ja etwas dabei, was Sie noch nicht kannten, zum Beispiel ein Leitfaden und eine Toolbox für die Durchführung eines Gesundheitstages.

05:30

Wer einen BGM-Prozess ans Laufen bringt, der wünscht sich, dass er dauerhaft verankert wird.

Der Hype um die Nachhaltigkeit ist dabei irgendwie witzig – als hätte man früher Maßnahmen „just for fun“ ergriffen. Gab es jemals solche Zeiten?

Schon immer wollten die Einkäufer von Veranstaltungen, dass der Effekt auf Dauer angelegt ist. Daran hat sich nichts geändert.

BGM ist ein Organisationsentwicklungsprozess.

Zumindest, wenn es gut läuft. Das braucht Zeit. Dann verändern sich die Strukturen in allen Betriebsbereichen. Wenn jede/r bei allen Prozessen „Gesundheit!“ denkt, verändert sich vieles; quasi das gesamte Sozialkapital ist davon betroffen.


Integrieren Sie Gesundheit z.B. in:

•… Weiterbildungen für MA + FK

•… BEM-Verfahren

•… Einarbeitung neuer MA

•… Willkommensgespräche

•… Dienstbesprechungen


Im Video zu dieser Lektion finden Sie Tipps zur lebendigen Verankerung und "Bewusst-Haltung" des BGM im Unternehmen.

Fragen zu Abschnitt 6
2 questions
Section 7: Wie Sie sich einfach nicht unterkriegen lassen - und selber im Boot bleiben
05:27

In dieser Lektion erfahren Sie, warum Abwehr ("Widerstand") völlig normal ist und Sie am besten von Anfang an damit rechnen. Denn seltsamerweise reagieren Menschen nicht unbedingt entzückt, wenn man ihnen mit BGM kommt.

Nicht frustriert oder gar beleidigt zu reagieren ist eine Kunst, die mit den Jahren wächst - zum Glück.

Die Lektion beinhaltet auch Tipps zum Umgang mit der Abwehr.

1 page

Nicht nur, aber auch für BGM-Akteure und -Akteurinnen ist die eigene Gesundheit das wichtigste Werkzeug - ganz abgesehen von der Vorbild-Funktion.

An regelmäßige Auszeiten zu denken, um auf Abstand zu gehen und die eigene Erholungsfähigkeit zu pflegen, das ist der Anfang der Selbstfürsorge.

Fragen Sie sich ab und zu, ob Sie die Punkte auf der Folie schon in hinreichendem Maße mit Leben füllen. Ziehen Sie auf diese Weise mindestens 1x im Monat eine kleine SelfCare-Bilanz.


Bei den herunterladbaren Dateien zu dieser Lektion finden Sie einen ausführlichen Text zu der Frage, wie Sie gesund mit sich selbst umgehen können.

Article

Rückschläge gehören leider erfahrungsgemäß zum BGM-Geschäft dazu.

Und genau so gehört dazu, dass man sich in Krisen wieder aufrappelt, obwohl man sich gerade kraftlos fühlt, vielleicht sogar ein bisschen hilflos. Sich selbst beweisen, dass man eben doch über Resilienz verfügt - das ist das Ziel.

Im Text dieser Lektion erhalten Sie hierfür ein paar Tipps.

03:42

Was können Sie tun, wenn Sie Gegenwind spüren und Sie einfach nicht die Flinte ins Korn werfen möchten?

Tipps zur Selbst-Motivation in schwierigen Situationen finden Sie in dieser Lektion.

Es ist nicht leicht, dranzubleiben angesichts von Rückschlägen oder Widerstand - aber es lohnt sich ...

Fragen zu Abschnitt 7
3 questions
Section 8: FAZIT + ZUSAMMENFASSUNG
Article

Diese Lektion fasst noch einmal die entscheiden Erfolgsfaktoren für ein gelingendes BGM zusammen.

Das Erreichen möglichst aller Gruppen im Betrieb als den wichtisten Faktor eines erfolgreichen BGMs haben Sie in diesem Kurs schon kennengelernt. Dass damit eine größere Vernetzung einhergeht, ist Ihnen auch schon klar. Weitere Erfolgskriterien finden Sie im Text zu dieser Lektion.

Den Abschluss bilden einige Beispiele für nicht-monetäre Zielkriterien, denn wir alle neigen dazu, "Erfolg" in Geld zu messen - es gibt aber auch weicher Erfolgsfaktoren.

05:18

Natürlich ahnen Sie es schon:

In der Abschluss-Lektion gibt es eine Zusammenfassung des Video-Kurses.

In der Anlage bei den herunterladbaren Materialien finden Sie die wichtigsten Tipps dieses Online-Kurses auch in der Übersicht zum Ausdrucken.

Section 9: FAQ - Häufig gestellte Fragen
Wo gibt's das Rezept zu der Torte von der Frau aus der großen Behörde?
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5 pages

Eine ganz häufig gestellte Frage: „Unser Budget wurde gekürzt – was kann ich nun tun?“ Die perfekte Lösung habe ich dazu auch nicht parat, leider ...

Außer dass ich in solchen Fällen immer dafür plädiere, die Leitung zu fragen:

„Wie Ernst ist es Ihnen mit dem BGM?“

Grob gesagt habe ich davon abgesehen 2 Kategorien von Tipps für Sie, die ich Ihnen in dieser Präsentation vorstelle.

Kleine Ergänzung zur 1. Tipp-Kategorie in der Präsentation:

Ende 2014 wurde das sog. Präventionsgesetz verabschiedet. Die gesetzlichen Krankenkassen sowie die Pflege- und Rentenversicherung sollen von nun an mehr Geld für Präventionsangebote ausgeben. Zusammengenommen sollen die Kassen ab 2016 jährlich mindestens rund 490 Millionen Euro in Leistungen zur Gesundheitsförderung investieren.

Diese halbe Milliarde wird uns allen sicherlich gut tun.

Aber sie ändert nichts am grundsätzlichen Problem:

Wenn eine Geschäftsleitung der Meinung ist, dass die Krankenkassen für die Förderung der Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zuständig ist, läuft etwas schief ...

Article

Ich persönlich glaube zwar nicht, dass man durch die Nennung von Zahlen die Geschäftsleitung wirklich herzensmäßig vom Sinn eines BGM überzeugen kann - aber zur Untermauerung und Ergänzung Ihrer Aktion, die Leitung zu gewinnen, habe ich Ihnen im Text zu dieser Lektion Quellen zusammengestellt, die ich seriös finde.

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"Was ist, wenn ich nur Praktikantin bin? Oder mein Kollege mit den 2 kleinen Kindern nicht durch so ein 'Stop' seinen Job gefährden will?"

Auch auf diese Fragen kenne ich leider keine Zauberantwort, aber ein paar Gedanken dazu finden Sie im Text zu dieser Lektion.

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Instructor Biography

Anne Katrin Matyssek, Diplom-Psychologin

Als Diplom-Psychologin und approbierte Psychotherapeutin (Studium und Promotion an der Universität zu Köln) berate ich seit 1998 Unternehmen und Behörden zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

Meine Kernthemen dabei sind: Gesund Führen, Wertschätzung im Betrieb, Fehlzeiten senken, die psychische Gesundheit stärken und natürlich "BGM voranbringen" (unter diesem Namen erschien auch eine 6teilige Reihe: 1 Buch + 5 Hefte für unterschiedliche Zielgruppen des BGM). Insgesamt habe ich circa 30 Bücher veröffentlicht. Während der letzten 17 Jahre war ich für weit über 100 Behörden und Betriebe tätig, darunter neben KMU auch viele DAX-Unternehmen. Wärhend dieser Zeit habe ich ca. 400 Seminare sowie Workshops gegeben und ca. 200 Vorträge gehalten.

Mein Wunsch ist es, möglichst viele Menschen von meinem Wissen profitieren zu lassen, ohne dass ich selbst weiterhin ständig auf Reisen gehen müsste. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich auf auf diesem Wege Gesundheit in Betriebe bringen kann: indem ich den BGM-Akteuren den Rücken stärke.

Und weil ich weiß, wie schwierig Selbständigkeit sein kann, habe ich den Wunsch, andere an meinem Wissen und meinen Erfahrungen als Solopreneurin im Gesundheitsbereich teilhaben zu lassen - auch darum gibt es nicht nur mein Buch "Selbständig als Gesundheitspsychologin", sondern auch diese Online-Kurse.

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