Krieg, Gewalt, Übergriffe - wie ein Ausstieg gelingen kann

statt Feindschaft mit anderen suchen, den Frieden in uns selbst finden
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About This Course

Published 9/2016 German

Course Description

Täglich werden wir überrollt von Nachrichten über Krieg, Gewalt und Übergriffe. Dabei ist bedrohlich, dass wir an den Auslösern und den Zuständen irgendwo auf der Welt nichts ändern können.

Änderung ist nur möglich in unserer Welt. Da, wo wir mit uns sind. Und da gibt es viel zu entdecken und zu tun. Auch wir haben eventuell mit Übergriffen oder sogar mit Gewalt zu tun gehabt. In unserer frühen Kindheit oder Jugend. Vielleicht sogar noch heute im Beruf oder in unserer Familie.

In diesem Kurs erklärt Prof. Franz Ruppert, wie wir zu Opfern werden, wie sich Opfer verhalten. Und er erklärt, wie jemand zum Täter wird. Und wie sich Täter verhalten. Und Ruppert zeigt dann auf: Opfer werden oft auch zu Tätern. Es entsteht ein Kreislauf, eine Opfer-Täter-Dynamik.

Und auch daraus können wir uns befreien. Voraussetzung ist der Wille zum Anschauen. Anschauen, was geschehen ist oder was der Zustand ist.

Und dann gibt es Wege, gibt es Ausstiegsmöglichkeiten. Und die führt uns Ruppert ebenfalls vor Augen.

Ein Kurs, von dem Sie lange zehren können. Er rüttelt an unseren Grundfesten, die uns so selbstverständlich erscheinen und die doch verändert werden müssen, wenn wir in eine friedlichere Welt mehr bei uns und mit uns wollen.

What are the requirements?

  • Diesen Kurs kann jeder machen. Es gibt keine Vorbedingungen. Gleichwohl sollten sie offen sein für Veränderungen in ihrem Denken und vielleicht auch Ansichten, Urteilen und ihrem Fühlen.

What am I going to get from this course?

  • Sie können mehr und mehr aus dem Kreislauf von Aggression und Unzufriedenheit auszusteigen.
  • Sie können besser erkennen, welche ihrer Verhaltensweisen oder Störungen eventuell aus traumatisierten Strukturen kommen.
  • Sie haben gesehen, woran sie arbeiten können, um für sich und mit sich in ein friedvolleres Sein zu gelangen.

What is the target audience?

  • Belegen sie diesen Kurs, wenn sie der Ansicht sind, dass eine Veränderung in eine friedvollere Welt primär mal dadurch entstehen wird, dass jeder für sich und bei sich Veränderungen vornimmt und aufhört, Aggressionen zu schüren und Schuld bei anderen zu suchen.
  • Belegen sie bitte diesen Kurs nicht, wenn sie der Überzeugung sind, dass an allem Elend hauptsächlich andere Schuld sind.

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Curriculum

Section 1: Einleitende Worte und die Gliederung
03:26

Insgesamt geht es in diesem Kurs um ein besseres Zusammenleben!

Was erwartet dich in diesem Kurs? Prof. Franz Ruppert ist unserem täglichen Täter und Opfer Sein auf der Spur. Schon als Kinder werden wir bis heute nicht nur gefördert, sondern häufig ruhig gestellt, müssen folgen oder sind sogar gar nicht erwünscht. Solches Erleben hinterläßt Spuren und führt zu bestimmten Haltungen und Verhalten. Ruppert führt uns das vor Augen und stellt dar, was das mit uns macht. Im Grunde sind Gewalt, Kriege und Übergriffe Folgen solchen Erlebens. Zum Ende des Kurses zeigt uns Ruppert tatsächliche und mögliche Auswege und betont: Im Grunde kann jeder den Ausstieg machen.

Section 2: Vier Hauptkonfliktlinien bei Abhängigkeitsbeziehungen
02:27

Es gibt konstant Kämpfe zwischen den Menschen: Erstens um territoriale Aufteilungen. Zweitens in wirtschaftlicher Konkurrenz. Drittens der Streit der Geschlechter. Viertens Konflikte zwischen Eltern- und Kinderinteressen.

01:55

Mögliche menschliche Beziehungsformen: Es stehen Gewalt und Krieg und die daraus folgende Destruktivität gegen Globale Verantwortung und der daraus folgenden Konstruktivität.

Section 3: Opfer und Täter und traumatisierende Schäden
01:32

Jeder spricht über Gewalt, Krieg und Übergriffe. Der Blick auf das Trauma dahinter wird in den ganzen Auseinandersetzungen gern ausgelassen. Und ist gleichzeitig für den Ausstieg eine unabdingliche Voraussetzung.

01:45

Opfer wird der Mensch durch Einwirkungen von außen. Einerseits durch Naturereignisse und andererseits durch Handlungen anderer Menschen und Lebewesen. Der größte psychische Schaden entsteht, wenn man von Menschen zum Opfer gemacht wird, von denen man abhängig ist oder die man liebt.

01:26

Täter wird jemand, der anderen Menschen Schaden zufügt. Durch Hinzufügen von z.B. Gewalt, Betrug, Entwürdigung oder durch Unterlassen von notwendenden Hilfeleistungen wie Nahrung oder Fürsorge. Täterschaft kann bewusst, systematisch oder auch aus Versehen und indirekt erfolgen.

03:19

Wann wird Schaden zu einer persönlichen traumatischen Erfahrung? Erleben wir uns in Zuständen von absoluter Hilflosigkeit und Ohnmacht, vor allem als Kinder, sind wir gezwungen, Notfallreaktionen zu entwickeln. Dazu gehören Erstarren, Einfrieren oder das Abspalten von Empfindungen, das bis hin zum Verlust des Zugangs zu unserer Identität oder zu unserem Selbst gehen kann.

Section 4: Opfersein und Tätersein
01:46

Wann kann ich sagen: Ich bin ein Opfer? Was habe ich erlebt?

03:25

Nach einer Traumatisierung gibt es im Menschen drei Teile: Bereich 1 mit den gesunden Anteilen. Bereich 2 mit dem Opfersein. Und Bereich 3 mit den Opferhaltungen. Ein Denkmodell, das hilft, sich selbst und seinen Status klarer zu machen.

Section 5: Opferhaltungen als Traumaüberlebensstrategie
02:44

Hier beleuchtet Ruppert das Verleugnen, Verdrängen, Stark sein wollen, Selbstverachtung, Schuldig fühlen, Schämen, Schaden als Strafe für die eigenen Unfähigkeiten ansehen.

04:23

Die Folgen des Verleugnens oder Nicht Wissen Wollens sind sehr umfangreich. Sie reichen vom jammern und klagen bis hin zu selbstvernichtenden Verhaltensweisen, Resignation und Tot sein wollen.

06:05

Mögliche andere Verhaltensweisen sind: Sich überlegen fühlen oder Harmoniesucht, Weltrettungsideale oder Wut, die man an Unschuldigen entlädt.

06:01

Vieles was wir als Kultur leben und erleben ist Trauma-Überlebensstrategie. 

Section 6: Täter und Täterhaltungen
02:29

Täter, die andere traumatisieren, traumatisieren sich gleichzeitig auch selber. Wir beleuchten hier das Tätersein als traumatische Erfahrung.

01:53

Das darf man sagen: Jeder von uns war schon mal Täter. Wir versetzen uns in die Kindheit. Und wir hatten etwas getan, was wir nicht tun sollten. Und wie haben wir reagiert? Wahrscheinlich mit Verleugnen. Man will es nicht gewesen sein. Also, die meisten von uns kennen dieses Täterverhalten, das hier betrachtet wird.

04:18

Sich als unschuldig darstellen, hinter Sachzwängen verstecken, Verantwortung ablehnen, gutes Gewissen demonstrieren, Respekt einfordern.

06:15

Kontrolle über Medien, Polizei, Machtapparat. Dann ins Wir gehen. Ideologien verbreiten. Feindbilder aufstellen. Gewalt rechtfertigen. Triumphgefühle bei der Ausübung von Gewalt und Zerstörung empfinden.

01:06

Wegschauen. Bagatellisieren. Froh sein, nicht Opfer zu sein. Privilegien der Täter wahrnehmen. Mit Tätern identifizieren.

02:37

Was haben die Gewinner von ihren Erfolgen? Der siegreiche Feldherr hat traumatisierte Soldaten. 22 Soldaten der USA die in einem Kriegseinsatz waren, nehmen sich pro Tag das Leben. Und wenn wir Eltern sind und unsere Kinder drangsalieren? Diese Kinder werden eines Tages Probleme haben und die werden wir dann auch abbekommen.

Section 7: Die Opfer-Täter-Spaltung (20)
01:33

Die abgespaltenen Gefühle des Opferseins machen blind für die Realität von Schädigungen, die traumatisierend sind und psychische Spaltungen bewirken.

02:02

Traumatisierte beginnen zwischen Opfersein und Tätersein zu pendeln. Ohnmachtsgefühle und Allmachtsvorstellungen werden im Wechsel produziert.

04:09

Aggression und Depression werden zur Normalität des Beziehungsalltags. Es entstehen Illusionen von Zusammengehörigkeit mit religiösen oder nationalen oder ethischen Gruppen, geistige Klarheit geht verloren, Widersprüche im eigenen Fühlen werden nicht mehr erkannt.

02:10

Ein kleiner Komik zur Erholung. Und dann sind wir auf der Ebene, wo Kriege, Ausbeutung, Mobbing, Diskriminierung etc. stattfinden. Hier finden wir auch sexuelle Übergriffe, Vernachlässigung von Kindern, Gewalt in der Erziehung und Missbrauch von Kindern.

02:43

Diese Verhaltensweisen und Denkweisen ziehen die Menschen wie ein Tornado in ihren Bann und brauchen immer neues Futter. Auch unsere Wirtschaft: Wirtschaft bei uns braucht immer Wachstum. Und das heißt: Immer neue Opfer schaffen, immer mehr ausbeuten.

03:26

Die Täter sind die Rettung. Opfer bringen ist die Rettung. Traumatisierungen sind normal. Die Selbst-Aufgabe ist normal.

Section 8: Wie der Ausstieg nicht gelingt
03:07

Die meisten Massnahmen heizen die Entwicklung weiter an. Rache, Rebellion, Verzeihen und Versöhnen helfen alle nicht. Ja, aufgepaßt, was Franz Ruppert zu dem sagt, warum das nicht gut gehen kann.

Section 9: Tatsächliche und mögliche Auswege
01:47

Der Ausweg beginnt mit dem Anerkennen der Realität des eigenen Opferseins, der eigenen Opferhaltungen. Annehmen der erlittenen Schädigungen und der damit verbundenen Gefühle. Dann konsequent auf die eigenen Bedürfnisse schauen und die eigene Identität entwickeln. Dazu braucht es oft eine professionelle Hilfe, damit das zur Zufriedenheit gelingen kann.

01:51

Zuerst muss das eigene Opfersein erkannt werden. Täterschaft ist immer aus Opfersein entstanden. Und es geht um die Wiedergewinnung der eigenen Klarheit.

01:02

Für ein besseres Zusammenleben: Es geht weder um Macht, Geld, Sex oder Familie. Es geht um unser eigenes Inneres. Und wir müssen damit aufhören, uns gegenseitig zu traumatisieren und uns die Selbstaufgabe gegenseitig aufzunötigen.

05:31

Wie kann ein gutes Leben jenseits von der Opfer-Täter-Spaltung aussehen? Wie komme ich zu mir, zu eigenen, stimmigen Gefühlen, zu Beziehungsfählgkeit und gesunder Autonomie?

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Instructor Biography

Prof. Dr. Franz Ruppert, Psychologischer Psychotherapeut

1992 wurde ich zum Professor für Psychologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München berufen.

1999 erhielt ich vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung die Approbation als psychologischer Psychotherapeut.

In dieser Funktion arbeite ich seitdem auch in eigener Praxis in München. Die Entwicklung der mehrgenerationalen Psychotraumatologie ist der Hauptinhalt meiner Lehr-, Forschungs- und Entwicklungstätigkeit geworden.

Sie geht Hand in Hand mit meiner praktischen Tätigkeit und der Fortentwicklung der Aufstellungsmethode zu einem traumatherapeutischen Verfahren, das sowohl in der Gruppen- wie Einzeltherapie eingesetzt werden kann.

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