Tamazight von Südmarokko lernen Teil 1
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Tamazight von Südmarokko lernen Teil 1

Tachelhit von Südmarokko " Marrakech bis Sahara"
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Created by Lahoucine AKHOUAD
Last updated 7/2020
German
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What you'll learn
  • Tamazight lernen, wie es von Muttersprachlern gesprochen wird.
  • Tamazight von Südmarokko = Tachelhit
Requirements
  • Nein, einfach lesen und verstehen.
Description
  • Taschelhit oder Schlöh, auch Tassussit, französisch Chleuh oder Souss-Tamazight, Eigenbezeichnung je nach Dialekt tašǝlḥit ~ tašǝlḥᵃit ~ tašǝlḥiyt, ist eine in Marokko vom Volk der Schlöh gesprochene Berbersprache.

  • Das Taschelhit verfügt über eine reiche und alte Schrifttradition in Nordafrika. Schon aus dem Mittelalter seit etwa 1100 n. Chr. liegen berbersprachliche Zeugnisse vor, die als Frühform des Taschelhit angesehen werden.[2] Umfangreichere Werke setzen mit dem Dichter Muhammad Awzal (1680–1758) ein. Seit den 1970er Jahren liegen neue literarische Produktionen in dieser Sprache vor. Der Koran wurde in den letzten Jahren in diese Sprache übersetz


  • Du musst Muttersprachler sprechen hören, damit du ihren Akzent und ihren Slang erst verstehst und dann lernst, natürlicher zu sprechen. Dies geschieht durch Verbesserung deiner Aussprache, das Lernen von Redewendungen und die Einführung in die jeweiige »Gesprächskultur«. Das gleiche gilt für deine Austauschpartner.

  • Durch dieses Eintauchen in die Kultur der Fremdsprache lernst du, in dieser Sprache zu denken.

  • Der Sprachunterricht im Klassenzimmer bietet wenig Gelegenheit zu Konversationsübungen, da viel Zeit für den Unterricht verwendet wird und die Größe der Klasse einen Einbezug jedes einzelnen in ein sinnvolles Gespräch meist unmöglich macht. Zudem gibt es in der Klasse keine Muttersprachler außer dem Lehrer (und selbst dieser ist nicht immer einer). Das bedeutet, dass du dich nicht an das Hören der von Muttersprachlern gesprochenen Sprache gewöhnst und sie nicht verstehen lernst. Du lernst wahrscheinlich nicht die umgangssprachlichen Ausdrücke und Slang, d.h. die Sprache, der sich Muttersprachler gewöhnlich bedienen. Du lernst nicht, wie sich Menschen in der betreffenden Kultur »befinden«, wie sie miteinander umgehen, ihren Humor, ihre Werte usw.

Who this course is for:
  • Einen Freund im Berberisch-sprechenden Kulturkreis zu haben, oder einfach Südmarokkanische raum kennenlernen.
Course content
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+ Einleitung : Online Tachelhit lernen.
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  • Eine Sprache lernt man am besten durchs Sprechen.

  • Fehler machen gehört zum Sprachen lernen dazu.

  • Eine entspannte Atmosphäre fördert den Lerneffekt.

  • Eine Sprache zu lernen braucht Zeit. Deshalb ist es wichtig, dass man nicht die Lust daran verliert.

Preview 15:51

Das Taschelhit besitzt nicht nur zahlreiche arabische Fremdwörter, sondern auch eine beträchtliche Zahl von lateinischen Entlehnungen aus der Antike. Viele davon gehören in den Bereich der Landwirtschaft. Soweit es sich um Substantive handelt, wurden sie oft mit dem Präfix a- oder i- (bei Feminina ta-) versehen. Beispiele:

  • tafarnut „Backofen“ (< lat. furnus)

  • tafirast „Birne“ (< lat. pirus)

  • abaw „Bohne“ (< lat. faba)

  • ikikər „Erbse“ (< lat. cicer)

  • asnus „Eselsfüllen, Jungtier vom Esel“ (< lat. asinus „Esel“)

  • arumi „Europäer“ (eigentlich „Römer“)

  • ifilu „Faden“ (< lat. filum)

  • igər „Feld“ (< lat. ager)

  • urti „Garten“ (< lat. hortus)

  • afullus „Huhn“ (< lat. pullus)

  • tayuga „Ochsengespann“ (< lat. iugum)

  • taγawsa „Sache“ (< lat. causa)

  • tasarut „Schlüssel“ (< lat. sera)

  • tanawt „Segelboot“ (< lat. navis)

  • taggurt „Tür“ (< lat. porta)

  • takira „Wachs“ (< lat. cera)

Beispiele für Feminina:

  • tazzwit „Biene“ – tizzwa „Bienen“

  • taḥanut „Geschäft“ – tiḥuna „Geschäfte“

  • tamazirt „Land“ – timizar „Länder“

  • tagǝrtilt „Matte“ – tigǝrtal „Matten“

  • timǝzgida „Moschee“ – timǝzgadiwin „Moscheen“

  • tasarut „(der) Schlüssel“ – tisura „(die) Schlüssel“

Konversation
11:53

Substantive unterscheiden die zwei Numeri Singular und Plural. Die Bildungsweise ist kompliziert und schwer vorhersagbar. Folgende Regeln lassen sich angeben:

Die typischen Endungen lauten -ǝn für Maskulina und -in für Feminina, wobei -in die Endung -t des Singulars ersetzt. Außerdem wird bei den meisten mit a- beginnenden Substantiven dieser Vokal durch i- ersetzt, entsprechend bei Feminina ta- durch ti-. Hier ist anzunehmen, dass a- nicht zum Stamm des Substantivs gehört, sondern ein Singularzeichen ist, das durch ein Pluralzeichen i- ersetzt wird. Beispiele für Maskulina:

  • adrar „Berg“ – idrarǝn „Berge“

  • argaz „Mann“ – irgazǝn „Männer“

  • ašǝlḥi „Schǝlh-Mann“ – išǝlḥiyn „Schǝlh-Männer“ (-i wird vor der Pluralendung zu -iy)

Beispiele für Feminina:

  • tamγart „Frau“ – timγarin „Frauen“

  • tafullust „Huhn“ – tifullusin „Hühner“

  • tašǝlḥit „Schǝlh-Frau“ – tišǝlḥiyin „Schǝlh-Frauen“

Zahlen
11:06

Schreibsysteme

Tachlhit wurde mit verschiedenen Alphabeten geschrieben. Historisch gesehen hat die arabische Schrift dominant. Die Verwendung des lateinischen Schrift entstand im späten 19. Jahrhundert. In jüngerer Zeit eine Initiative zu schreiben Shilha gewesen in Tifinagh dort hat.

Tifinagh

Hauptartikel: Tifinagh

Tifinagh (oder besser gesagt, Neo-Tifinagh) wurde in den späten 1990er Jahren und ihre Verwendung eingeführt wird jetzt von den marokkanischen Behörden unterstützt, in einer standardisierten vom Institut Royal de la Culture Amazighe (IRCAM, Rabat) verkündet Form. Publikationen vollständig in Tifinagh gedruckt bleiben noch selten, und nur ein winziger Anteil der Shilha Lautsprecher, falls vorhanden, ist in der Lage das neue Skript mit Vertrauen zu handhaben. Seine Hauptaufgabe ist ein Sinnbild, das von einem kulturellen Symbol. Als solche haben Tifinagh den öffentlichen Raum betreten, mit jetzt Ortsschilder den Namen in Tifinagh sowie in Arabisch und lateinischer Schrift zeigt.

Zeit
13:44

Präpositionen

Einfache Präpositionen

Das Taschelhit besitzt Präpositionen. Auf diese folgt entweder ein Substantiv, das dann im état d’annexion erscheint, oder ein Suffixpronomen. Die meisten Präpositionen haben vor Substantiv und vor Suffixpronomen unterschiedliche Stämme:

  • γ „in“ – gi „in mir“ – gi-s „in ihm“

  • s „zu“ – sr-i „zu mir“ – sǝr-s „zu ihm“

  • d „mit“ – did-i „mit mir“ – did-ǝs „mit ihm“

  • f „auf“ – fǝlla „auf mir“ – fǝlla-s „auf ihm“

  • dar „bei“ – dar-i „bei mir“ – dar-s „bei ihm“

d „mit“ kann auch für „und“ stehen:

  • argaz t-təmghart „der Mann und die Frau“ (assimiliert aus d-təmghart)

  • tamghart d-urgaz „die Frau und der Mann“

Es kann aber keine zweite Präposition darauf folgen, wohingegen man bei der Koordination im Deutschen die Präposition gerne wiederholt:

  • γ-tgəmmi d-wurti „im Haus und Garten“, deutsch besser: „im Haus und im Garten“

Die Präposition dar „bei“ dient, meist zusammen mit dem Verb ili „(an einem Ort) sein“, als Entsprechung unseres „haben“:

  • illa dar-i aghyul „bei mir ist ein Esel“ = „ich habe einen Esel“


Satzfragen

Satzfragen werden durch das Wörtchen is eingeleitet:

is tǝftit s-ǝssuq iḍgam ?
FRAGE du-gingst zum-Markt gestern
„bist du gestern auf den Markt gegangen?“

is tgit achǝlḥi
FRAGE du-bist Schǝlh
„bist du ein Schǝlh?“

Das Element is kann im übrigen auch „dass“ bedeuten:

  • ssneh is illa r-ǝssuq „ich weiß, dass er auf dem Markt ist“

Transport
17:19

Relativsatz

Das Bezugswort eines Relativsatzes erhält meist das Suffix -ǝlli, das etwa unserem „der/die/dasjenige“ entspricht. Wenn das Bezugswort des Relativsatzes gleichzeitig sein Subjekt ist, wird das oben besprochene Partizip verwendet:

argaz-ǝlli ikǝrzǝn igǝr
Mann-derjenige bearbeitend Feld
„der Mann, der das Feld bearbeitet hat“

irgazǝn-ǝlli kǝrznin igǝr
Männer-diejenigen bearbeitende Feld
„die Männer, die das Feld bearbeitet haben“

tamghart-ǝlli r-a-yili r-tgǝmmi
Frau-diejenige-ist im-Haus
„die Frau, die im Haus sein wird“

Wenn das Bezugswort das Objekt im Relativsatz ist, wird einfach die normale Verbform verwendet:

argaz-ǝlli zrih
Mann-derjenige ich-sah
„der Mann, den ich sah“ (Konstruktion wie in Englisch „the man I saw“)

Wenn das Bezugswort Komplement einer Präposition ist, so wird die Präposition an den Anfang des Relativsatzes gezogen. Diese Konstruktion ist für uns gewöhnungsbedürftig, aber auch in anderen Berbersprachen üblich:

tigǝmmi-lli r'izdǝgh
Haus-dasjenige in er-wohnt
„das Haus, in dem er wohnt“

aḥanu-lli r'illa baba
Zimmer-das jenige in ist mein-Vater
„das Zimmer, in dem mein Vater ist“

ssuq-ǝlli s'r-ad-ftun
Markt-derjenige zu-sie-gehen
„der Markt, zu dem (auf den) sie gehen werden“

Wenn das Bezugswort das Dativobjekt im Relativsatz ist, so erscheint am Anfang des Relativsatzes das Element mu (statt i):

argaz-ǝlli mu zzǝnzigh ayyis-inu
Mann-der jenige  ich-verkaufte Pferd-mein
„der Mann, dem ich mein Pferd verkauft habe“

Restaurant
21:07

Possession

Nominale Possession

Im Taschelhit folgt, wie in allen Berbersprachen, der Possessor immer auf das Possessum. Wenn der Possessor nominal ist, geht ihm das Verbindungselement n voran (etwa als Präposition „von“ zu verstehen), und der Possessor tritt in den état d’annexion. Das n wird dem folgenden Konsonanten oft assimiliert:

  • argaz „Mann“ – aydi n-urgaz (oder w-wrgaz) „der Hund des Mannes“

  • uchǝn „Schakal“ – aḍar n-wuchǝn (oder w-wuchǝn) „der Fuß des Schakals“

  • atay „Tee“ – lkas n-watay (oder w-watay) „das Glas Tee“

  • tigǝmmi „Haus“ – imi n-tgǝmmi „der Eingang (wörtlich: Mund) des Hauses“

  • lâarba „Mittwoch“ – ssuq n-lâarba (oder l-lâarba) „der Mittwochmarkt“

Pronominale Possession

Bei pronominalem Possessor werden die Possessivsuffixe verwendet, die oben im Abschnitt „Personalpronomen“ aufgeführt sind:

  • agmar-inu „mein Pferd“ – agmar-ǝnnǝk „dein Pferd“ – etc.

  • ism-ǝnnǝs „sein Name“ – ism-ǝnnsǝn „ihr (pl.) Name“

-inu „mein“ lautet nach Vokal nur -nu:

  • tarwa-nu „meine Kinder“

Verwandtschaftstermini

Es existieren eine Reihe von Verwandtschaftstermini, die folgende Besonderheiten aufweisen:

  • Die Grundform inhäriert schon „mein“, folglich wird kein Possessivsuffix der 1.Pers.sg. verwendet.

  • Vor den pluralischen Suffixen wird zusätzlich ein -t- eingeschoben.

  • Eine direkte Verbindung mit nominalem Possessor ist nicht möglich, sondern es muss zusätzlich ein Possessivsuffix der 3. Person stehen.

Beispiele:

  • baba „mein Vater“ – baba-s „sein Vater“ – baba-t-nǝh „unser Vater“

  • iwi „mein Sohn“ – iwi-s „sein Sohn“ – iwi-s n-umghar „der Sohn des Chefs“

Ebenso verhalten sich imma „(meine) Mutter“, illi „(meine) Tochter“, gwma „(mein) Bruder“ und ultma „(meine) Schwester“. Durch die Begriffe „mein Bruder“ gw-ma und „meine Schwester“ ult-ma dokumentiert das Berberische die alte Verwandtschaftsbeziehung der berberischen Gesellschaft, die über die Mutter läuft. Denn gw-ma heißt wörtlich: „der Sohn meiner Mutter“ und ult-ma heißt „die Tochter meiner Mutter“. Die ganze Verwandtschaft läuft über die Mutter, und selbst der Onkel mütterlicherseits spielt eine sehr große Rolle für die Kinder seiner Schwester. Man sollte diese Ausdrücke besser so schreiben: U-ma (mein Bruder = Sohn meiner Mutter) und Ult-ma (meine Schwester = Tochter meiner Mutter). Die Ausdrücke u „Sohn von“ und ult „Tochter“ sowie deren Plural ayt „Söhne von“ und ist „Töchter“ von bilden die Besonderheit des Berberischen insgesamt:

  • u brahim „der Sohn von Brahim“

  • ayt brahim „die Söhne von Brahim“

  • ayt-ma „Söhne meiner Mutter = meine Brüder“

  • ult-ma „Tochter meiner Mutter = meine Schwester“

  • ist-ma „Töchter meiner Mutter (Pl) = meine Schwestern“ (Plural)

Verabschiedung
13:06