Sachkunde ASR1.7
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Sachkunde ASR1.7

Sachkundeprüfung mit Zertifikat
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Last updated 1/2020
German
Price: $199.99
30-Day Money-Back Guarantee
This course includes
  • 3 hours on-demand video
  • 15 articles
  • 45 downloadable resources
  • 1 Practice Test
  • Full lifetime access
  • Access on mobile and TV
  • Certificate of Completion
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What you'll learn
  • Befähigte Person zur Prüfung und Wartung von Toranlagen
  • Sachkunde ASR1.7
  • Alles rund um DIN, Norm und ASR1.7
Requirements
  • Fachkraft der Torbranche
Description

Herzlich willkommen zum ersten Online Seminar, der Fachfortbildung rund um DIN, Norm und ASR 1.7

Diese Fachfortbildung richtet sich an alle Fachbetriebe und Monteure aus der Tor und Zaunbranche, die nach ASR1.7 Prüfung und Wartung an Toranlagen ausführen.

Sachkunde ist generell auf 2 Jahre Gültigkeit begrenzt, so dass alle Sachkundigen, einen regelmäßigen Nachweis über Fortbildungsmaßnahmen benötigen.

Who this course is for:
  • Tor- und Zaunbau
  • Monteure der Tor- und Zaunbranche
Course content
Expand all 19 lectures 03:13:12
+ Einleitung
4 lectures 08:46

Die Grundlage der Sachkunde für befähigte Personen zur Prüfung und Wartung von Toranlagen bildet die jeweils gültige ASR, in diesem Fall die ASR1.7

Hier erhalten Sie die Gesamtausgabe der gültigen ASR1.7 zum download, Sie werden diese als Grundlage Ihrer Aus- und Weiterbildung benötigen.

Die prüfungsrelevanten  Inhalte erhalten Sie in den folgenden Lektionen, dem BASIS-Seminar mit allen Grundlagen für eine Zertifizierte Sachkundeschulung zur befähigten Person.

Einleitung - Grundlagen
01:24

Begriffsdefinitionen der DIN EN12604:2000

Antriebseinheit:


Kraftbetätigter Mechanismus, einschließlich der Steuerung, zur Bewegung, Positionierung und Halten des Torflügel.

Tragmittel:

Bauteile oder Einrichtungen zum Tragen des Torflügel, z.B. Feder, Stahlseil(e), Kette(n), Gurt€, Trommel(n)m Welle(n)
oder Hebelarm(e)

Ausgleichssystem:

Alle Bauteile eines Tores, die dem Gewichtsausgleich eines senkrecht bewegten Torflügel dienen.

Grundlegend:

Tore müssen so konstruiert sein, dass Einbau, Wartung, Reparatur und Nutzung auf sichere Art und Weise erfolgen kann.

Tore müssen den auftretenden Kräften, bei normaler Nutzung und vorhersehbarer Fehlanwendung/Bedienung widerstehen.

Verschleiß, Materialermüdung und Korrosion sollten bei normalen Nutzungsbedingungen berücksichtigt sein, der Grad des Verschleiß muss bei der jährlichen Prüfung- und Wartung kontrolliert und dokumentiert werden !

Begriffe und Voraussetzungen
00:23

Türen und Tore (DGUV Information 208-022)

(1) Kraftbetätigte Türen und Tore müssen nach den Vorgaben des Herstellers vor der ersten Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen sowie wiederkehrend sachgerecht auf ihren sicheren Zustand geprüft werden. Die wiederkehrende Prüfung sollte mindestens einmal jährlich erfolgen. Die Ergebnisse der sicherheitstechnischen Prüfung sind aufzuzeichnen und in der Arbeitsstätte aufzubewahren.

Die in der ASR geforderte jährliche (d.h. alle 12 Monate durchzuführende) Prüfung geht von normaler Nutzung und Umgebungsbedingungen aus. Auf Grund von besonderen Umgebungsbedingungen (z. B. Witterung, aggressive Medien) oder intensiver Nutzung können sich kürzere Intervalle für die Prüfung und/oder Wartung ergeben. Der Betreiber sollte die Angaben des Herstellers bei seiner Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen.

Auch für nicht kraftbetätigte Türen und Tore ist eine solche Prüfung empfehlenswert.

(2) Die sicherheitstechnische Prüfung von kraftbetätigten Türen und Toren darf nur durch Sachkundige durchgeführt werden, die die Funktionstüchtigkeit der Schutzeinrichtungen beurteilen und mit geeigneter Messtechnik, die z. B. den zeitlichen Kraftverlauf an Schließkanten nachweist, überprüfen können. Des Weiteren sind die länderspezifischen baurechtlichen Bestimmungen (z. B. Technische Prüfverordnung) zu beachten.

Sachkundig ist, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung, Tätigkeit und Erfahrung sowie seiner Kenntnisse der für den Betrieb kraftbetätigter Türen und Tore einschlägigen Arbeitsschutzvorschriften, Arbeitsstättenregeln und allgemein anerkannter Regeln der Technik in der Lage ist, den arbeitssicheren Zustand von Türen und Toren zu beurteilen.

(3) Brandschutztüren und -tore sind nach der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung bzw. dem Prüfzeugnis regelmäßig zu prüfen, damit sie im Notfall einwandfrei schließen (z. B. Feststellanlagen einmal monatlich durch den Betreiber und einmal jährlich durch den Sachkundigen).

Was und Wer ist befähigt ?
01:21

Immer wieder tauchen in der ASR mögliche Gefahrenpotenziale auf, hier gilt der besondere Augenmerk auf die beschriebene „Gefahr“, da diese im Rahmen der ASR reduziert bzw. eliminiert werden muss !
Grundlage jeder Planung / Ausführung von Projekten / Arbeiten ist also die GEFAHRENANALYSE zur Gefahrenabwehr !


Kraftbetätigte Tore, z.B. Faltgliedertore, Schiebetore, Sektional-, Drehtore …
Sind an den Schließkanten von ferngesteuerten Toren Schaltleisten und/oder Lichtschranken angebracht, die das Tor beim Auftreffen auf ein Hindernis sofort zum Stillstand bringen?

Sind Laufbahnen von Gegengewichten im Gefahrenbereich verkleidet?

Sind Torflügel, die zum Öffnen angehoben werden, mit einer Fangeinrichtung versehen, die beim Versagen des Tragmittels ein Abstürzen der Flügel verhindert?

Sind Schlupftüren in kraftbetätigten Toren so mit dem Antrieb verkoppelt, dass eine Torbewegung nicht möglich ist, wenn die Schlupftür offen steht?
Anmerkung: Schlupftüren dürfen sich auch nicht unbeabsichtigt öffnen lassen, wenn das Tor in Bewegung ist.

Die Größe der Tore muss so bemessen sein, dass sich Personen zwischen Fahrzeug und festen Teilen der Umgebung nicht quetschen können.

Werden kraftbetätigte Tore und Türen mindestens einmal jährlich von einem Sachkundigen auf ihren sicheren Zustand überprüft?

Tore:
Sind Einrichtungen vorhanden, die nicht kraft-betätigte Torflügel am unbeabsichtigten Zuschlagen hindern?

Preview 05:37
+ Das Seminar
2 lectures 02:44:29

Herzlich willkommen zum ersten Online Seminar für Fach- und Führungskräfte der Torbranche.

Sie befinden sich auf dem Weg zur Fachfortbildung rund um DIN, Norm und ASR1.7

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie alle Informationen zum aktuellen Stand der gültigen Normen zur Erfüllung der Wartung und Prüfung von Toranlagen nach gültiger ASR1.7, welche nur durch Sachkundige ausgeführt werden darf.

Damit auch Sie die nötige Sachkunde vermittelt bekommen, führen wir Sie in diesem Seminar durch die wesentlichen Punkte, die Sie auch zukünftig für die erfolgreiche Ausführung von Prüfung- und Wartungsarbeiten an Toranlagen benötigen.

Als zertifizierter Sachverständiger und Gutachter im Fachbereich der angetriebenen Türen, Tore, Schranken und Parkplatzabsperrungen verfügen wir nicht nur über das nötige Wissen, sondern sind selbst im Tagesgeschäft ständig mit DIN und NORM konfrontiert.

Im stetigen Austausch mit Kollegen der Branche, einem großen Netzwerk von Fachhandelsbetrieben in ganz NRW und Hessen, sind wir seit vielen Jahren ein kompetenter Partner an der Seite des Fachhandel.

Im Anschluss an dieses Seminar, werden Sie zu unserem Online-Test weitergeleitet, nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie im Anschluss direkt Ihr Online-Zertifikat, ein persönliches Teilnehmer-Zertifikat erhalten Sie zusätzlich an die bei der Registrierung hinterlegte E-Mail Adresse.

Viel Erfolg !

Preview 00:54

Sie befinden sich auf dem Weg zur Fachfortbildung rund um die ASR 1.7 !


Aber warum ein Online Seminar werden Sie sich fragen?

Geht das überhaupt ?
Ja, es geht.

Auch im Bereich Seminare ist es unerlässlich, sich dem Wandel der Zeit anzupassen.

Längst sind Online Seminare keine Seltenheit mehr, nur bisher nicht in allen Branchen.

Nun wollen wir auch hier mit der Zeit gehen und neue Wege beschreiten.

Aber warum neue Wege, wenn das bisherige doch immer funktioniert hat ?

Natürlich heißt es nicht, dass es die klassischen vor Ort Seminare nicht mehr geben wird.

Dennoch darf man nicht vergessen, welcher Aufwand, gerade für die Unternehmen,
welche ein Seminar für sich und Ihre Mitarbeiter buchen, betrieben werden muss.

Bei internen Seminaren, welche sicher schon einige Vorteile gegenüber den klassischen externen Seminaren bietet, muss zum einen der Platz für ein Seminar mit mehreren Teilnehmern vorhanden sein.

Die technischen Voraussetzungen sollten gegeben sein, es muss mitunter für Getränke und Snacks gesorgt werden.

Hinzu kommt natürlich der wesentliche Faktor Zeit.

Bei einem vor Ort Seminar, hier muss mit mindestens einem halben Tag für den theoretischen Teil,
sowie einem halben Tag für den praktischen Teil gerechnet werden.

In Summe bedeutet dies einen Ausfall der aktiven Arbeitszeit pro Mitarbeiter - beziehungsweise pro Seminarteilnehmer von einem Arbeitstag !

Da hier, entgegen dem externen Seminar zumindest keine zusätzliche Anreise- und Abreisezeiten,
sowie eventuelle Übernachtungen hinzukommen, ist das interne Seminar hier schon klar im Vorteil.


Aber zurück zum Thema Online Seminar, nun haben wir zumindest den Vergleich zwischen den beiden klassischen Seminar-Varianten.

Vergleichen wir dies nun mit einem Online-Seminar, werden wir schnell feststellen,
hier entstehen keine Ausfallzeiten und zusätzlichen Nebenleistungen.


Das Seminar kann jederzeit auch von zu Hause absolviert werden, keine Snacks, Getränke, Arbeitszeitverluste oder gar Anreisezeiten.


Da natürlich hier auch mit dem minimierten Aufwand die Kosten, für alle Parteien sinken,
wird das Seminar im Vergleich zur klassischen Variante wesentlich günstiger.

Eine reguläre Teilnahme an einem Seminar liegt zwischen 375 Euro bei uns, bis hin zu knapp 980 Euro beim Wettbewerb.

Wobei der Marktschnitt bei rund 450 Euro pro Teilnehmer liegt.

Im Ergebnis sind alle Seminare gleich, der Inhalt ist anhand der Vorgabe von Din und Norm im Torbereich,
sowie der D G V U klar geregelt.


Was spricht also dagegen, genau das benötigte Wissen zum Erlangen der Sachkunde
Online zu erwerben ?

Nichts, denn auch Master und Bachelor Studiengänge sind über Fernkurse zu bekommen.

Zum Abschluss des Seminars gibt es einen typischen Seminartest, die „Schummel“- Quote ist hierbei gleich null.

Das System fragt bei jedem Teilnehmer, die Fragen und Antworten in unterschiedlicher Reihenfolge ab.


Aber nun zum Ablauf und Aufbau des Online Seminar.

Auf den folgenden Seiten, erhalten Sie alle Informationen, zum aktuellen Stand, der gültigen Normen, zur Erfüllung der Wartung und Prüfung von Toranlagen, nach gültiger ASR 1.7, welche nur durch Sachkundige ausgeführt werden darf.

Damit auch Sie, die nötige Sachkunde vermittelt bekommen, führen wir Sie in diesem Seminar, durch die wesentlichen Punkte, die Sie auch zukünftig, für die erfolgreiche Ausführung, von Prüfung- und Wartungsarbeiten, an Toranlagen benötigen.

Als zertifizierter, Sachverständiger und Gutachter, im Fachbereich der angetriebenen Türen, Tore,, Schranken und Parkplatzabsperrungen, verfügen wir nicht nur, über das nötige Wissen, sondern sind selbst im Tagesgeschäft, ständig, mit der Einhaltung von Normen konfrontiert.

Im stetigen Austausch, mit Kollegen der Branche, einem großen Netzwerk, von Fachhandelsbetrieben in ganz N R W und Hessen, sind wir seit vielen Jahren, ein kompetenter Partner an der Seite des Fachhandels.

Im Anschluss, an dieses Seminar, werden Sie, zu unserem Onlinetest weitergeleitet, nach erfolgreicher Teilnahme, erhalten Sie im Anschluss direkt Ihr Online-Zertifikat.

Ein, persönliches Teilnehmer-Zertifikat, erhalten Sie zusätzlich, an die bei der Registrierung hinterlegte E-Mail Adresse.

Vielen Dank und Viel Erfolg !

Preview 02:43:35
+ Ergänzende Unterlagen zur Dokumentation
7 lectures 06:47

Ein Prüfbuch ist in der Bundesrepublik Deutschland ein Instrument im betrieblichen Arbeitsschutz. Es dient der Dokumentation der regelmäßigen Durchführung von Prüfung, Überwachung und Kontrolle der ordnungsgemäßen und sicheren Funktion von technischen Einrichtungen und Gerätschaften in Betrieben. Diese Kontrolle wird als Sachkundeprüfung bezeichnet und umgangssprachlich oft als „TÜV“ – in Anlehnung an die jährliche Hauptuntersuchung von PKW – genannt. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden im Prüfbuch festgehalten.

Prüfbuch Garagentore
00:57
  • Die UVV-Prüfung ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Instandhaltung Ihrer Schrankenanlagen.

  • Er beurteilt den Ist-Zustand Ihrer Anlagen wie Schranke, Tor, Tür, sowie deren Komponenten und Funktionen.

  • Die sicherheitstechnische UVV-Prüfung, Inspektion darf nur durch Sachkundige durchgeführt werden.

  • Die staatliche Arbeitsstättenregel “Tore und Türen‿ ASR A1.7, alt BGR 232 und die Produktnorm Tore DIN EN 13241-1 schreibt für gewerbliche und öffentlich betriebene Tür- und Toranlagen, Schranken, mindestens einmal jährlich eine UVV-Prüfung vor. Kommt der Betreiber dieser Prüfpflicht seiner Anlagen nicht nach, sind Gewerbeaufsichtsämter zusammen mit den Arbeitsschutzbehörden und Berufsgenossenschaften dazu berechtigt, diese Anlage vollständig still zu legen.

  • Wenn es dann dadurch zu einen Unfall kommt, z.B. mit einer ungeprüften Tor-Anlage, Schrankenanlage, Schiebetore, Hoftore, Sektionaltor, Rolltor, Spiraltor, Brandschutz-Tore, Automatiktüren kommt, kann das ganz schnell als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt werden. Dann zahlt keine Versicherung, sondern der Betreiber haftet mit seinem Privatvermögen.

  • Die Prüfung erfolgt gemäß ASR A 1.7, (alt BGR 232), DIN 18650, DIN 14677, DIBT, LBO und den gesetzlichen Grundlagen.

Die Ergebnisse der Prüfung und Wartung sind in einem Prüfbuch zu dokumentieren, dies finden Sie im Anhang an diese Lektion.

Prüfbuch Schranken
00:42

Das Prüfbuch

Der Begriff Buch ist dabei nicht zwingend wörtlich als gebundenes Werk zu verstehen. Sowohl Form, zeitliche Vorgaben und Inhalt unterliegen diversen unterschiedlichen Regelungen. Daher sind teils auch kontinuierliche Loseblattsammlung zulässig. Das Prüfbuch regelt auch alle Details der Durchführung der Überprüfung und ist auf Verlangen Behörden – etwa der Staatsanwaltschaft bei Ermittlungen nach schweren Arbeitsunfällen – vorzulegen. Der Unternehmer ist für Aufbewahrung und Führung des Prüfbuches zuständig, kann diese Aufgabe aber im Einzelfall an Beauftragte delegieren.

Prüfbuch Drehtore
01:16

Die DGUV "Vorschrift 1 - Grundsätze der Prävention" enthält die Unfallverhütungsvorschriften mit den Grundlagen der Vorbeugung von Unfällen im betrieblichen Alltag. Aus den § 2 und § 3 ergibt sich die Verpflichtung des Unternehmers Arbeitsschutzmaßnahmen zu planen, durchzuführen und diese zu dokumentieren. Nach § 3 Abs. 3 der Betriebssicherheitsverordnung hat ein Arbeitgeber Art, Umfang und Fristen von erforderlichen Prüfungen der Arbeitsmittel zu erfassen. Durch diese regelmäßigen Überprüfungen sollen sicherheitstechnische Mängel systematisch erfasst und abgestellt werden, um so Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu minimieren. Im Arbeitsschutzgesetz verpflichten § 3 und § 6 ebenfalls den Unternehmer Arbeitsschutzmaßnahmen zu ergreifen und diese zu dokumentieren. Aus alle dem ergibt sich für bestimmte technische Einrichtungen und Gerätschaften das Anlegen und Führen eines Prüfbuch

Prüfbuch Rolltore- und Gitter
01:03

Die ordnungsgemäße sichere Funktion der Gerätschaft wird durch eine befähigte Person – den Sachkundigen – in der sogenannten Sachkundeprüfung sichergestellt. Dabei sind Details der Kontrolle wie Art, Umfang oder Häufigkeit im Prüfbuch festgelegt. Die formalen Qualifikationen der Personen, welche mit der Durchführung der Prüfung sowie deren Dokumentation im Prüfbuch betraut sind, ist von Fall zu Fall unterschiedlich geregelt. Inhalt des Prüfbuches und die Anforderungsprofile der Sachkundigen sind dem jeweils zuständigen Regelwerken zu entnehmen.

Prüfbuch aut. Türen
01:03

Grundlagen für die Prüfung von kraftbetätigten Toren

Die sicherheitstechnischen Anforderungen und Prüfverfahren für Bau und Ausrüstung von kraftbetätigten Toren sind in europäischen Normen festgelegt, die die allgemeinen Anforderungen der europäischen Maschinen-Richtlinie konkretisieren. Diese sind insbesondere:

DIN EN 12604 Tore; Mechanische Aspekte; Anforderungen,

gültig ab 1. November 2000;

DIN EN 12605 Tore; Mechanische Aspekte; Prüfverfahren,

gültig ab 1. November 2000;

DIN EN 12453 Tore; Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore; Anforderungen,

gültig ab 1. Juni 2001;

DIN EN 12445 Tore; Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore; Prüfverfahren,

gültig ab 1. Juni 2001;

DIN EN 12635 Tore; Einbau und Nutzung,

gültig ab 1. November 2002.

Für kraftbetätigte Tore, die vor dem 1. November 2000 bzw. 1. Juni 2001 in Verkehr gebracht worden sind, gelten weiterhin die Festlegungen dieser Richtlinien. In den Normen ist keine Nachrüstung bestehender Anlagen gefordert, die vor den vorstehend genannten Stichtagen bereits in Verkehr gebracht waren.

Prüfbuch kraftbetätigte Tore nach EN12635vv
01:12

Maschine ist nicht gleich Maschine

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Maschinen:


Eine unvollständige Maschine wird mit einer Einbauerklärung ausgeliefert und erfüllt an sich noch keine bestimmte Funktion.

Eine vollständige Maschine hingegen ist auf ihre bestimmungsgemäße Verwendung bezogen voll funktionsfähig, wenn man Sie nur noch mit einer Energieversorgung verbinden muss. Sie ist an ihrem fest angebrachten CE-Zeichen und einer ausgestellten EG-Konformitätserklärung zu erkennen.

Bei der Verkettung der unvollständigen Maschinen mit einer bereits existierenden, CE-gekennzeichneten Maschine, ist es wichtig zu prüfen, ob sich durch die Verkettung wesentliche Änderungen an der Maschine insgesamt ergeben.


Ist dies der Fall, muss das CE-Zertifizierungsverfahren für die gesamte Maschine oder Anlage neu durchgeführt werden. Ergeben sich keine wesentlichen Änderungen, reicht es, die Risiken an den Schnittstellen zu beurteilen. Außerdem sind die technischen Unterlagen um die entsprechenden Textpassagen zu erweitern.

Die EG-Konformitätserklärung
00:32
+ Ergänzende Unterlagen DIN und Norm
3 lectures 05:39

Wann werden Türen, Tore und Fenster überhaupt zu einer Maschine nach MRL ?

Sobald die Produktgruppen mit einem Antriebssystem zusammen gebracht werden.

Der Antrieb/Motor selbst ist eine „unvollständige Maschine“ da Sie für sich selbst keine Funktion erfüllen
kann -> Fazit, ein Antrieb ohne Tor, treibt kein Tor an (Tor-An-Trieb) !


Werden im Rahmen der Montage nun der Antrieb und Tor zusammen gebracht/montiert, entsteht kraft
Definition eine Maschine und unterliegt der MRL 2006/42/EG !

Benötigte Dokumente/Kennzeichnungen:

EG –Konfirmitätserklärung n. Anhang II 1.A

CE-Kennzeichnung nach Anhang III

Einbauerklärung nach Anhang II 1.B


Eine ursprünglich handbetätigte Tür-, Tor-, Fensteranlage, die nachträglich mit einem Antrieb versehen
wird, ist eine Maschine im Sinner der MRL (MaschinenRichtLinie) !

- Der Anbau eines Antriebes stellt eine „wesentliche Veränderung“ der handbetätigten Anlage dar !

- Die Anlage muss auf den Stand der Technik gebracht werden ( DIN EN13241-1)
   z.B. einzelne Zugfedern müssen durch Federpakete ersetzt werden !

- Der Monteur / Montagebetrieb des Antrieb wird zum Hersteller der neu entstandenen Maschine !

- Daraus entsteht die Verpflichtung zur Erstellung eines Prüfbuch mit EG-Konformitätserklärung nach MRL
  und Anbringung der CE-Kennzeichnung ! ( eventuell alte CE-Kennzeichnungen sind zu entfernen !)

- Jede Maschine muss über eine NOT-HALT-Befehlsgerät verfügen (ehem. Not-Aus) oder eine
  Sicherheitseinrichtung / Konstruktion, die eine erneute, selbstständige Inbetriebnahme nach Freigabe
  verhindert, welche dauerhaft geschaltet ist (unabhängig der Betriebsart verfügbar)
  z.B. Lichtschranke ( Voreilend/Mitfahrend ) schaltet nicht in Standby


Was – wann – wie ?

Neue kraftbetätigte Tore --> CE-Kennzeichnung nach EN13241-1
Mit Antrieb nachgerüstet --> CE-Kennzeichnung nach MRL
Kraftbetätigte Türen --> CE-Kennzeichen nach MRL

Die EG Maschinen-Richtlinie MRL
01:04

Kein Bestandsschutz bei älteren kraftbetätigten Toranlagen

Betreiber von älteren kraftbetätigten Toranlagen berufen sich oftmals auf den Bestandsschutz, um Nachrüstungen an ihren Toranlagen zu vermeiden. Gerade auch dann, wenn diese Toranlage nach dem heutigen Stand der Technik und des Personenschutzes nicht mehr sicher ist und eine Nachrüstung bzw. sogar ein Austausch der kompletten Toranlage notwendig wäre.


Es ist für den Betreiber von Toranlagen wichtig zu wissen, dass er die Verantwortung für den sicheren Betrieb der Toranlage trägt. Das schließt die Durchführung regelmäßiger Prüfungen und Wartungen gemäß den Vorgaben des Torherstellers ein. Oft genannte Argumente von Betreibern, dass eine Gefährdung unwahrscheinlich und somit eine Nachrüstung der Toranlage überflüssig sei, oder eine Nachrüstung nicht im Verhältnis zu den Kosten stände, sind gefährlich kurzfristig gedacht.


Fakt ist, dass es unterschiedliche Rechtsvorschriften im Bauplanungs-/Bauordnungsrecht gibt, die den Bestandsschutz von Gebäuden und Grundstücken festlegen. Den Bestandsschutz vom Gebäude auf das Bauprodukt zu übertragen ist jedoch juristisch nicht eindeutig geregelt. Darüber hinaus gibt es auch erheblich rechtliche Unsicherheiten zum Umfang der bauordnungs- und haftungsrechtlichen Instandhaltungs- und Verkehrssicherungspflicht.


Sicher ist aber, dass durch die stetige Nach- bzw. Umrüstung der Toranlage auf den aktuellen Sicherheitsstand Unfallrisiken und somit eine drohende Haftung des Betreibers wegen der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vermieden werden kann.


Aktuelle Rechtsvorschriften und technische Regeln (europäische Normen, z.B. EN 13241-1 und Richtlinien), die das Inverkehrbringen von Toranlagen definieren, haben bewirkt, dass Toranlagen sicherer geworden sind. Es ist mehr als ratsam, diese Regeln auch heranzuziehen, wenn es darum geht, den dauerhaft sicheren Betrieb einer Toranlage sicherzustellen, denn der Betreiber ist rechtlich verpflichtet, die Toranlage - ob im privaten oder gewerblichen Bereich - in einem (verkehrs-)sicheren Zustand zu erhalten. Im Schadensfall, der sich z.B. durch den Betrieb einer sicherheitstechnisch veralteten Toranlage ergeben kann, muss der Betreiber mit zivilrechtlichen Folgen rechnen. Deshalb müssen alle zu treffenden Maßnahmen ganz klar darauf abzielen, die Risiken beim Betrieb einer Toranlage während ihrer Lebensdauer zu beseitigen und dauerhaft zu vermeiden.


Gerade mit der Veröffentlichung europäischer Tornormen ab 2000/2001, die die Sicherheitsanforderungen an Toranlagen - z.B. im Hinblick auf Scher- und/oder Einzugsstellen, Kraftbegrenzung und Reversieren von Antriebssystemen, Absicherungsmaßnahmen (Lichtschranke, Kontaktleisten o.ä.) usw. - klar definieren, wird eine eindeutige Grenzlinie für ältere Toranlagen gesetzt. Hiermit wird deutlich, dass der Betreiber gut beraten ist, seine Toranlage immer auf dem aktuellen Stand der (Sicherheits-)Technik zu halten und regelmäßig - mindestens einmal jährlich - überprüfen zu lassen.


Toranlagen, die vor 2000 / 2001 in Verkehr gebracht wurden,

... können bei einer Nachrüstung auf den aktuellen Stand der Technik bereits erhebliche Schwierigkeiten bereiten. Hier sollte gegebenenfalls sogar der Austausch des alten Tores durch eine moderne und sichere Toranlage erwogen werden.


Toranlagen, die nach 2001 in Verkehr gebracht wurden,

... sollten - falls notwendig - leicht auf den aktuellen Stand der Technik nachzurüsten sein. Eine regelmäßige Wartung - am besten durch einen Wartungsvertrag wie ihn der ttz empfiehlt - lässt den sicheren Betrieb während des gesamten Lebenszyklus der Toranlage erwarten.


Fazit: Das sichere Tor ist das Ziel. Möglicher Bestandsschutz ist kein Freibrief für den Betreiber seine Pflichten zu vernachlässigen.

Bestandsschutz und der sichere Umgang mit Toranlagen
01:58

Nicht nur eine Frage der Haftung: Sind alte Toranlagen sicher genug?

Mit der europaweit verbindlichen Einführung der Toreproduktnorm DIN EN 13241-1 in 2005 sind hohe Sicherheitsanforderungen für alle Arten von Toren und Schranken festgelegt, die für den Durchgang bzw. die Durchfahrt von Personen und Fahrzeugen gedacht sind. Die Anforderungen, die gleichermaßen für den privaten wie für den industriellen/gewerblichen und öffentlichen Bereich gelten, beziehen sich allerdings "nur" auf das In-Verkehr-Bringen von neuen Toranlagen.

Was ist aber bei Toren und Schranken zu beachten, die vor dem 1.5.2005 installiert worden sind?

Diese Frage stellt sich vor allem dann, wenn schwere Unfälle mit einer Toranlage zu beklagen sind - wie z.B. Anfang März 2007 in Hamburg. Hier hatte sich ein siebenjähriger Junge beim Spielen in einer Tiefgarage auf das Rollgitter gestellt, das den Zugangsbereich der Garage abschließt. Beim Hochfahren des Tores wurde das Kind in die Wickelwelle eingezogen. Trotz schwerer Verletzungen hat der Junge glücklicherweise das Unglück überlebt.

Hätte der Unfall vermieden werden können?

Zunächst einmal ist alles dafür zu tun, dass solch gefährliche Situationen gar nicht erst entstehen können. Das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) spricht hier von "vorhersehbarer Fehlanwendung." Das bedeutet, dass - ebenso wie im Straßenverkehr - die Eltern ihre Kinder auf die möglichen Gefahren bei der Benutzung einer solchen Toranlage hinweisen müssen. In dem konkreten Fall gab es dazu sogar ein Rundschreiben des Betreibers an die umliegenden Haushalte, in dem davor gewarnt wurde, Kinder in der Tiefgarage spielen zu lassen.

Darüber hinaus ist allerdings auch der Sicherheitszustand der Toranlage zu betrachten: Das 13 Jahre alte Rollgitter wurde erst vor wenigen Jahren mit einem neuen Antriebssystem nachgerüstet. Nach Angaben des zuständigen Serviceunternehmens ist die Toranlage mit einer mechanischen Einzugssicherung ausgestattet und wurde jährlich gewartet.

Wie ist hier die Rechtslage zu beurteilen? Ist jegliche Haftung für Betreiber und/oder Wartungsdienst auszuschließen?

Zur Klärung dieser Fragen sind mehrere Aspekte zu berücksichtigen: Die Toranlage ist 13 Jahre alt und fällt damit noch nicht unter den Geltungsbereich der Maschinenrichtlinie. Nun ist das Rollgitter aber mit einem neuen Antriebssystem ausgerüstet worden. Ist damit gemäß GPSG der Tatbestand einer "wesentlichen Veränderung" gegeben, was gleichbedeutend wäre mit einem Neu-In-Verkehr-Bringen des Produktes?

Nach gängiger Rechtsauffassung ist hier nicht von einer wesentlichen Veränderung auszugehen. Nur wenn durch den Umbau neue Risiken entstehen oder bestehende Risiken vergrößert werden, gilt die Toranlage als neu in Verkehr gebracht. Bleibt das Gefährdungspotenzial gleich oder wird es verringert, liegt keine wesentliche Veränderung vor, da die neue Technik keine Risiken geschaffen sondern möglicherweise sogar verringert hat.

Neben den maschinenrechtlichen Anforderungen ist auch das Baurecht zu berücksichtigen. Gemäß den technischen Prüfverordnungen der Länder sind kraftbetätigte Tore einmal jährlich durch einen Sachkundigen zu überprüfen. Dieses scheint in dem vorliegenden Fall offensichtlich erfolgt zu sein. Die Sicherheitsüberprüfung ist in dem dafür vorgesehenen Prüfbuch zu dokumentieren. Sollten bei der Sicherheitsüberprüfung Mängel festgestellt werden, ist der Betreiber bzw. Auftraggeber darüber zu informieren. Bezüglich der Frage, ob der Unfall zu vermeiden gewesen wäre, ist demnach hier zu klären, ob an der Toranlage ein für den Unfall relevanter Mangel vorlag, den der Sachkundige hätte erkennen müssen.

Was ist zukünftig zu tun?

Im Interesse aller Beteiligten sind mögliche Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit kraftbetätigten Toren so weit als möglich auszuschließen - ganz gleich ob es sich um eine Neuanlage oder eine Anlage im Bestand handelt. Insbesondere bei Altanlagen kommt dem Sachkundigen eine Schlüsselfunktion zu. Kraft seiner Fachkompetenz hat er bei jeder Sicherheitsüberprüfung und Wartung genau zu kontrollieren, ob kein zusätzliches Gefährdungspotenzial entstanden ist. Wenn Risiken erkannt werden, ist der Betreiber unbedingt darauf hinzuweisen, ggf. verbunden mit einem Vorschlag / Angebot zur Beseitigung. Dies gilt gleichermaßen, wenn neue Technologien zur Absicherung von Gefahrstellen auf dem Markt verfügbar sind, mit denen der Sicherheitsstandard der Toranlage erhöht werden könnte. Hier sollte man den Betreiber ebenfalls auf die Möglichkeit der Nachrüstung aufmerksam machen. In beiden Fällen profiliert sich das Serviceunternehmen durch Fachkompetenz und kann ggf. ein Zusatzgeschäft bzw. einen neuen Auftrag für sich verbuchen.

Sind alte Toranlagen sicher genug ?
02:36
+ Ergänzende Unterlagen - Dokumentation
3 lectures 07:29

Tooor! Beim Fußball soll es fallen – im Betrieb muss es sicher öffnen und schließen. Doch das funktioniert nicht immer reibungsfrei: Mehr als fünfzig Unfälle, die mehrere Tage Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen, ereignen sich täglich mit Türen oder Toren. Wie es dazu kommt und was dagegen zu tun ist, zeigt dieser Beitrag.


Auf den Werbeflächen der Fußballstadien kann man es oft lesen: „Wir machen das Tor“. Gemeint ist nicht der ersehnte Anschlusstreffer des Lieblingsvereins, sondern hier wirbt ein Torhersteller zum Beispiel für seine Roll- und Sektionaltore. Solche Tore sind heute moderne Produkte (Maschinen), für die es Sicherheitsvorschriften in Normen und staatlichen Regeln gibt. Im Normalfall nehmen wir beim Durchschreiten eines kraftbetätigten Tores nicht bewusst wahr, welch ausgeklügelte Technik zum Öffnen und Schließen dahintersteckt. Dennoch: An jedem Arbeitstag ereignen sich deutschlandweit durchschnittlich mehr als fünfzig Unfälle mit Türen oder Toren, die für die Betroffenen mindestens drei Tage Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen.


Wie kommt es dazu und was kann jeder einzelne Torbetreiber tun, um solche Unfälle zu verhindern? Wenn Tore alt und/oder unzureichend abgesichert sind, kann es zu Verletzungen kommen, die von Prellungen über Handverletzungen bis zu starken Quetschungen reichen.

Prüfvorlage - die Grundlagen der Dokumentation
03:28

Betriebsanweisungen: Die häufigsten Fragen und deren Antworten

Betriebsanweisungen sind verpflichtend für den Arbeitgeber und verbindlich für seine Beschäftigten. Trotz kursierender Mustervorlagen bleibt nicht nur für Arbeitsschutz-Neulinge manches unklar. Lesen Sie im Folgenden die Antworten auf die wichtigsten Fragen.


Wer muss die Betriebsanweisungen erstellen?

Betriebsanweisungen bereitzustellen ist Pflicht des Arbeitgebers. Dieser wird diese Aufgabe in vielen Fällen an Führungskräfte delegieren.

Vorlage Betriebsanweisungen
03:04

Schritt 1: Zuerst sollte sich der Fachmann einige Fragen stellen: Öffnet das Tor vertikal oder horizontal? Hat das Tor eine Lichtschranke und ragt diese in den Messbereich? Ist dies der Fall, muss der Metallbauer die Lichtschranke für die Dauer der Messung „überbrücken“. Bei einem durchgehenden Licht schleier der Kategorie E ist keine Messung erforderlich.

Schritt 2: Die Schließkante muss sauber auf dem Messgerät aufsitzen. Bei schiefen Ebenen muss der Praktiker z.B. einen Holzkeil oder eine Winkelverlängerung (Microtronics) einsetzen, um die Kräfte sauber in die Messkeule einzuleiten.

Schritt 3: Die ASR 1.7 schreibt drei Messpunkte vor: bei von oben nach unten öffnenden Toren (z.B. Sektionaltor, Rolltor, Kipptor) jeweils ein Mal 20 Zentimeter von der Außenkante rechts und links und ein Mal in der Tormitte. Pro Punkt misst der Prüfer jeweils dreimal. Die richtige Höhe hält der Anwender mit dem Einsatz des mitgelieferten Standbeins automatisch ein – sie liegt bei 300 Millimeter der Öffnungshöhe. Eine oft nicht ausreichende Dokumentation ist die Messung bis 2500mm zu sichernder Gefahrenbereich !

Schritt 4: Den Mittelwert der Prüfungen notiert der Fachmann direkt im passenden Prüfprotokoll oder auf einem Block des Messkeulen-Herstellers. Das Ergebnis darf 400 Newton nicht überschreiten. Zudem muss das Tor anhalten und innerhalb von 0,75 Sekunden reversieren, also wieder hochfahren. Auch diesen Wert registriert die Messkeule. Wird der Wert überschritten, blinkt ein Punkt an dem Gerät. Die notierten Werte heftet der Prüfer an das Prüfprotokoll an. Bei der Prüfung im Zuge eines Sachverständigen-Auftrags dokumentiert Heidrich die Ergebnisse noch zusätzlich mit Fotos.

Schritt 5: Danach muss der Experte das Ergebnis bewerten. Bei Kräften bis zirka 550 Newton kann der Fachmann mit dem Nachstellen von Federn und anderen Parametern die geforderten 400 Newton erreichen. Bei gemessenen Kräften zwischen 600 und 1.000 Newton muss er meist eine neue Kontaktleiste mit einem stärkeren Gummi einbauen, um die auftretenden Kräfte besser abzubauen. Bei höheren Kräften bleibt oft nur der Griff zum neuen Tor.

Alternative: Bei einem vertikal öffnenden Tor wie einem Hofschiebetor hängen die Messpunkte sehr stark von der Ausführung des Modells mit Torhöhe, Schienensystemen und Pfosten ab. Anhaltspunkte dazu liefern Fachpublikationen wie z.B. das Schulungsheft „Check-Up für Tore“ vom Bundesverband Tore (BVT) oder Anleitungen der Hersteller von Messkeulen.

Eine Zusammenfassung - so sorgen Sie für den sicheren Betrieb einer Toranlage
00:56
+ Die Prüfung
0 lectures 00:00

Zum Abschluss müssen 75% der Fragen korrekt beantwortet werden.

Online-Prüfung
55 questions