
Innere Konflikte, negative Gefühle und Probleme, die wir tief in uns vergraben, werden als die Schattenanteile unserer Persönlichkeit oder Dämonen bezeichnet.
In dieser Lektion erfährst du, was der Psychoanalytiker C.G. Jung über diese negativen Energien lehrte und dass wir emotionale Probleme wie Ängste, Unzufriedenheit, Essstörungen und nagende Gedanken erfolgreich bewältigen können.
Weitergehende Informationen, nicht unbedingt notwendig für die erfolgreiche Schattentherapie, aber für interessierte Kursteilnehmer interessant:
Schattenprojektion
Zunächst wird der eigene Schatten gewöhnlich negiert oder aber auf Personen und Objekte außerhalb des eigenen Ichs projiziert. Unbewusste Schattenprojektionen auf den jeweils anderen Menschen sind typische Elemente persönlicher Konflikte.
Die Bewusstmachung dieser unwillkürlichen Schattenprojektionen kann daher die Möglichkeiten einer Konfliktlösung massiv verbessern, was in diesem Kurs auch praktiziert wird.
Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schatten, seine Integration in die Gesamtpersönlichkeit, zählt nach Jung deswegen zu den zentralen Aufgaben des menschlichen Reifeprozesses und stellt einen unabdingbaren Schritt auf dem Weg zur Ganzwerdung (Individuation) dar. Als vorwiegend moralisches Problem fordert sie vom Individuum beträchtliche seelische Leistungen. Häufig ist sie auch Gegenstand der Psychotherapie (z. B. Psychoanalyse), wo in einem geschützten Rahmen die weitverbreitete "Angst vor dem eigenen Schatten" überwunden werden kann; zu diesem Schritt kann auch die bekannte Wendung „über seinen Schatten springen“ passen.
Die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen, in Träumen oft drastisch augenfällig aufgezeigten Schatten bei sich selbst ist nach Jung sehr gewinnbringend, denn: "Es ist oft tragisch zu sehen, auf wie durchsichtige Weise ein Mensch sich selber und andern das Leben verpfuscht, aber um alles in der Welt nicht einsehen kann, inwiefern die ganze Tragödie von ihm selber ausgeht und von ihm selber immer wieder aufs Neue genährt und unterhalten wird." Gewöhnlich jedoch führen nicht integrierte Schattenseiten zu ihrer Projektion auf andere Personen oder Gruppen. Auf diese Weise entstehen unter anderem Vorurteile, aber auch das bekannte „Sündenbock“-Syndrom und Phänomene wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus oder auch Homophobie. Auch die Idee des Teufels kann mitunter mit der Projektion des Schattens nach außen erklärt werden.
Nach ihrer Verdrängung in das Unbewusste – bzw. der Vermeidung, dass ein archetypisch bedingter Schatten bewusster werden darf – entfalten die negativen Züge der eigenen Persönlichkeit meist erhebliche Dynamik und Wirksamkeit. Dies bricht sich nach Jung zum einen in entsprechenden (Alb-)Träumen des Betreffenden Bahn; es kann zu Angst- und Zwangsneurosen führen.
Unsere Gesellschaft und die westlichen Religionen sind von Geschichten beeinflusst, die den Eindruck erwecken, dass Superhelden Probleme am besten lösen, indem sie mit aller Kraft gegen Feinde und Dämonen kämpfen. Dies geht auf die frühesten Schriften zurück, wie die Geschichte von David und Goliath oder die griechische Mythologie.
Wir wachsen mit diesen Vorbildern auf, die unser eigenes Denken und Verhalten prägen.
In dieser Lektion lernen wir, dieses Muster anhand einer Geschichte aus "Die zwölf Mühen des Herakles" zu erkennen.
Hier die Geschichte von Herkules zum nachlesen:
Herkules machte sich auf den Weg, um die neunköpfige Bedrohung zu jagen, aber er ging nicht allein. Sein treuer Neffe, Iolaus, war an seiner Seite.
So fuhren die beiden nach Lerna und entdeckten bei den Quellen von Amymone die Höhle der abscheulichen Hydra.
Zuerst lockte Herkules die Kreatur aus ihrer sicheren Höhle, indem er sie mit flammenden Pfeilen beschoss. Sobald die Hydra auftauchte, ergriff Herkules sie. Das Ungeheuer war jedoch nicht so leicht außer sich, denn es wickelte eine seiner Tentakel um Herkules' Fuß und machte es dem Helden unmöglich zu entkommen. Mit seiner Keule griff Herkules die vielen Köpfe der Hydra an, aber sobald er einen Kopf zerschlug, brachen zwei weitere an seiner Stelle hervor! Zu allem Übel hatte die Hydra auch noch einen Freund: eine riesige Krabbe begann, in den gefangenen Fuß von Herkules zu beißen. Schnell entledigte sich Herkules dieser Plage, wahrscheinlich mit einem schnellen Schlag seiner Keule, und rief Iolaus an, ihm aus dieser verzwickten Situation zu helfen.
Jedes Mal, wenn Herkules einen der Köpfe der Hydra zerschlug, hielt Iolaus eine Fackel an die kopflosen Sehnen des Halses. Die Flammen verhinderten das Wachstum von Ersatzköpfen, und schließlich hatte Herkules die Oberhand über das Biest. Nachdem er die acht sterblichen Köpfe entfernt und zerstört hatte, hackte Herkules den neunten, unsterblichen Kopf ab. Den unsterblichen Kopf der Hydra vergrub er im Straßengraben und zur Sicherheit bedeckte er ihn mit einem schweren Stein und betrachtete das Ungeheuer als besiegt und seine Aufgabe als erfüllt.
Aber was für einen Sieg hat Herkules errungen?
Hat er den Feind tatsächlich vernichtet, oder hat er ihn nur unterdrückt?
Das unsterbliche Haupt der Hydra, die unbändige Macht ihrer geballten Energie, zischt weiter unter dem Felsblock und kann jederzeit wieder aufleben, wenn die Umstände günstig sind.
Emotionen sind Gedanken, die körperlich werden.
Traurigkeit bringt uns zum Weinen, Glück bringt uns zum Lachen und Verlegenheit lässt uns erröten.
Aber nicht alle Emotionen sind so offensichtlich. Es braucht Übung, um herauszufinden, wo Angst, Furcht, Einsamkeit oder Traurigkeit in unserem Körper sitzen.
Wenn wir diesen negativen Emotionen keine liebevolle Aufmerksamkeit schenken, werden sie sich als körperliche Symptome und Krankheiten in unserem Körper zeigen.
Beschreibung der Übung:
Schließe die Augen und mach 9 Atemzüge, wobei du jedes mal langsam und tief ausatmest.
Stelle dir während der ersten drei Atemzüge beim Einatmen vor, der Atem würde jede physische Anspannung im Körper finden und lasse diese Anspannung beim Ausatmen los.
Atme während der zweiten Folge der drei Atemzüge in alle emotionalen Spannungen hinein, fühle Sie, wo im Körper sie sitzen und löse Sie beim Ausatmen auf. Atme zuletzt in die mentalen Spannungen hinein, fühle, wo im Körper sich Nervousität, Sorgen oder mentale Blockaden festgesetzt haben und löse sie beim Ausatmen auf.
Wir machen das nun gemeinsam.
Wir beginnen damit, die Augen zu schließen und die Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken und dann in jede körperliche Spannung hineinzuatmen, die du in deinem Körper hältst.
Atme in die körperlichen Spannungen hinein und lasse sie mit dem Ausatmen los.
Spüre, wo du eine körperliche Spannung in deinem Körper spürst, atme hinein, stelle dir vor, dass der Atem dorthin geht und lasse ihn mit dem Ausatmen los.
Und nun nimm die emotionalen Spannungen wahr, die du hältst, emotionale Spannung in deinem Körper.
Atme in sie hinein und lasse sie beim Ausatmen los.
Atme in diese emotionale Spannung hinein und lasse sie beim Ausatmen los.
Und nun die mentale Spannung. Irgendwelche Sorgen oder Gedanken, die es dir schwer machen, im Moment ganz präsent zu sein.
Nimm wahr, wo du mentale Spannung in deinem Körper hältst, atme in sie hinein und erlaube ihr, sich mit dem Ausatmen zu lösen.
Atme in deine mentale Spannung hinein und lasse sie sanft los.
Machig Labdrön, geboren im Jahr 1055 in Tibet, ist die Begründerin der Praxis des "Dämonenfütterns", die ihr den Weg zur Begründerin der tibetisch-buddhistischen Mahamudrā Chöd-Linien ebnete.
Die Methode ermöglicht es, die negativen Energien, wie Angst, Depression oder Krankheit freizusetzen und in positive zu verwandeln.
Den Schatten, der auf uns lastet bewusst zu machen, reduziert seine Zerstörungskraft und setzt die in ihm gespeicherte Lebensenergie frei. Indem wir uns mit dem anfreunden, was uns am meisten ängstigt und Energie abverlangt, finden wir zu unserer tiefsten Weisheit.
Denn wenn wir unsere Dämonen leugnen oder bekämpfen, geben wir ihnen nur mehr Energie. Wenn wir sie dagegen annehmen und ihnen liebevolle Aufmerksamkeit schenken, können wir sie auflösen.
Östliche Philosophien sind in den letzten Jahren zugänglicher geworden und fesseln uns mit Geschichten und Mythen, die uns eine andere Perspektive bieten, wie wir mit unserem Leben umgehen können.
In dieser Lektion lernen wir die Legende von Machig Labdrön und dem Naga-Dämon kennen als Gegenentwurf zur Geschichte über von Herkules und der Hydra.
Dies gibt uns einen ersten Einblick in gewaltfreie Wege, mit Problemen umzugehen.
Dies ist die Geschichte über das Füttern statt Kämpfen, das zugrunde liegende Paradigma der Dämonenfütterung zum Nachlesen:
Die Sage, die erzählt wird berichtet davon, wie sie in einem Zustand von tiefer Meditation beginnt zu schwaben. Durch die Tempelwände, hinaus in die Luft und schließlich hoch in einen Baum, der am Rande eines Sees steht. Der Baum gehört zum See und dieser einem grimmigen Naga-Dämon oder Wassergeist.
Nagas sind launische mystische Schlangenwesen, den Unannehmlichkeiten und Krankheiten verursachen können, wenn sie gestört werden. Sie können aber auch Schatzhüter und beschützer sein, wenn sie günstig gestimmt werden.
Dieser Naga war so schreckenerregend, dass die Einheimischen den Weiher nicht einmal anzuschauen wagten, geschweige denn, sich ihm zu nähern.
Machig Labdrön ljedoch landete auf dem Baum genau über dem Weiher und blieb dort in Meditation versunken sitzen.
Dies war eine unerhörte Provokation des Dämons.
Der Wassergeist betrachtete die Ankunft der jungen Machig als direkten Angriff. Er näherte sich ihr drohend, aber sie meditierte weiter, ohne Angst zu zeigen.
Andere im Dorf würden den Baum nicht einmal ansehen, geschweige berühren oder sich nackt auf dessen Zweige niederlassen.
Verärgert über ihre Respektlosigkeit gegenüber seinem Territorium versammelt der Naga eine Armee wilder Nagas, die einen Angriff auf das nackte Mädchen starten, das in völliger Gelassenheit im Baum sitzt. Anstatt zu fliehen oder anzugreifen, dreht sich Machig stattdessen um und bietet den Nagas ihren Körper als Nahrungsopfer für die Geister an.
Die Angriffslust der Nagas verpufft.
Verblüfft schwören die Nagas Machig ihre Treue und ewigen Schutz.
Bevor wir die gesamte Übung in einem Stück gemeinsam machen, führe ich dich heute durch den zweiten Teil der Übung: Lerne deinen Dämonen zu visualisieren.
Wir haben bereits die Einstimmung gelernt, bei der wir in die körperlichen, emotionalen und geistigen Spannungen hineinatmen und diese lösen.
In dieser Übung sind wir bereits dabei unsere Dämonen aufzuspüren, den Körper zu scannen und die Schatten sichtbar zu machen.
Nimm dir jetzt nochmals kurz Zeit dich zu entscheiden mit welchem Problem du arbeiten möchtest.
Schließe bei der Übung die Augen.
Wenn du an das Thema denkst, das du angehen willst, oder an den Dämon, der heute in dir aufgetaucht ist, dann denke daran, ob du dich daran erinnern kannst, wann dies zum ersten Mal in deinem Leben aufgetaucht ist.
Und während du darüber nachdenkst, scanne deinen Körper und nimm wahr, wo in deinem Körper du es spürst. Spüre, wo sich das in deinem Körper befindet?
Wenn du über dieses Thema, diesen Dämon nachdenkst, wo fühlst du es in deinem Körper.
Nimm wahr, wo du dieses Gefühl, diesen Dämon, diese Angst oder was auch immer es ist, in deinem Körper spürst und dann bringe deine Aufmerksamkeit zu diesem Ort in deinem Körper.
Wenn dies eine Farbe hätte, welche Farbe wäre das?
Welche Form nimmt es in deinem Körper an?
Welche Temperatur hat es?
Und dann intensiviert du diese Empfindung.
Diese ganze Masse, die in deinem Körper ist, bewegt sich dann aus deinem Körper heraus und du kannst eine Geste machen, dich bewegen oder schütteln, wenn du willst.
Es bewegt sich aus deinem Körper heraus und wird zu einem personifizierten Wesen vor dir.
Ich habe noch ein paar Tipps für Dich:
Was dabei sehr hilft, ist, wenn du wirklich in der Empfindung deines Körpers bleibst und das was du im Körper empfindest nach außen stüpst. Du bleibst bei der Farbe, der Form, der Textur und der Temperatur, die du in dir fühlst und daraus erlaubst du die Entstehung des Dämons.
Und so erlaubst du, dass es vor dir Gestalt annimmt, dass es personifiziert wird. Und wenn du meinst, du denkst dir das ja nur aus, ist das in Ordnung. Es ist in Ordnung, es in einem gewissen Sinne zu erfinden. Auch unsere Ängste und Sorgen sind nicht immer greifbar.
Es ist wie ein Traumbild, etwas, das aus dem Unbewussten auftaucht, das wir uns ausmalen, also mach dir keine Sorgen darüber.
Hier die drei Fragen, die du an den Dämon stellen wirst:
Was willst du?
Was brauchst du wirklich?
Wie fühlst du dich, wenn du bekommst, was du wirklich brauchst?
In dieser Lektion werden wir den psychologischen Aspekt der Praxis kennen lernen.
In der analytischen Psychologie ist der Schatten ein unbewusster und unerwünschter Aspekt der Persönlichkeit, mit dem sich das bewusste Ego nicht identifizieren will.
Der Psychoanalytiker C.G Jung schrieb: ”Jeder trägt einen Schatten und je weniger er im bewussten Leben des Einzelnen verkörpert ist, desto schwärzer und dichter ist er."
Das Gespräch mit unseren Dämonen, ermöglicht es, die negativen Energien, wie Angst, Depression oder Krankheit freizusetzen und in positive zu verwandeln.
Den Schatten, der auf uns lastet bewusst zu machen, reduziert seine Zerstörungskraft und setzt die in ihm gespeicherte Lebensenergie frei.
Der Schatten enthält das verdrängte Ego, die verleugneten Aspekte von uns selbst, die mit unserer Persönlichkeit unvereinbar sind. Er ist das, wovon wir nicht wollen, dass andere davon wissen. Er erscheint oft in unseren Träumen und tut dann Dinge, auf die wir uns im Bewusstsein niemals einlassen würden. Wir haben oft keine Ahnung von den Schattenanteilen unserer Persönlichkeit, weil sie sich unserem Bewusstsein entziehen.
Carl Jung sagt: Je heller das Licht, desto dunkler der Schatten.
Und er fährt fort:
"Es kann leider kein Zweifel daran bestehen, dass der Mensch im Großen und Ganzen weniger gut ist, als er sich einbildet oder sein will. Jeder trägt einen Schatten in sich, und je weniger er im bewussten Leben des Einzelnen verkörpert ist, desto schwärzer und dichter ist er. In jedem Fall bildet er einen unbewussten Ballast, der unsere besten Absichten vereitelt."
Wenn unser Schatten unbewusst bleibt, richtet er in unserem Leben ein Chaos an. Verdrängte Bestandteile verschwinden nicht einfach, sondern fungieren unabhängig von unserem bewussten Gewahrsein. Mit anderen Worten, der Schatten hat die Fähigkeit, unser bewusstes Ego außer Kraft zu setzen und von unserem Wesen Besitz zu ergreifen, indem er die Kontrolle über unsere Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen ausübt. Wenn dies geschieht, können wir unbewusst in schwere Zeiten getrieben werden, während wir uns nicht bewusst sind, dass diese schwierigen Zeiten selbst auferlegt sind und nicht das Resultat von Pech oder Schicksal.
"Die psychologische Regel besagt, dass wenn eine innere Situation nicht bewusst gemacht wird, sie im Äußeren als Schicksal geschieht. Das heißt, wenn das Individuum innerlich ungespalten bleibt und sich seines inneren Gegensatzes nicht bewusst wird, muss die Welt zwangsläufig den Konflikt austragen und in entgegengesetzte Hälften zerrissen werden." (Carl Jung)
Die unbewusste Kontrolle, die unser Schatten auf uns ausüben kann, erklärt auch die selbstzerstörerischen Verhaltensweisen, mit denen so viele Menschen zu kämpfen haben und die sie nicht kontrollieren können, obwohl sie bewusst wissen, dass es besser wäre, wenn sie sich nicht auf solche Handlungen einlassen würden. Viele Süchtige werden von ihrem Schatten getrieben, was den inneren "Krieg" erklärt, der in ihnen existiert. In einem Moment sagen sie sich, dass sie ihre Sucht aufgeben und ein sauberes Leben führen werden, und im nächsten Moment setzt sich ihr Schatten über ihr bewusstes Ich hinweg und sie suchen begeistert nach dem nächsten Drink, "Hit" oder sexueller Befriedigung. Wie Robert Louis Stevenson in seinem Buch Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde anmerkt, ist der Mensch nicht eins, sondern in Wirklichkeit zwei; er hat eine bewusste Persönlichkeit und einen Schatten, die beide oft um die Vorherrschaft in seinem Geist kämpfen.
In dieser Lektion lernen wir, was die buddhistische Auffassung von einem Dämon ist.
Dämonen sind keine Geister oder Kreaturen der Nacht. Der Begriff "Dämon" wird als Metapher für negative Emotionen wie Furcht, Sorge, Wut oder Einsamkeit verwendet.
Die Vorstellung des Dämons ist eine Ausdrucksform unserer Gedanken und Emotionen, die im Körper-Geist-Komplex gehalten werden. Wenn wir über Energiebewegung nachdenken, um negative Energien in positive zu verwandeln, dann ist die Form des Dämons zum Beispiel die Form der Wut, die du in deinem Körper-Geist hältst.
Indem du sie dann mit einer anderen Energie fütterst, wird dieser Körper des Dämons energetisch in einer positiven Weise beeinflusst, was eine Veränderung in seiner Struktur bewirkt und es der Wut erlauben kann, sich aufzulösen und dir unmittelbar Freude und Kraft schenkt.
"Die moderne Wissenschaft hat unsere Vorstellungen bis zu einem fast unerkennbaren Grad unterwandert, aber unser Leben ist noch voll von Dämonen
Was sich im Geist ereignet, wirkt sich auf die Zellen im Körper aus und andersherum. Eine Visualisierung, die eine Emotion aus dem Unbewussten hervorbringt, wirkt sich auf die Zellen aus. Es ist alles miteinander verbunden. Es ist ein System, das von Bewusstsein auf allen Ebenen geleitet wird. Diese Intelligenz, diese Bewusstheit oder Präsenz ist das, was wir die Natur des Geistes nennen würden.
Die Dämonen sind Energie, die auf verschiedene Weise blockiert ist. Wenn wir also mit der Kraft der Vorstellung arbeiten, befreien wir diese blockierte Energie.
Dämonen in dem Sinne, wie wir das Wort verwenden, sind keine Geister, Kobolde oder Geschöpfe des Teufels. Als Machig Labdrön gefragt wurde, wie sie Dämonen beschreiben würde, antwortete sie: "Das, was man einen Dämon nennt, ist nicht irgendein großes schwarzes Ding, das jeden versteinert, der es sieht. Ein Dämon ist alles, was das Erreichen der Freiheit behindert.... Es gibt keinen größeren Dämon als die Fixierung auf ein Ich. Solange also diese Ich-Fixierung nicht abgeschnitten ist, warten alle Dämonen mit offenen Mündern. Aus diesem Grund musst du dich mit einer geeigneten Methode anstrengen, um den Dämon der Ich-Fixierung abzutrennen."
Machigs Verständnis von Dämonen war bemerkenswert differenziert. Sie fragte: "Was ist das wahre Böse? Was sind die wirklichen Dämonen? Ist nicht die Selbstsucht, ob auf persönlicher oder gemeinschaftlicher Ebene, der wahre Dämon?
Bevor du die komplette Übung zum ersten Mal durchführst, hier noch ein paar Informationen zu dem Schritt nach dem Rufen des Dämons, den du bereits gemacht hast.
Wenn du den Dämon fütterst, so wie Machig Labdrön die Nagas gefüttert hat, wird sich dein Dämon in deinen "guten Geist" oder "Verbündeten" verwandeln.
Was tue ich, wenn ich meinen Körper nicht spüren kann?
Wenn es in der Übung heißt: Nimm wahr, wo du diese Emotion in deinem Körper hältst möchte ich dich ermutigen, dich mit deinem Körper zu verbinden. Eine Möglichkeit sich besser zu spüren ist wenn du die Mitte deiner Brust berührst. Schließe deine Augen und nimm alle Empfindungen in diesem Bereich wahr. Werde dir so bewusst wie möglich über diese Empfindungen. Zwicke deinen Arm, halte deine Augen geschlossen und werde dir dieser Empfindung bewusst. Berühre nach und nach verschiedene Stellen, identifiziere Farben, Texturen und Temperaturen für diese Empfindungen. Gehe dann dazu über, Empfindungen wahrzunehmen, ohne deinen Körper zu berühren.
Nach der Visualisierung des Dämons, die wir schon geübt haben werden wir diesen mit Liebe füttern muss. Du stellst dir vor, wie dein Körper zu einem unendlichen Ozean aus Nektar schmilzt, und dass der Dämon diesen Nektar durch jede Pore seines Körpers auf aufnimmt.
Während er den Nektar aufsaugt, verändert sich das Aussehen des Dämons. Sein Körper wird weicher und seine Farbe verblasst.
Er verwandelt sich in deinen Verbündeten oder wir rufen diesen.
Ein Hinweis noch für die vier Fragen, die wir an unseren Verbündeten stellen.
Wir fragen
Wie wirst du mir helfen?
wie wirst du mich beschützen?
Welches Versprechen gibst du mir?
und zuletzt
Wie kann ich dich finden? oder Wie kann ich Zugang zu dir finden.
Diese letzte Frage soll es dir ermöglichen deinen Verbündeten oder guten Geist jederzeit zu rufen.
Das könnte durch eine Geste passieren oder durch die Berührung eines Talismans, den du bei dir trägst oder dem Betrachten eines bestimmten Gegenstandes, der Bedeutung für dich oder den Verbündeten hat.
Suche dir bitte zur Vorbereitung der nächsten Folge zwei Plätze, gegenüberliegend, für ein Gespräch. Nimm dir 2 Stühle oder zwei Kissen zwischen denen du hin und her wechseln kannst.
Bitte bereite 2 Sitzplätze vor, zwischen denen du hin und her wechseln kannst.
Du erhältst zusätzlich eine MP3 Audiodatei zum runterladen mit der gesamten Übung.
Nun, da du die Praxis selbst erlebt hast, lass sie uns genauer betrachten und die Verbindungen zur Legende von Machig und dem Naga-Dämon erkennen.
Dies wird dir helfen, ein tieferes Verständnis zu bekommen und deine Praxis zu verbessern.
In der Sage wird davon berichtet, wie sie in einem Zustand von tiefer Meditation beginnt zu schweben. Durch die Tempelwände, hinaus in die Luft und schließlich hoch in einen Baum, der am Rande eines Sees steht, der dem Naga, dem Wassergeist gehört.
Machig ist nackt, ungeschützt und bleibt in Meditation versunken neben dem Baum nieder und lässt sich nicht einschüchtern von dem drohenden Dämon.
Auch als er eine Armee wilder Nagas aufstellt, die einen Angriff auf das nackte Mädchen starten, bleibt sie in völliger Gelassenheit im Baum sitzten. Anstatt zu fliehen oder anzugreifen, dreht sich Machig stattdessen ihnen zu und bietet ihren Körper als Nahrungsopfer für die Geister an.
Die Angriffslust der Nagas verpufft und sie schwören Machig ihre Treue und ewigen Schutz.
Die Übung folgt der Sage. Zunächst entwickeln wir eine erwachte Geisteshaltung und spüren in unserem Körper nach physischen, emotionalen und geistigen Anspannungen, die wir durch unseren Atem entlassen.
Wie Machig, setzten wir uns den Dämonen aus, dann beruhige wir die Dämonen und laden sie zum Fest ein. In der traditionellen Praktik wird dazu 3 mal das Kangling geblasen.
Ihn den tibetischen Texten heißt es:
Dabei stellen wir uns vor, wie sie alle die Einladung hören, angefangen vom Gipfel der Existenzen bis hinunter in die tiefsten höllischen Bereiche und in dichten Scharen zusammenströmen, so wie Nebel, der einen großen Berg überzieht.
Und dann füttern wir die Dämonen. Wir geben das was uns am wertvollsten ist, wir lassen unseren Körper in Nektar zerfließen und geben diesen kostbaren Saft unserem schlimmsten Feind um sich daran zu laben.
Es geht vollständig gegen unser Gefühl, gegen unsere Intuition, großzügig gegenüber den Wesen zu sein die Schaden anrichten und Krankheit bringen.
Wir geben dabei das, was am wertvollsten ist, unseren Körper, unser Leben.
Diese Auflösung ist der tiefste Kern des Buddhismus. Die Auflösung des Ichs, das zerfließen und eintreten in den großen Strom.
In der Liebe gehen wir auf. Bei der Fütterung der Dämonen geben wir uns selbst auf, zerfließen in alles das was unsere schlimmsten Dämonen, unsere Ängsten, Krankheiten, negativen Gefühle, Hass und Unzufriedenheit von uns verlangen.d
Wir bieten das Kostbarste denen an, die uns scheinbar komplett verschlingen wollen.
Und wir füttern sie zur vollen Zufriedenheit, bis jeder genau das bekommt, was er braucht. Das ist also das ultimative Geschenk in dieser Praxis, dass wir anderen das geben, von dem sie denken, dass sie es brauchen, bis sie alles haben und dann können sie endlich ruhen.
In der letzten Lektion haben wir die Zusammenhänge zur legendären Seite von Machig Labdrön beleuchtet. Werfen wir nun einen Blick auf den historischen Hintergrund. Dampa Sangay gab Machig konkrete Anweisungen für die Übung, die du jetzt, da du deine eigenen Erfahrungen mit der Dämonenpraxis gemacht hast, klar erkennen kannst.
Ich möchte dir gerne noch eine Verbindung zeigen.
Machig Labdrön ist die Begründerin der Chöd Tradition. Dampa Sangay , der aus südindien stammende Großmeister wird als Vater dieser Tradition angesehen.
Es wird erzählt, dass Dampa nach Tibet kam, um speziell nach Machig zu suchen.
Auf Ihre Frage, wie sie am meisten Nutzen stiften könnte, sagt Dampa zu Machig: "Bekenne alle deine verborgenen Fehler! Nähere dich dem, was du abstoßend findest! Wem auch immer du glaubst, dass du nicht helfen kannst, hilf ihm! An was auch immer du hängst, lass es los! Gehe an Orte, die dir Angst machen!"
Wir sollen also dorthin gehen wo wir es hässlich und abstoßend finden. Dies machen wir indem wir uns unseren schlimmsten Ängsten und Dämonen stellen.
Wir sollen denen helfen, von denen wir glauben dass wir nicht helfen können. Und auch das tun wir. wir füttern unsere Schatten, die uns belasten.
Wir sollen loslassen an was auch immer wir hängen. Nun und ich glaube wir hängen an nichts so stark wie an unserem Körper. Er ist unser Zuhause. Mit diesem identifizieren wir uns. Und diesen lassen wir los.
Unser normales Verhalten wäre es, uns zurückzuziehen, uns davor zu verstecken, es loswerden zu wollen.
In dieser Praxis lehnen wir uns aber hinein. Wir lehnen uns in das hinein, was beängstigend ist. Wir lehnen uns hinein und schieben uns durch. Wir bewegen uns tatsächlich durch die Angst hindurch, in einen Ort der Furchtlosigkeit, nicht weil wir keine Angst hatten, sondern weil wir tatsächlich in unsere Angst hineingegangen sind, ihr begegnet sind und ihr mit Mitgefühl begegnet sind und sie dann loslassen können. Es geht also darum, in die Angst hineinzugehen und sich dann durch sie hindurch zu bewegen.
Indem wir in das hinein gehen, was uns am meisten Angst macht und uns durch es hindurch bewegen, finden wir etwas Ruhe.
In der traditionellen tibetischen Praxis, die auch hier in Nepal praktiziert wird, gibt es wunderbaren Geschichten, wie Mönche zu den furchterregendsten Orten gehen. An wilde Orte mit gefährlichen Bestien und dort das Zähmen ihrer Dämonen übten.
Im Buddhismus geht es nicht ums “glauben”, es ist eine philosophische Disziplin, die für jeden erlebbar ist.
Buddha, sagte, wir sollten die Lehren analysieren, bevor wir sie annehmen, so wie wir die Reinheit und Qualität von Gold analysieren würden, bevor wir es kaufen.
Die Übung der Dämonenfütterung hat 2 Nutzenaspekte:
Erstens verwandeln sich unsere Dämonen in unsere Verbündete, und setzt somit Energie frei, die wir nutzen können unsere Talente zu entwicklen.
Der zweite Nutzenaspekt ist die tiefe Ruhe, die sich am Ende der Übung einstellt, wie wir sie normalerweise nur von erfahrenen Meditationsmeistern erlebt werden kann.
Der schweizer Psychoanalytiker Carl Gustav Jung sagte:
Man wird nicht dadurch erleuchtet, dass man sich Lichtgestalten vorstellt, sondern dadurch, dass man sich das eigene Dunkel bewusst macht.
Die Übung mit den Dämonen zu sprechen und diese zu bändigen bringt zweierlei Nutzen.
Zum einen verwandelt sie unsere Dämonen in Verbündete, so dass wir nicht länger inneren und äußeren Kämpfen ausgesetzt sind, sondern uns die Energie zunutze machen können, die in diesen Konflikten gebunden ist.
Der zweite Nutzen der Übung ist weniger offensichtlich, aber fast noch wichtiger.
Das ist die Öffnung im letzten Schritt, in der wir die Dämonen ziehen lassen und es still um uns wird, ohne Musik und Trommeln, ohne Geschwätz, emotionale Ablenkungen, die unsere Alltagsleben bestimmen.
In diesem letzten Schritt fühlen wir uns wie nach schwerer körperlicher Arbeit, völlig erschöpft, jedoch ist die Erschöpfung nicht körperlich, sondern mental.
Wir lassen uns in diesem Moment einfach fallen.
Es ist ein Zustand des Friedens, der Entspannung und der unermesslichen Weite.
Es ist eine Lücke, ein Raum, der zwischen unseren Gedanken entsteht.
In dieser Leere ruhen wir und selbst wenn das offene Gewahrsein nur wenige Momente anhält, ist es der Anfang zur Erkenntnis unseres wahren Wesens. Wenn wir uns mit diesem leeren Zustand anfreunden, lassen wir vom gewohnten Anhaften ab.
In der Regel vereinnahmen uns unsere Schwierigkeiten und Gedanken dermaßen, dass wir diesen Zustand gar nicht erfahren, aber wenn wir in ihm ruhen, ist es, als würden wir im Ozean treiben und uns von den Wellen wiegen lassen, statt unserer Angst vor dem Ertrinken nachzugeben und gegen das Wasser anzukämpfen.
Ich bin mir sicher, dass du ein gutes Verständnis für die Dämonenpraxis gewonnen hast und es ist an der Zeit, sie nach dieser kurzen Lektion noch einmal gemeinsam zu wiederholen.
Wenn du zu aufgewühlt bist, um zu meditieren, und du nicht die Geduld hast, deine Gefühle und Emotionen zu unterdrücken, ist der richtige Zeitpunkt, um deine Dämonen zu füttern.
Du kannst also gerne an das Ende der Dämonen Praktik deine eigene Meditation Praktik, die du gerne übst anhängen.
Manche Meditationslehrer raten ihren Schülern zu beginn der Meditation ihre Dämonen zu füttern und nach dem fünften Schritt mit der gewohnten Meditation fortzufahren. Das kann sich besonders dann als nützlich erweisen, wenn Du meditieren möchtest, durch deine drohenden Gedanken aber gestört wirst.
Die Fütterung eines Dämons kann diese Blockade aufheben und für einen ungestörten Fortgang der Meditation sorgen.
Wenn du eine deutliche Verbesserung deines Gemütszustands erreichen möchtest ist es ratsam die Übung öfters, möglichst täglich zu machen. Dies wird dir mit der Zeit immer leichter fallen und auch schneller gehen.
Wenn Du dich in einer akuten Notlage befindest, an einer Sucht leidest odereine emotionale Krise durchmachts, empfehle ich dir in jedem Fall eine tägliche Praxis.
Unter Umständen stößt du auf mehrere Schichten von Dämonen, die jeweils eigene Übungssitzungen erfordern.
So kann uns ein Schmerzdämon, ein schmerzender Arm zu einem Überarbeituns-Dämon führen und der wiederum auf einen tief eingewurzelten Angstdämon, nicht genug zu haben oder zu sein.
Zu lernen, wie man seinen Dämonen Nahrung gibt, ist eine Übung und erfordert wie jede Übung regelmäßiges Praktizieren.
Wir werden deshalb in der nächsten Folge die Dämonenpraxis wiederholen.
Ich hoffe die zweite Übung zum Füttern der Dämonen hat dir wieder geholfen, dass sich Probleme auflösen und dadurch Energie freigesetzt wurde.
Wir haben bereits den mythischen Hintergrund der Übung kennengelernt, als auch die historischen, philosohischen und psychologischen Aspekte beleuchtet. In dieser Lektion möchte ich dir zeigen in welchem geografischen und kulturellen Raum diese schamanische Übung entstanden ist.
Machig Labdrön entwickelte ein System, das Mahamudra Chod, das die Lehren des Buddha als Grundlage nimmt und sie auf die unmittelbaren Erfahrungen mit negativen Geisteszuständen und bösartigen Kräften anwendet. Machiks einzigartiger Ansatz besteht darin, genau die Dämonen anzurufen und zu nähren, die wir fürchten und hassen, und diese reaktiven Emotionen in Liebe zu verwandeln.
Nach dem Glauben der tibetischen Mystiker ist die physische Welt, die von unseren fünf Sinnen wahrgenommen wird, nur ein kleiner Teil der gesamten Realität, in der wir leben. Überall um uns herum gibt es unsichtbare Entitäten; Arten von "Wesen" oder "Geistern", die wir nicht sehen können. Diese Wesenheiten existieren in parallelen, aber getrennten, eigenen Dimensionen oder Welten. Dennoch sind alle diese "parallelen" Reiche Teil desselben Planeten. Was uns wie ein Fluss erscheint, kann in einem anderen Reich ein Strom aus Farbe und Energie sein.
Ein guter Geist ist einer, der aus sich selbst heraus Liebe ausstrahlt zu allen anderen, mit denen er verbunden ist. Und je "höher" die Art des Geistes ist, desto mehr ist er mit allen fühlenden Wesen innerlich verbunden. Ein böser Geist hingegen ist einer, der sich in sich selbst verschlossen hat, isoliert vom Ganzen, und der eng nach innen gekehrt in seiner eigenen Neurose lebt. Je fester und dunkler das Leiden dieses Geistes wird, desto dämonischer ist sein Wesen.
Die Dämonen Praxis ist also eine subtile Mischung aus dem buddhistischen Pfad zur Erleuchtung, der aus Indien kommt, und einer alten Form des schamanischen Rituals welcher von Machig Labdrön hinzugefügt wurde. Es war die Verschmelzung dieser beiden Ströme, die zur tatsächlichen Entstehung der Praxis führte, die von den heutigen Yogis in ihrem Wunsch, die Erleuchtung auf dem kürzesten Weg zu erlangen, angewendet wird.
Interessant ist übrigens, dass diese Praxis in allen 5 tibetischen Schulen oder Linien betrieben wird. Ich meine dass die meisten oder sogar alle anderen Praktiken immer nur von einer Schule betrieben wird. Jede Linie hat seine eigenen Praktiken. Nur die von Machig Labdrön hat sich in allen Schulen durchgesetzt.
Was hat diese Praxis mit dem Buddhismus zu tun, wenn sie nicht von Buddha selbst gelehrt wurde?
Ursprünglich wurde das Mahamudra Chöd von schamanischen Yoginis - weiblichen Heiligen - und nicht von Bhikkhus - buddhistischen Mönchen - praktiziert. Aber die Kraft dieser Praxis wurde bald als der direkteste und schnellste Weg zur Erleuchtung anerkannt.
In der letzten Folge haben ich einen kurzen Einblick in den schamanischen Hintergrund der Dämonen Praktik gegeben.
Ich möchte dir heute noch die buddhistischen Anteile beleuchten.
Die Dämonen Praktik ist seit langem ein Weg, um direkte und persönliche Erfahrungen des Geistes und der Göttlichkeit außerhalb des konventionellen Rahmens zu suchen.
In dieser Praxis reisen wir in die Nachtwelt - die gefährlichen Regionen der Geister, Dämonen und Verdammten, um alle Seelen zu segnen, die für eine Zeit lang auf dem Rad der Existenz verloren sind. Die Selbstlosigkeit des Mitgefühls des Praktizierenden, sein Kontakt mit den Geistern der Anderswelt und die Verwandlung seiner selbst in ein Fahrzeug der Heilung, all das um für einen Augenblick wahres Erwachens zu gewinnen im letzten Schritt der Übung.
In der Nacht, in der sich Prinz Siddhartha, der künftige Buddha, aus dem Palast stahl, um nach Antwort auf seine spirituellen Fragen zu suchen, und seine Frau, sein neugeborenes Kind und sein Leben als Thronfolger zurückließ, begegnete ihm als Erster Mara, die äußere Erscheinungsform jener inneren Kräfte, die ihm den Weg zu versperren drohten.
Das sind Zweifel und die Angst,.
Siddhartha war auf dem Gipfel eines Berges angekommen und konnte im Mondschein noch immer den Palast und die von Öllampen erleuchteten Fenster sehen. Er hatte sich entschlossen, sein früheres Leben aufzugeben und nach Erleuchtung zu streben, und genau in diesem Augenblick erschien Mara.
Mara schwebte vor ihm und sagte: »Geh nicht weiter. Du solltest zum Palast zurückkehren, in sieben Tagen bist du Weltherrscher und König über die ganze Erde!« Prinz Siddhartha erwiderte: »Mara, ich erkenne dich.
König über diese Erde zu sein ist nicht das, was ich suche.
Ich suche nach Erleuchtung und nach einem Weg zur Aufhebung allen Leidens,«
Dadurch, dass er Mara erkannte, konnte Siddhartha in überwinden. Mara schlich sich ins Dunkel davon, und Siddhartha konnte seinen Weg fortsetzen. Aber Mara erschien dem künftigen Buddha ein Leben lang immer wieder und besonders intensiv in der Nacht seiner Erleuchtung.
Siddhartas Ausspruch »Mara, ich erkenne dich« gibt treffend wider, wie wichtig es ist, die eigenen Dämonen zu identifizieren.
In der Buddhalegende erscheint Mara tatsächlich als schattenhafte männliche Figur.
Später, als sich der Buddhismus weiterentwickelte, wurden innere Blockierungen wie etwa emotionale Turbulenzen oder Stolz, die dem vollen Erwachen hinderlich sind, Maras genannt.
Unsere Maras, unsere Dämonen identifizieren zu können, sowie sie sich zeigen, ist der erste Schritt der Auseinandersetzung mit ihnen. Wenn wir sie nicht erkennen, kommen sie unbemerkt an die Macht. Machig Labdrön, die anderthalb Jahrtausende nach Buddha lebte, stellte eigene vier Kategorien von Maras auf, die jedoch ihren Ursprung in denen des Buddhismus haben. Ihre vier Kategorien verdeutlichen, wie die Kräfte, die unserem Erwachen im Wege stehen, vor uns in Erscheinung treten.
In dieser Lektion werden wir die Hauptkategorien von Dämonen kennenlernen, um sie besser identifizieren zu können.
Äußere Dämonen
Innere Dämonen
Dämonen stolzen Hochgefühls
Dämonen der Selbstbezogenheit
Es ist hilfreich, sich anzuschauen, wie Machig Labdrön die verschiedenen Arten von Dämonen kategorisierte, damit auch wir sagen können: »Mara, ich erkenne dich«, sobald unsere Dämonen auftauchen.
Machig identifiziert vier Hauptkategorien von Dämonen: äußere Dämonen, innere Dämonen, Dämonen stolzen Hochgefühls und Dämonen der Selbstbezogenheit.
Die vier Kategorien sollen uns nicht darauf festlegen, unsere Dämonen in einer bestimmten Reihenfolge zu betrachten, sondern sind dazu da, uns einen Überblick darüber zu geben, wie Dämonen eingeordnet werden können als Reaktionen auf äußere Situationen wie Schuldzuweisungen zum Beispiel oder als subtile innere Regungen, die im Dämon der Selbstbezogenheit gipfeln, dem verborgenen Kern aller anderen Dämonen.
Unter diesen vier Kategorien sind also die äußeren Dämonen die augenfälligsten. Dazu gehören unter anderem Krankheiten, spezifische Ängste, Sucht Verhaltensweisen, Beziehungen und Familien Dämonen. Sie alle scheinen aus der Außenwelt zu kommen. Wir gehen einen Schritt weiter in die Tiefe, wenn wir von den äußeren auf die inneren Dämonen übergehen, denn dort beschäftigen wir uns mit der geistigen Ebene. Die inneren Dämonen der Wut, Angst. Scham und Depressivität brauchen keinen äußeren Anreiz, um in Erscheinung zu treten.
Sobald wir unsere äußeren und inneren Dämonen erkannt haben, besteht das Risiko, dass unser spiritueller Erfolg uns zu Kopf steigt. Dämonen der dritten Kategorie, die Dämonen des stolzen Hochgefühls, sind eine mahnende Erinnerung an die Fallgruben, die möglicherweise auf den Erfolgsuchenden warten, ob spiritueller oder weltlicher Art. Im Stolz auf die eigenen Leistungen und in der Selbstherrlichkeit, die oft damit einhergeht, zeigen sich die Dämonen des stolzen Hochgefühls.
Dies gilt für Mönche als auch für Laien. Die Überheblichkeit gegenüber anderen Menschen aber auch gegenüber allem andern in der Natur gehört in diese Kategorie.
Zum Schluss kommen wir zu der Kategorie von Dämonen, die mit dem Ursprung und der eigentlichen Grundlage all unserer Erfahrungen in der Welt zusammenhängen. Das ist die tief eingewurzelte Vorstellung, irgendwie von dem getrennt zu sein, was wir als das »andere« erfahren. Dies ist die Quelle von Isolation, Entfremdung und Konflikt, und ohne den Dämon der Selbstbezogenheit würden gar keine anderen Dämonen auftreten. Und wenn keine Feinde da wären, wogegen sollten wir dann kämpfen? Wenn wir uns mit diesem Dämon beschäftigen, sehen wir allmählich durch die Wolken des tagtäglichen Leidens kleine Stücke des unendlichen blauen Himmels blitzen.
Die Chöd-Praxis hat schon immer eine besondere Anziehungskraft auf Frauen ausgeübt, vielleicht weil sie größtenteils von der Frauenheiligen Machig Labdrön gegründet wurde, die als die "Mutter" des Chöd bezeichnet wurde.
Im Laufe der Geschichte waren immer wieder Frauen die spirituellen Führerinnen der Chöd-Tradition.
Im Shukseb-Kloster in der Nähe von Lhasa praktizieren bis heute mehr als hundert Kagyu-Nonnen diese Tradition.
Wir verbergen unsere negativen Eigenschaften, nicht nur vor anderen, sondern auch vor uns selbst. Zu diesem Zweck kritisieren und verurteilen wir oft andere, um sicherzustellen, dass unsere Aufmerksamkeit nicht auf unsere eigenen Fehler und destruktiven Tendenzen fällt. Wir gehen mit einer falschen Vorstellung von moralischer Überlegenheit durch das Leben und glauben, dass wir, während andere unmoralisch und zerstörerisch handeln, selbst vollkommen tugendhaft sind und immer im Recht.
Besonders interessant ist die Idee, dass der Schatten nicht nur destruktive Aspekte der Persönlichkeit enthält, sondern auch starke, kreative und kraftvolle Fähigkeiten. Während unserer Entwicklung wurden bestimmte Charakterzüge und Impulse von unserer Familie, Gleichaltrigen und Erziehern missbilligt, in der Regel nicht aus Fürsorge, sondern aus Neid, Angst, Ignoranz oder Eifersucht. Die Neigung, uns an die gesellschaftlichen Erwartungen zu halten, führte auch dazu, dass wir Talente, angeborene Fähigkeiten und Impulse unterdrückten, die, wenn sie kultiviert und entwickelt würden, das Potenzial hätten, uns zu erfolgreicheren Persönlichkeiten zu machen.
So ist es heute üblich, dass Psychologen Personen, die Autoritäten in Frage stellen und Anzeichen von starker Eigenständigkeit zeigen, als pathologisch diagnostizieren und sie als "antiautoritär" bezeichnen. Menschen, die in unserer zunehmend von Kollektivität und Abhängigkeit geprägten Gesellschaft zu selbstsicher sind, werden von vielen als Bedrohung angesehen. Sie sind einsame Wölfe inmitten einer Herde von Schafen und werden deswegen von der Herde angegriffen und verspottet.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen, wie unsere Sozialisation in die moderne Gesellschaft unsere Entwicklung behindert. Die Folge ist, dass wenn unsere höheren Energien gebunden sind und wir von anderen etikettiert werden, und unserem bewussten Ego als negativ und schlecht eingestuft werden, kann unsere Entwicklung blockiert werden, und das Leben zu einer Brachlandschaft werden.
Im Interesse unserer persönlichen Entwicklung müssen wir uns daher unseres Schattens bewusster werden und unseren Geist für die Möglichkeit öffnen, dass wir vielleicht nicht so freundlich, rechtschaffen und moralisch sind, wie wir denken. Wir müssen in Betracht ziehen, dass es vielleicht unbewusste Aspekte von uns gibt, die unser Verhalten "hinter den Kulissen" steuern. Wir müssen in unsere Tiefen hinabschauen und erkennen, dass unser bewusstes Ego nicht immer die Kontrolle hat, sondern oft von der Macht unseres Schattens überholt wird.
Das Ziel der Begegnung mit dem Schatten ist es, eine dauerhafte Beziehung zu ihm zu entwickeln, unser Selbstgefühl zu erweitern, indem wir die Einseitigkeit unserer bewussten Haltungen mit unseren unbewussten Tiefen ausgleichen.
Wenn wir in einer richtigen Beziehung zu ihm stehen, ist das Unbewusste kein dämonisches Monster, wie Jung betont. "Es wird nur dann gefährlich, wenn unsere bewusste Aufmerksamkeit ihm gegenüber hoffnungslos falsch ist."
Eine richtige Beziehung zum Schatten bietet uns ein großes Geschenk: Er führt uns zurück zu unseren verkümmerten Potenzialen.
Obwohl der Schatten ein angeborener Teil des Menschen ist, leugnet die große Mehrheit von uns seine Existenz.
Da alle Menschen einen Schatten haben, unterscheiden wir uns von anderen dadurch, inwieweit wir uns seiner bewusst sind.
Wenn unser Schatten unbewusst bleibt, richtet er in unserem Leben großen Schaden an. Verdrängte Anteile verschwinden nicht einfach, sondern sie wirken unabhängig von unserer bewussten Wahrnehmung.
Das frühzeitige Erkennen der auftauchenden dunklen Aspekte wird in der buddhistischen Tradition als "direkte Befreiung" bezeichnet.
Wenn wir uns einige Zeit mit unseren Dämonen beschäftigen, erkennen wir sie schon während sie entstehen und können wir Buddha sagen: Mara ich erkenne dich!
Wir lernen ihr Erscheinen wahrzunehmen und zu erkennen, wann sie sich unserer bemächtigen. Dann können wir die Dämonen schon im Entstehen befreien, ohne die Dämonenübung ganz anzuwenden.
Dies ist die unmittelbare Befreiung. Diese direkte, einfache Möglichkeit der Dämonenfreisetzung beginnt gleich mit dem letzten Übungsschritt.
Die unmittelbare Befreiung ist täuschend einfach. Voraussetzung ist, dass man sich eines Dämons bewusst wird und ihm dann direkt Aufmerksamkeit zuwendet.
Dies ist so, wie man ein Segelboot während der Fahrt anhält, indem man es direkt in den Wind drehen und die Segel wie Fahnen im Wind flattern.
Die Windkraft zieht vorbei ohne dass Kraft auf Segel und Boot übertragen werden. Die Antriebsquelle ist dadurch neutralisiert.
Ebenso entwickelt sich eine Emotion nicht mehr weiter, wenn wir ihr unsere unmittelbare Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Die Technik der unmittelbaren Befreiung ist damit vergleichbar, dass wir im Dunkeln so lange ängstlich ein Ungeheur vermuten, bis wir das Licht einschalten. Kaum ist es hell, sehen wir, dass gar kein Ungeheuer da ist.
Wir lassen das Licht eines Dämon fallen und weg ist er.
Besonders interessant ist der Gedanke, dass der Schatten nicht nur destruktive Aspekte der Persönlichkeit enthält, sondern auch starke, kreative und kraftvolle Fähigkeiten.
Die Integration unserer dunklen Seite bedeutet, dass wir aufhören, Teile unserer Persönlichkeit abzulehnen, und Wege finden, sie in unser tägliches Leben einzubringen. Wir akzeptieren unsere Schattenseiten und versuchen, die in ihnen enthaltene Weisheit zu entdecken. Angst wird zu einer Gelegenheit für Mut. Schmerz ist ein Katalysator für Stärke und Widerstandsfähigkeit. Aggression wird in eine kriegerische Leidenschaft umgewandelt. Diese Weisheit prägt unser Handeln, unsere Entscheidungen und unsere Interaktionen mit anderen.
Ein Aspekt des Buddhismus, der etwas unbequem erscheinen mag und nicht so recht in unsere Wahrnehmung passen will ist der hohe Stellenwert von Disziplin. Die Lehre von Machig Labdrön soll uns auch daran erinnern diszipliniert und fuchtlos gegen unsere kleinen Alltagsdämonen zu kämpfen, sich an den Stapel unsortierter Post heranzuwagen, den Wäscheberg zu bewältigen und die Dämonen der Unordnung in Ihre Schranken zu weisen.
Wir lehnen uns in das hinein, was für uns abschreckend ist. Wir lehnen uns hinein und schieben es nicht vor uns her, sondern schieben uns durch. Wir bewegen uns durch die Angst hindurch, in einen Ort der Furchtlosigkeit, weil wir tatsächlich in unsere Angst hineingegangen sind, ihr begegnet sind und sie dann loslassen können. Wir gehen also in die Angst hinein und bewegen uns dann durch sie hindurch.
Indem wir in das hinein gehen, was wir fürchten, was uns ein Graus ist und uns durch es hindurch bewegen, finden wir Ruhe.
Es ist extrem schwierig, den Schatten in uns selbst zu sehen, deshalb tun wir es selten - aber wir sind wirklich gut darin, unerwünschte Schatteneigenschaften in anderen zu sehen. Um ehrlich zu sein, wir schwelgen darin. Wir lieben es, unansehnliche Eigenschaften in anderen hervorzuheben.
In anderen zu sehen, was wir nicht eingestehen wollen, nennt man "Projektion".
Obwohl unser bewusster Verstand unsere eigenen Fehler verdrängt, will er sich dennoch auf einer tieferen Ebene mit ihnen auseinandersetzen, so dass wir diese Fehler in anderen hervorheben.
Die Beobachtung deines Urteils über andere ist eine gute Möglichkeit, deine Dämonen zu erkennen.
Zum Abschluss noch eine kleine Geschichte, die gerne in diesem Zusammanhang erzählt wird: Mahatma Gandhi hat den Lauf der indischen Geschichte buchstäblich dadurch verändert, dass er seinen Feind fütterte.
Es wurde ihm der Besuch eines britischen Beamten angekündigt, der gedroht hatte, ihn ins Gefängnis zu werfen, falls Gandhi seine subversiven Tätigkeiten, wie die Briten seinen Protestmarsch gegen die britische Salzsteuer nannten, nicht aufgeben würde.
Gandhis Beratder schlugen vor, Nägel auf die Straße zu streuen, damit die Reifen des Wagens platzen, mit dem der Beamte vorfahren würde.
"Sie werden nichts dergleichen tun", sagte Gandhi. "Wir werden ihn zum Tee einladen." Verblüfft gehorchten seine Anhänger. Als der Beamte ankam, trat er voller Pomp ein.
"Nun denn, Mr. Gandhi, dieses sogenannte Salzmarschieren muss sofort aufhören. Sonst sehe ich mich gezwungen, Sie zu verhaften." "Nun", sagte Gandhi, "dann lassen Sie uns erst einmal Tee trinken."
Der Engländer stimmte zögernd zu. Dann, als er seine Tasse geleert hatte, sagte er zügig: "Jetzt müssen wir zur Sache kommen. Über diese Märsche ..."
Gandhi lächelte. "Jetzt noch nicht. Nehmen Sie noch etwas Tee und Kekse; es gibt wichtigere Dinge zu besprechen." Und so ging es weiter. Der Engländer interessierte sich zunehmend für das, was der Mahatma zu sagen hatte, trank noch viele Tassen Tee und aß noch viele Kekse, bis er völlig von seiner offiziellen Aufgabe abgelenkt war und schließlich für Gandhis Sache gewonnen wegging.
Gandhi nutzte das Medium des Tees, ein englisches Ritual, das Höflichkeit und gegenseitigen Respekt impliziert, und fütterte diesen Feind buchstäblich, bis er zum Verbündeten wurde. Seine Taktik, eher zu füttern als zu kämpfen, trug zu einer der außergewöhnlichsten gewaltfreien Revolutionen der Geschichte bei.
Ich bedanke mich recht herzlich für Deine Aufmerksamkeit und wünsche dir viel Erfolg im Gespräch mit deinen inneren und äußeren Dämonen.
Wie können wir die negativen Gefühle loslassen, die unser Leben belasten?
Wenn Beziehungsprobleme, Ängste oder Depressionen deinen Alltag belasten, bietet dieser Kurs einen Ausweg, den herkömmliche Methoden oft übersehen.
Viele Menschen, die mit Meditation beginnen, stoßen irgendwann an eine Grenze. Sie haben das Gefühl, keine Fortschritte mehr zu machen. Zwar finden sie kurzfristig Ruhe, aber der tiefe innere Frieden bleibt aus. Die Ängste und emotionalen Blockaden sitzen zu tief, als dass bloße „Achtsamkeit“ sie auflösen könnte.
Genau hier setzt dieser Kurs an.
Auf meinen Forschungsreisen durch Nepal und Tibet habe ich eine uralte, buddhistische Technik wiederentdeckt, die genau für dieses Problem entwickelt wurde. Es geht nicht nur darum, Gedanken zu beobachten – es geht darum, sie zu heilen.
Das Besondere an dieser Methode:
Mehr als nur Entspannung: Diese Praxis geht weit über gewöhnliche Beruhigungs-Meditationen hinaus. Sie arbeitet aktiv mit den verdrängten Anteilen deiner Persönlichkeit – deinen Ängsten, deinem Stress und quälenden Gedanken.
Anerkennen & Loslassen: Du lernst, diese verborgenen Gefühle nicht länger zu unterdrücken, sondern sie zu erkennen, zu akzeptieren und schließlich aufzulösen.
Jahrhundertealte Weisheit: Dies ist kein experimenteller „New Age“-Trend. Es ist eine bewährte Methode, die seit Jahrhunderten in allen tibetisch-buddhistischen Schulen praktiziert wird, um emotionales Leid zu lindern.
Was du in diesem Kurs lernst:
Innere Konflikte lösen: Lerne, wie du negative Emotionen wie Wut, Unzufriedenheit und Angst transformierst, statt sie zu verdrängen.
Endlich durchschlafen: Indem du den emotionalen Ballast abwirfst, der dich nachts wachhält, findest du zurück zu einem ruhigen Schlaf.
Einfache Anwendung: Trotz ihrer tiefen Wirksamkeit ist diese Technik überraschend einfach zu erlernen. Du brauchst keine jahrelange Erfahrung als Mönch, um sofortige Erleichterung zu spüren.
Hör auf, deine Ängste nur zu „managen“, und fang an, sie zu heilen.
Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du die Last von deinen Schultern nimmst und ein Leben frei von Stress und Sorgen führst.
Viel Spaß mit diesem Kurs, du wirst es nicht bereuen!