
Diese Lektion gibt einen Überblick über den gesamten Kurs sowie den Aufbau der einzelnen Lektionsvideos.
In dieser Lektion werden die Kursteilnehmer:
die Begriffe Geschäftsmodell und Geschäftsmodellinnovation kennenlernen.
das magische Dreieck der vier Dimensionen eines Geschäftsmodells als Alternative zum Business Model Canvas kennenlernen.
erfahren, wieso innovative Geschäftsmodelle im Zeitalter von Geschäftsmodellinnovationen entscheidend sind.
Beim Muster Add-on kann ein günstiges Basisangebot um zahlreiche Extras erweitert werden. Beispiele sind Ryanair, Mercedes/Tesla und SAP.
Das Muster Affiliation tritt besonders im Internethandel in Erscheinung. Dritte werden für die Zuführung neuer Kundschaft genutzt. Beispiele sind Amazon und Pinterest.
Bei dem Muster Aikido werden, genau wie bei der gleichnamigen Kampfsportart, die Stärken des Gegners gegen ihn selbst verwendet. Beispiele sind The Body Shop und die Spielekonsole Nintendo Wii.
Die Idee des Auction-Musters besteht darin, ein Produkt oder eine Dienstleistung an den Höchstbietenden zu verkaufen. Beispiele sind neben eBay auch WineBid, Priceline und MyHammer.
Bei Barter werden Produkte kostenlos an Personen oder Organisationen abgegeben, um eine Naturalleistung zu erhalten. Beispiele sind Procter & Gamble, Pepsi und Lufthansa.
Bei Cash Machine generiert ein Unternehmen schneller Einnahmen, als es die hierfür nötigen Ausgaben tätigen muss. Beispiele sind Dell und PayPal.
Beim Muster Cross Selling wird das Leistungsangebot um komplementäre Produkte und Dienstleistungen ergänzt. Beispiele sind Shell und IKEA.
Bei Crowdfunding wird die Finanzierung eines Projekts an eine breite Masse von privaten Kleinanlegern ausgelagert. Beispiele sind Pebble Technology und Stromberg - Der Film.
Bei Crowdsourcing oder Schwarmauslagerung werden Aufgaben an externe Akteure ausgelagert. Beispiele sind Threadless und InnoCentive.
Das Ziel des Musters Customer Loyalty ist die Kundentreue. Häufig werden dafür Bonusprogramme eingesetzt. Beispiele sind Vielfliegerprogramme und Payback.
Digitalization zieht sich durch sämtliche Wertschöpfungsstufen. Zu unserer physischen Welt paart sich eine digitale Welt. Beispiele sind Spiegel online, Siemens und General Electric.
Direct Selling kennzeichnet sich durch einen Absatzweg mit direktem Kontakt zwischen Anbieter und Kunden. Beispiele sind Tupperware und Hilti.
Das noch junge Muster E-Commerce bezieht sich auf den ausschließlich elektronisch abgewickelten Vertrieb oder Handel. Beispiele sind Flyeralarm und Amazon.
Bei Experience Selling stehen neben der Bereitstellung des Produkts auch immer die Erlebnisse und Eindrücke des Kunden im Mittelpunkt. Beispiele sind Starbucks, Nestlé und Red Bull.
Beim Muster Flatrate zahlt der Kunde einen Pauschalpreis für eine Leistung und kann diese in unbegrenzten Mengen konsumieren. Beispiele sind Netflix und Spotify.
Bei dem Muster Fractionalized Ownership oder Teileigentum erwirbt der Kunde das Kaufobjekt nicht als Ganzes, sondern nur zu einem Teil. Beispiele sind Hapimag und Car Sharing-Konzepte.
Franchising bezeichnet eine Kooperation, bei der der Franchise-Geber dem Franchise-Nehmer die kommerzielle Nutzung seines Geschäftskonzepts für ein Entgelt überlässt. Beispiele sind Subway und Fressnapf.
Bei Freemium wird eine kostenlose Basisversion bereitgestellt, während für die Premiumversion ein Aufpreis verlangt wird. Beispiele sind Skype, Drobox und LinkedIn.
Bei dem Muster From Push to Pull wird der Gedanke "Der Kunde ist König" ins Zentrum unternehmerischer Überlegungen gestellt. Beispiele sind Geberit und Zara.
Bei Guaranteed Availability zahlt der Kunde nicht für das Eigentum an einem Produkt, sondern für dessen Verfügbarkeit. Beispiele sind Hilti und IBM.
Bei Hidden Revenue erzielt ein Unternehmen seinen Hauptumsatz nicht durch den Verkauf von Produkten, sondern durch das Kommerzialisieren einer daran verknüpften Werbefläche. Beispiele sind JCDecaux und Google.
Als Ingredient Branding wird die Bildung einer Marke für ein Bestandteil eines Endprodukts bezeichnet. Beispiele sind Shimano, CEWE und Bosch.
Bei dem Muster Integrator führt ein Unternehmen einen Großteil seiner Wertschöpfungsaktivitäten in Eigenregie durch. Beispiele sind ExxonMobil und Zara.
Wenn ein Unternehmen als Layer Player agiert, fokussiert es sich auf einige wenige Aktivitäten der Wertschöpfungskette. Beispiele sind TrustArc und PayPal.
Im Zentrum des Musters Leverage Customer Data steht das Sammeln von Kundendaten, um diese anschließend gewinnbringend zu nutzen. Beispiele sind Amazon, Google und 23andMe.
Das Muster License beschäftigt sich mit der Schaffung von geistigem Eigentum, das in Form einer Lizenz an Dritte verkauft wird. Beispiele sind IBM und Carl Zeiss Vision.
Bei Lock-in versucht man, den Kunden durch hohe Umstellungskosten in eine Produktumgebung einzuschließen. Beispiele sind Gillette und Nestlé.
Das Muster Long Tail beschreibt das großzahlige Anbieten und Verkaufen von Nischenprodukten. Beispiele sind Netflix und Apple.
Bei Make more of it nutzt ein Unternehmen sein Know-how nicht nur für interne Prozesse, sondern bietet es auch als externe Dienstleistung an. Beispiele sind Amazon und BASF.
Mass Customization setzt sich aus den Begriffen Massenproduktion und Kundenindividualisierung zusammen. Beispiele sind Levi's und mymuesli.
Bei No Frills wird ein Produkt nicht im üblichen Leistungsumfang angeboten, sondern in stark abgespeckter Form. Beispiele sind Aldi und McDonald's.
Bei einem Open Business Model werden externe Akteure in üblicherweise geschlossene Bereiche der Leistungserstellung einbezogen. Beispiele sind Valve Corporation und Hackathons.
Bei dem Muster Open Source wird ein Produkt nicht von einem einzelnen Unternehmen, sondern von einer öffentlichen Community entwickelt. Beispiele sind Wikipedia und Local Motors.
Als Orchestrator konzentriert sich ein Unternehmen auf seine Kernfähigkeiten. Alle anderen Aktivitäten werden an spezialisierte Unternehmen ausgelagert. Beispiele sind Bharti Airtel und Li & Fung.
Bei dem Muster Pay-per-Use wird eine Leistung nicht pauschal, sondern nach der effektiven Nutzung durch den Kunden abgerechnet. Beispiele sind Klickvergütung und Pay-per-Risk-Versicherungen.
Bei Pay What You Want wird der Preis einer Leistung durch den Kunden festgelegt. Dieser zahlt immer genau so viel, wie er möchte. Beispiele sind Radiohead und Humble Bundle.
Bei Peer-to-Peer positioniert sich ein Unternehmen als Vermittler zwischen Privatleuten und kümmert sich um eine sichere und effiziente Abwicklung von Transaktionen. Beispiele sind Craigslist und Airbnb.
Bei Performance-based Contracting errechnet sich der Preis für ein Produkt nicht nach dessen physischem Wert, sondern nach der dafür erbrachten Leistung. Beispiele sind Xerox und Philips.
Bei Razor and Blade wird das Basisprodukt günstig angeboten. Das Komplementärprodukt, welches zur Nutzung benötigt wird, ist hingegen teuer. Beispiele sind Hewlett-Packard und Nespresso.
Bei dem Muster Rent Instead of Buy kauft ein Kunde ein Produkt nicht, sondern mietet es und spart dadurch hohe Anschaffungskosten. Beispiele sind Joe Saunders und SolarCity.
Als Revenue Sharing bezeichnet man die Praxis eines Unternehmens, einen bestimmten Prozentsatz des Umsatzes mit seinen Stakeholdern zu teilen. Beispiele sind Apple und HubPages.
Bei Reverse Engineering schafft ein Unternehmen ein Produkt eines Marktteilnehmers an, zerlegt es in seine Einzelteile und erhält Informationen zur Funktionsweise und Zusammensetzung. Beispiele sind Denner und Brilliance China Auto.
Bei Reverse Innovation wird ein Produkt zunächst für Schwellen- oder Entwicklungsländer konzipiert und im Anschluss auch in Industrienationen verkauft. Beispiele sind General Electric und der Dacia Logan.
Bei dem Muster Robin Hood werden sozial Benachteiligte einer Gesellschaft explizit auf Kosten der Bessergestellten begünstigt. Beispiele sind Warby Parker und LemonAid.
Beim Self-Service-Muster überträgt ein Unternehmen einen Teil seiner Wertschöpfungskette an den Kunden. Beispiele sind IKEA und BackWerk.
Shop-in-Shop ist ein Muster, bei dem Handels- oder Dienstleistungsbetriebe ihre Verkaufsräume innerhalb eines andere Geschäfts eröffnen. Beispiele sind Bosch und Deutsche Post.
Bei Solution Provider bietet ein Unternehmen seinen Kunden nicht nur seine Produkte, sondern umfassende Gesamtlösungen an integrierten Produkt- und Dienstleistungsangeboten an. Beispiele sind Geek Squad und 3M.
Das Muster Subscription bezeichnet ein Abonnement, bei dem Kunden in regelmäßigen Abständen eine Leistung beziehen. Beispiele sind Salesforce und Rocksbox.
Durch das Muster Supermarket wird ein Verkaufsformat realisiert, bei dem dem Kunden eine große Produktvielfalt zu vergleichsweise niedrigen Preisen angeboten wird. Beispiele sind Toys "R" Us und Tesco.
Bei dem Muster Target the Poor werden die einkommensschwächsten Bevölkerungsschichten der Welteinkommenspyramide gezielt adressiert. Beispiele sind der Tata Nano und Walmart.
Bei dem Muster Trash-to-Cash, also aus Müll mach Geld, werden gebrauchte Güter wiederverwendet. Beispiele sind BASF und Caterpillar.
In einem Two-Sided Market werden zwei unterschiedliche Nutzergruppen auf der Plattform eines Dritten zusammengeführt. Beispiele sind Kreditkartensysteme und Snapchat.
Bei Ultimate Luxury konzentriert sich ein Unternehmen auf die einkommensstärksten Bevölkerungsschichten der Welteinkommenspyramide. Beispiele sind Lamborghini und Abbot Downing.
Bei User-Designed ist nicht, wie sonst üblich, das Unternehmen, sondern der Kunde der Erfinder und Verkäufer eines Produkts. Beispiele sind LEGO Factory und Quirky.
Als White Label bezeichnet man Fabrikate, die nach der Herstellung nicht mit einer bestimmten Marke verbunden sind, sondern von unterschiedlichen Firmen angeboten werden können. Beispiele sind Foxconn und Richelieu Foods.
Innoviere Dein Geschäftsmodell mit 55 erfolgreich erprobten Geschäftsmodellmustern.
Im Zeitalter von Geschäftsmodellen findet der Wettkampf zwischen Unternehmen nicht mehr ausschließlich zwischen deren Produkten und Dienstleistungen statt, sondern vielmehr zwischen Geschäftsmodellen. Ein innovatives, an die Umwelt optimal angepasstes Geschäftsmodell kann Euch den entscheidenden Wettbewerbsvorteil liefern!
In diesem Kurs lernt Ihr die 55 Geschäftsmodellmuster aus dem St. Galler Business Model Navigator kennen. Über 100 Beispiele von erfolgreichen internationalen und deutschen Innovatoren wie Amazon, Google oder SAP zeigen Euch, wie das eigene Geschäftsmodell durch ein oder eine Kombination mehrerer Geschäftsmodellmuster innoviert werden kann.
Wolltet Ihr schon immer mal wissen,
... wie Nespresso es schafft, dass Kunden über 80€ pro Kilogramm Kaffee bezahlen?
... wie Netflix das Videothekengeschäft revolutioniert hat ohne auch nur eine einzige eigene Videothek zu betreiben?
... und wie Apple zum größten Musikeinzelhändler wurde ohne eine einzige Musik-CD verkauft zu haben?
Durch Checklisten zu jedem Video könnt Ihr selbst reflektieren, ob das jeweilige Muster für Euch und Euer Unternehmen oder Start-up geeignet ist. Aber auch, wenn Ihr nur verstehen wollt, wie die heutige Geschäftswelt funktioniert oder Ihr euch auf neue berufliche Herausforderungen in einer zunehmend digitalen Welt vorbereiten möchtet, ist dieser Kurs genau das Richtige für Euch.
UPDATE 10.12.2019: Die in den Videos gezeigten Folien wurden den einzelnen Lektionen als zusätzliches Lernmaterial hinzugefügt. Ihr findet diese bei den Materialien in der Lektionsübersicht direkt neben den Lektionen.
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Untertitel: Für ein barrierefreies Lernen im Netz und zum einfacheren Verständnis bietet dieser Kurs händisch eingefügte und sehr akkurate Untertitel, die perfekt zum Audio getimet wurden. Diese helfen Euch beim Verständnis, falls Ihr keine Deutschmuttersprachler seid. Auch Hörgeschädigte können den Kurs problemlos belegen.