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Herausforderungen im Labor - Hämatologie (inkl. Lernkarten)
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Herausforderungen im Labor - Hämatologie (inkl. Lernkarten)

Jede Anämie hat eine Ursache, daher ist deren Erkennung essenziell.
Last updated 12/2025
German

What you'll learn

  • Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Anämieformen und können diese anhand von Parametern unterscheiden.
  • Sie wissen, wie das Wechselspiel zwischen Anämien und damit einhergehenden Körperfunktionen funktioniert.
  • Sie kennen die Erythropoese und deren Einflussfaktoren und Limitierungen
  • Sie können klinische Parameter besser interpretieren.

Course content

3 sections25 lectures2h 8m total length
  • Einführung2:33

    Die Hämatologie ist ein Bereich der Medizin, der sich mit der Erforschung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten des Blutes und des blutbildenden Systems befasst. Sie spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit des Körpers, da das Blut eine lebenswichtige Funktion bei der Versorgung von Sauerstoff, Nährstoffen und Immunabwehr hat.


    Das Blut besteht aus verschiedenen Bestandteilen, darunter rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und Plasma. Jede dieser Komponenten hat eine spezifische Funktion im Körper. Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff zu den Geweben und Organen, die weißen Blutkörperchen sind entscheidend für die Immunabwehr und den Schutz vor Infektionen, während die Blutplättchen für die Blutgerinnung wichtig sind.


    Die Hämatologie ist von großer Bedeutung, um Krankheiten des Blutes zu diagnostizieren und zu behandeln. Erkrankungen wie Anämie, Leukämie, Hämophilie, Thrombozytopenie und verschiedene Arten von Krebs können das blutbildende System betreffen und schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Durch Untersuchungen des Blutes wie Blutbildern, Knochenmarkbiopsien und anderen speziellen Tests können Hämatologen Erkrankungen identifizieren und entsprechende Therapien einleiten.


    Darüber hinaus spielt die Hämatologie eine wichtige Rolle in der Transfusionsmedizin, indem sie sicherstellt, dass Blutprodukte wie Vollblut, Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenkonzentrate und frisches gefrorenes Plasma für Patienten verfügbar sind, die Bluttransfusionen benötigen. Diese Transfusionen können lebensrettend sein, insbesondere für Menschen, die schwere Blutverluste durch Unfälle, Operationen oder bestimmte Krankheiten erlitten haben.


    Die Forschung in der Hämatologie ist kontinuierlich im Gange, um das Verständnis für Bluterkrankungen zu vertiefen und innovative Behandlungen zu entwickeln. Neue Therapien wie Stammzelltransplantationen und zielgerichtete Therapien für verschiedene Arten von Blutkrebs haben das Behandlungsspektrum erweitert und verbessern ständig die Prognose für Patienten mit Bluterkrankungen.


    Insgesamt ist die Hämatologie von entscheidender Bedeutung für die Aufrechterhaltung einer guten Gesundheit, da sie eine wichtige Rolle bei der Diagnose, Behandlung und Prävention von Bluterkrankungen spielt. Ihre Forschung und klinische Anwendung sind essenziell, um die Lebensqualität von Patienten zu verbessern und lebensbedrohliche Situationen zu bewältigen, die das blutbildende System betreffen.


    Mithilfe von ChatGPT erstellt.

  • Lektion 1 - Eine kurze Aufwämübung2:40
  • Lektion 2b3:13
  • Wiederholung
  • Erste Übungen4:05

    Eine kurze Zusammenfassung zu Anämien im Blut


    1. Anämie-Definition: Anämie ist ein Zustand, der durch einen Mangel an gesunden roten Blutkörperchen oder Hämoglobin im Blut gekennzeichnet ist. Hämoglobin ist ein Protein in roten Blutkörperchen, das Sauerstoff transportiert.


    2. Ursachen: Anämie kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Eisenmangel, Vitaminmangel (wie Vitamin B12 oder Folsäure), genetische Bedingungen wie Thalassämie oder Sichelzellkrankheit, chronische Krankheiten, Blutverlust durch Verletzungen oder Menstruation und Probleme mit der Knochenmarkproduktion von roten Blutkörperchen.


    3. Symptome: Die Symptome von Anämie können Müdigkeit, Schwäche, Schwindel, Kurzatmigkeit, blasse Haut, schneller Herzschlag, Kopfschmerzen und in schwereren Fällen sogar Brustschmerzen oder Herzprobleme umfassen.


    4. Diagnose: Ein Bluttest, der die Anzahl der roten Blutkörperchen, Hämoglobinwerte und andere Blutparameter misst, wird verwendet, um Anämie zu diagnostizieren. Zusätzliche Tests können durchgeführt werden, um die genaue Ursache der Anämie zu ermitteln.


    5. Behandlung: Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Anämie. Sie kann die Einnahme von Eisen- oder Vitaminpräparaten, eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten, Medikamente, Bluttransfusionen oder in einigen Fällen eine Operation umfassen, je nach Schweregrad und Ursache der Anämie.


    6. Prävention: Die Vorbeugung von Anämie kann durch eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eisen, Vitamin B12, Folsäure und anderen Nährstoffen erreicht werden. Die Behandlung und Kontrolle von chronischen Krankheiten kann ebenfalls helfen, das Risiko von Anämie zu verringern.


    Beachten Sie bitte, dass Anämie viele verschiedene Formen und Ursachen haben kann, und die Behandlung sollte immer unter Anleitung eines Arztes erfolgen, um die genaue Ursache zu bestimmen und eine angemessene Therapie zu erhalten.


    Mithilfe von ChatGPT erstellt.

  • Methapher - Die Frau mit den roten Ballons3:51
  • Allgemeine Informationen über die Bedeutung von Anämien4:55
  • Die Einteilung der Anämien - Teil 1: Die Morphologie2:51
  • Die Einteilung der Anämien - Teil 2: Ätiologie und Pathogenetik4:28
  • Die Diagnostik einer Anämie7:39
  • Wiederholung
  • Fragestellung - Hypochrom10:00

    Faktenbox: Eisenmangel


    1. Prävalenz und weltweite Bedeutung

    • Eisenmangel ist eine der häufigsten Mangelerscheinungen weltweit und betrifft Menschen aller Altersgruppen.

    • Besonders betroffen sind Frauen im gebärfähigen Alter, Kinder, Schwangere und Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie chronischen Darmerkrankungen.


    2. Ursachen

    • Eisenmangel kann durch unzureichende Zufuhr von Eisen über die Ernährung, schlechte Eisenabsorption im Darm, erhöhten Eisenbedarf (z. B. während der Schwangerschaft) oder chronische Blutverluste (z. B. durch starke Menstruation) verursacht werden.


    3. Symptome

    • Zu den häufigsten Symptomen von Eisenmangel gehören Müdigkeit, Blässe, Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel und brüchige Nägel.

    • In schweren Fällen kann es zu einer eisenmangelbedingten Anämie kommen, die zu Atemnot, schnellem Herzschlag und Konzentrationsproblemen führt.


    4. Diagnose

    • Die Diagnose eines Eisenmangels erfolgt in der Regel durch Blutuntersuchungen, darunter der Ferritinwert (Speichereisen / Achtung: Akut-Phase-Protein), der Hämoglobinspiegel und die Transferrinsättigung.


    5. Behandlung und Prävention

    • Die Behandlung eines Eisenmangels beinhaltet die Einnahme von Eisenpräparaten, oft in Kombination mit Vitamin C, um die Eisenabsorption zu verbessern.

    • Die Prävention von Eisenmangel umfasst eine ausgewogene Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchten, grünem Blattgemüse und Vollkornprodukten.


    6. Risikofaktoren

    • Personen mit chronischen Erkrankungen wie Zöliakie, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Nierenproblemen haben ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel.

    • Auch Vegetarier und Veganer sollten auf ausreichende Eisenzufuhr achten.

    Eisenmangel kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit haben, aber mit der richtigen Diagnose und Behandlung ist er gut zu bewältigen. Eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise sind entscheidend, um Eisenmangel vorzubeugen.


    Mithilfe von ChatGPT auf Basis meiner Literaturrecherche erstellt.

  • Fallbeispiel - Hyperchrom12:22

    Faktenbox: Vitamin B12-Mangel und seine Auswirkungen


    1. Rolle von Cobalamin (Vitamin B12)

    • Cobalamin ist ein essentielles Vitamin und spielt eine zentrale Rolle in vielen Stoffwechselprozessen.

    • Es ist an der Synthese von Fettsäuren, Aminosäuren und Nukleinsäuren beteiligt, was einen Einfluss auf Zellreifung und -teilung hat, insbesondere in der Hämatopoese.


    2. Bedarf und Quellen

    • Der durchschnittliche tägliche Bedarf an Vitamin B12 beträgt etwa 2 µg.

    • Hauptquellen für Vitamin B12 sind tierische Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Milchprodukte und Eier.

    • Der Körper speichert normalerweise ausreichend Vitamin B12 in der Leber und Muskulatur, um den Bedarf für 2 bis 4 Jahre zu decken.


    3. Resorption

    • Die Aufnahme von aufgenommenem Cobalamin erfolgt hauptsächlich im Ileum des Dünndarms.

    • Hierfür ist der Intrinsic Factor (IF) notwendig, der von den Parietalzellen des Magens produziert wird.


    4. Erkennung eines Mangels

    • Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu verschiedenen Veränderungen im Blutbild führen, darunter:

      • Hyperchrome, makrozytäre Anämie (erhöhte MCV und MCH)

      • Leukopenie und Thrombozytopenie (Panzytopenie) sind häufig.

      • Hypersegmentierte Granulozyten und ovale Erythrozyten (Megalozyten) können auftreten.

      • Im weiteren Verlauf sind auch Thrombopenie und Leukopenie möglich.

    • In der klinischen Chemie können folgende Merkmale auf einen Mangel hinweisen:

      • Hämolysezeichen wie erhöhte LDH und indirektes Bilirubin, erniedrigtes Haptoglobin.

      • Als Zeichen einer ineffektiven Erythropoese im Knochenmark kann der Serumeisenspiegel erhöht sein.

      • Hyperbilirubinämie und erhöhtes LDH sind Anzeichen für Hämolyse infolge der ineffektiven Erythropoese.

    Ein Mangel an Vitamin B12 kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen und sollte daher frühzeitig erkannt und behandelt werden.


    Mithilfe von ChatGPT auf Basis meiner Literaturrecherche erstellt.

  • Wiederholung
  • Fallbeispiel - Haemolyse 17:55

    Faktenbox: Sichelzellanämie und ihre Auswirkungen


    1. Prävalenz

    • Sichelzellanämie (Sickle Cell Disease, SCD) gewinnt weltweit an Bedeutung und betrifft 20-40% der Bevölkerung im tropischen Afrika und 5-10% der schwarzen Bevölkerung in Amerika.

    • In den USA wird bei Neugeborenen ein Bluttest auf SCD durchgeführt.


    2. Krankheitsbezeichnung

    • Die frühere Bezeichnung "Sichelzellanämie" wird aufgrund der internationalen Nomenklatur vermieden, da nicht alle Formen der Sichelzellkrankheit mit Anämie einhergehen. Das dominierende Krankheitsgeschehen wird durch Hämolyse und Gefäßverschluss-bedingte Krisen bestimmt.


    3. Pathophysiologie

    • SCD ist durch rote Blutkörperchen gekennzeichnet, die eine große Menge Hämoglobin S enthalten und sich zur Sichelform verformen, was zu verminderte Biegsamkeit führt.

    • Sichelförmige Blutkörperchen treten vermehrt auf, insbesondere bei Infektionen oder Sauerstoffmangel im Blut.


    4. Auswirkungen

    • Sichelförmige Blutkörperchen sind fragil und neigen zum Reißen.

    • Sie behindern den Blutfluss in den kleinsten Blutgefäßen (Kapillargefäße), was zu Schmerzen und Schädigungen von Organen wie der Milz, Nieren, Gehirn und Knochen führen kann.

    • Nierenversagen und Herzversagen können auftreten.

    • Sichzellphänomene können durch sauerstoffarme Umgebungen oder Behandlungen ausgelöst werden.


    5. Krisensituationen

    • Hämolytische Krisen sind durch einen rapiden Abfall des Hämoglobins bei gleichzeitig steigender Retikulozytenzahl gekennzeichnet.

    • Aplastische Krisen, die mit einem Fehlen von Retikulozyten einhergehen, können durch Infektionen mit Paroviren oder Folsäuremangel ausgelöst werden.


    6. Genetische Grundlage

    • Die SCD ist das Ergebnis einer Genmutation, die zu einem Austausch von Glutaminsäure gegen Valin in Position 6 der β-Globinkette des Hämoglobins führt.

    • Heterozygote HbS-Anlageträger (HbS 35-45%) zeigen keine Blutbildveränderungen und nur wenige klinische Symptome.


    7. Lebensführung und Prävention

    • Trotz der Erkrankung sollte für Jugendliche und junge Erwachsene eine gute Schul- und Berufsausbildung angestrebt werden, wobei berufliche Belastungen vermieden werden sollten.

    • Sichelzellpatienten sollten ermutigt werden, innerhalb ihrer individuellen Leistungsfähigkeit Sport zu treiben, jedoch auf Kälteexposition und Überanstrengung achten, da sie Schmerzkrisen auslösen können. Die individuellen Grenzen sind zu beachten.

    Sichelzellanämie ist eine komplexe Erkrankung mit vielfältigen Auswirkungen auf die Gesundheit und das tägliche Leben der Betroffenen. Eine frühzeitige Diagnose und eine angemessene medizinische Betreuung sind von entscheidender Bedeutung.


    Mithilfe von ChatGPT auf Basis meiner Literaturrecherche erstellt.

  • Fallbeispiel - Haemolyse 29:33

    Der Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G6PD)-Mangel ist eine erbliche genetische Störung, die nach einer akuten Krankheit, der Einnahme bestimmter Medikamente oder dem Verzehr von Lebensmitteln wie Fava-Bohnen (Favismus) zu einer Zerstörung roter Blutkörperchen führen kann, was als Hämolyse bezeichnet wird.


    Faktenbox: Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G6PD)-Mangel


    1. Pathophysiologie

    Der G6PD-Mangel führt zu einem Defizit des Enzyms Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase, das im Pentosephosphat-Zyklus eine entscheidende Rolle spielt. Dieser Zyklus wandelt Glucose-6-Phosphat in Pentosephosphat um und dient zur Produktion von NADPH. NADPH ist wichtig für die Synthese von reduziertem Glutathion, das die Erythrozyten vor oxidativem Stress schützt. Ein Mangel an G6PD führt zu einem Glutathion-Mangel und in der Folge zur Hämolyse, wodurch die Lebensdauer der Erythrozyten verkürzt wird. Diese Zerstörung der roten Blutkörperchen, auch als hämolytische Krise bekannt, klingt in der Regel von selbst ab.


    2. Genetik

    Der G6PD-Mangel wird X-chromosomal vererbt, was bedeutet, dass hauptsächlich Männer betroffen sind, während Frauen Träger des defekten Gens sein können. Die Aktivität des G6PD-Gens kann stark variieren, und einige Menschen haben eine verminderte G6PD-Aktivität, während bei anderen das Enzym überhaupt nicht funktioniert. Diese Erbkrankheit ist im Mittelmeerraum weit verbreitet.


    3. Klinische Symptome

    In den meisten Fällen ist die Zerstörung der roten Blutkörperchen leicht und verläuft ohne erkennbare Symptome. Bei schwereren Enzymmangeln können jedoch Symptome auftreten, darunter Gelbsucht, dunkler Urin, Erschöpfung, Kurzatmigkeit und gelegentliche Rücken- oder Bauchschmerzen.


    4. Diagnose

    Die Enzymaktivität von G6PD in Erythrozyten kann mittels photometrischer Untersuchung bestimmt werden. Probenmaterial für diesen Test ist EDTA-Vollblut.

    Der G6PD-Mangel ist eine wichtige genetische Erkrankung, die das Risiko einer Hämolyse in Verbindung mit bestimmten Auslösern erhöht. Eine genaue Diagnose und das Vermeiden der auslösenden Faktoren sind entscheidend, um schwerwiegende Folgen zu verhindern.


    Mithilfe von ChatGPT auf Basis meiner Literaturrecherche erstellt.

  • Wiederholung
  • Fallbeispiel - Entzuendung11:01

    Klinische Merkmale

    Die klinischen Symptome der Anämie infolge chronischer Erkrankungen variieren je nach Schweregrad der Erkrankung und den individuellen Patienten. Häufige Symptome sind Müdigkeit, Schwäche, reduzierte Belastbarkeit, Blässe der Haut und Schleimhäute sowie gelegentliche Kopfschmerzen. In schweren Fällen kann ACD zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen führen.


    Diagnose

    Die Diagnose der Anämie bei chronischen Erkrankungen beruht auf einer umfassenden Anamnese, körperlichen Untersuchung und Laboruntersuchungen. Diese können Folgendes umfassen:

    • Blutbild, um den Hämoglobinspiegel, die Anzahl der roten Blutkörperchen und den Hämatokrit zu überprüfen.

    • Eisenstatus, um den Serumferritin- und Transferrinwert zu messen.

    • Retikulozytenzählung und -index, um die Reifung der roten Blutkörperchen zu bewerten.

    • Entzündungsmarker wie C-reaktives Protein (CRP) und Erythrozytensedimentationsrate (ESR), um die Entzündungsaktivität zu überwachen.

    • Gelegentlich Knochenmarkuntersuchungen, um andere zugrunde liegende Ursachen auszuschließen.


    Behandlung

    Die Behandlung der Anämie bei chronischen Erkrankungen zielt darauf ab, die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln, die Entzündung zu kontrollieren und den Eisenmangel auszugleichen. Dies kann folgende Maßnahmen umfassen:

    • Die Verabreichung von Eisenpräparaten, um den Eisenmangel zu beheben.

    • Die Behandlung der Grunderkrankung, um die Entzündung zu reduzieren.

    • Gegebenenfalls Erythropoetin-Präparate, um die Bildung roter Blutkörperchen zu unterstützen.

    • Die Überwachung und Anpassung der Therapie, um die Anämie zu kontrollieren.

    Prognose

    Die Prognose für Patienten mit Anämie infolge chronischer Erkrankungen hängt von der Schwere der Grunderkrankung ab. Mit einer angemessenen Behandlung und Kontrolle der Grunderkrankung können die Symptome der Anämie oft verbessert werden. Eine frühzeitige Diagnose und adäquate Therapie sind entscheidend für die Lebensqualität der Betroffenen.


    Faktenbox: Anämie infolge chronischer Erkrankungen

    • Die Anämie infolge chronischer Erkrankungen (ACD) ist die zweithäufigste Art von Anämie weltweit und betrifft etwa 20% der Bevölkerung.

    • Typische Auslöser von ACD sind Malignome, Infektionen, rheumatische Erkrankungen, Sarkoidose und chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

    • Die Pathophysiologie von ACD umfasst eine Störung der Eisenhomöostase und Dyserythropoese aufgrund von Zytokinen, insbesondere Interleukin-6 und Hepcidin.

    • Die Anämie bei chronischen Erkrankungen zeigt sich anfangs meist normozytär und normochrom, kann aber bei überwiegendem funktionellem Eisenmangel mikrozytär und hypochrom werden.

    • Die Diagnose erfordert eine gründliche Beurteilung des Blutbildes, des Eisenstatus und der Entzündungsmarker, während andere Ursachen der Anämie ausgeschlossen werden.

    • Die Behandlung beinhaltet die Therapie der Grunderkrankung, die Kontrolle der Entzündung und die Gabe von Eisen und gegebenenfalls Erythropoetin.

    • Die Prognose hängt von der Grunderkrankung und der rechtzeitigen Behandlung ab, wobei eine angemessene Therapie die Lebensqualität der Patienten verbessern kann.


    Mithilfe von ChatGPT auf Basis meiner Literaturrecherche erstellt.

  • Wiederholung
  • Fallbeispiel - Weitere genetische Veränderungen (Update)11:42

    Die Thalassämie ist eine erbliche Bluterkrankung, die weltweit Millionen Menschen betrifft.

    Sie zeichnet sich durch eine gestörte Produktion von Hämoglobin aus, dem Protein in den roten Blutkörperchen, das für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich ist. Die Krankheit wird in zwei Haupttypen unterteilt: Thalassämie minor, die meist mild verläuft, und Thalassämie major, bei der es zu schweren Anämien und erheblichen gesundheitlichen Komplikationen kommt.


    In diesem Kurs lernen Sie die Ursachen, Symptome und Diagnostik der Thalassämie kennen. Wir beleuchten die klinischen Auswirkungen wie chronische Anämie, Wachstumsstörungen und die oft nötige lebenslange Bluttransfusionstherapie.

    Der Kurs bietet einen umfassenden Überblick, der sich besonders an Fachkräfte im Gesundheitswesen richtet, die mit dieser genetischen Erkrankung konfrontiert sind.

  • Wiederholung
  • Fallbeispiel mit Ausblick auf weitere Kurse3:43
  • Exkurs - Eine kurze Produktvorstellung1:54
  • Danksagung1:54

Requirements

  • Grundkenntnisse der Hämatologie, Physiologie und klinischen Chemie
  • Interesse an der Pathophysiologie des Körpers

Description

Sind Sie BMA oder MTL? Dann sind Sie hier genau richtig!

Dieser Kurs ist speziell für Biomedizinische AnalytikerInnen (BMA) und Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistenten (MTL) entwickelt, die täglich Blutproben analysieren und hämatologische Veränderungen erkennen möchten. Er bietet praxisnahes Wissen, das Sie in Ihrem Berufsalltag wirklich weiterbringt. Auch Interessierte aus anderen Bereichen der Laboranalytik sind herzlich willkommen!


Was erwartet Sie im Kurs?

Im Fokus dieses Kurses stehen Anämien – ein zentrales Thema der Hämatologie. Wir besprechen die häufigsten Anämieformen und vermitteln Ihnen, wie sie entstehen, welche Auswirkungen sie haben und welche Herausforderungen die Diagnostik mit sich bringt.


Themenübersicht:

  • Eisenmangel

  • Vitamin B12- und Folsäuremangel

  • Sichelzellkrankheit

  • Thalassämie

  • G6PDH-Mangel

  • Anemia of Chronic Disease (ACD)


Fallbeispiele und Praxiswissen

- Ferritin als Diagnoseparameter: Wann deutet ein niedriger Ferritinwert auf Eisenmangel hin? Und was bedeutet ein erhöhter Wert? Hier lernen Sie, wie Sie diese Werte im klinischen Kontext richtig einordnen.


- Migration und Krankheitsbilder: Welche Anämieformen treten durch Migration vermehrt auf, und wie können Sie diese erkennen?


- Fallbeispiel Hämolyse: Erfahren Sie, wie eine einfache Vorliebe zu einem kritischen klinischen Zustand führen kann – und warum solche Fälle für Ihre Praxis relevant sind.


Kursupdate September 2024

Der Kurs wurde umfassend aktualisiert und bietet Ihnen jetzt noch mehr praxisnahe Inhalte, ein neues Fallbeispiel zur *Thalassämie* sowie eine verbesserte Video- und Tonqualität. Dank Ihrer Rückmeldungen ist dieser Kurs jetzt noch besser auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Eine Überarbeitung der Untertitel ist aufgrund von technischen Probleme aktuell nicht möglich - soll aber bald folgen.


Kursupdate Jänner 2025

Alle Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen haben jetzt auch Zugriff auf die beigefügten Lernkarten. Alle relevanten Informationen auf einer Seite (pdf) zusammengefasst. Viel Freude damit.


Viel Erfolg wünscht Ihnen

Alexander Riegler

Who this course is for:

  • Biomedizinische Analytiker und Analytikerinnen
  • Medizinisch-Technische-Analytiker (alte Bezeichnung, Deutschland)