
Zum Auftakt lernst du, wie man in Fusion ein neues Projekt anlegt, eine durchdachte Ordnerstruktur schafft und eine erste Skizze in Einbauposition zeichnet. Anschließend wird das Rechteck extrudiert, mit Gewindebohrungen versehen und mithilfe von Radien sowie Fasen verfeinert. Nebenbei bekommst du einen Crash-Kurs in Navigation, Versionsverlauf und Materialverwaltung. Am Ende hältst du die fertig modellierte Grundplatte des Druckluftmotors in den Händen
Hier vertiefst du den Umgang mit Skizzenwiederverwendung und siehst, wie Bohrungen auch ganz ohne vorherige Skizze – inklusive Senkung und Gewinde – eingefügt werden. Eine rechteckige Anordnung erzeugt vier identische Bohrungen auf einen Schlag, und alle Fasen werden in einem einzigen Befehl gesetzt. Zum Schluss stellst du das Material von Stahl auf Aluminium um und liest Masse, Volumen sowie Schwerpunkt aus den physikalischen Eigenschaften aus.
Das rotationssymmetrische Normteil dient als Vergleichsobjekt für drei Modellierwege: Kreis + Extrusion, Profil drehen und das Zylinder-Tool. Du beobachtest, wie sich jeder Ansatz auf Geschwindigkeit, Flexibilität und Konstruktionsverlauf auswirkt, rundest beide Stirnseiten ab und legst Bronze als Werkstoff fest. Am Ende weißt du, wann sich welcher Weg am meisten lohnt.
Du importierst eine TIFF- oder PNG-Vorlage, kalibrierst sie maßgenau und zeichnest die komplette Kontur nach. Dabei setzt du gezielt Abhängigkeiten und Bemaßungen, bis jede Linie schwarz (vollständig bestimmt) erscheint. Eine einzige Drehung erzeugt den fertigen Zapfen – ohne nachträgliche Fasen-Features. So erlebst du, wie Bildtracing und sauber definierte Skizzen Hand in Hand gehen.
Zunächst entsteht das Pleuel klassisch über Nut-Skizze, Rechtecke und Kreise; anschließend wird derselbe Körper viel schneller erzeugt, indem du ein Viertel konstruierst und Körper + Skizzen spiegelst. Du lernst, Kreisbögen direkt mit dem Linienwerkzeug zu ziehen, Richtungsänderungen im Konstruktionsverlauf vorzunehmen und Abrundungen erst nachträglich global zu vererben. Ergebnis: identische Geometrie, aber zwei sehr unterschiedliche Workflows – perfekt zum Abwägen von Vor- und Nachteilen.
Aus einer rotierten Profilskizze entsteht zunächst die Grundform; danach schneidest du ein erstes Loch per Extrusion aus und vervielfältigst es mit einer runden Anordnung. Durch das Vorziehen eines Fasen-Features im Verlauf überträgt sich die Kantenbearbeitung automatisch auf alle Kopien – ein Paradebeispiel für parametrisches Arbeiten. Abschließend verpasst du Außen- sowie Innenkanten den letzten Schliff.
Der Kolben erhält seine charakteristische Querbohrung auf drei Arten: (1) Skizze auf einer Tangentialebene, (2) Skizze in Schnittansicht direkt am Ursprung und (3) das Bohrungs-Werkzeug ohne Skizze. Du übst, Elemente im Verlauf gezielt zu unterdrücken, um Varianten zu dokumentieren, und legst Bronze als Material fest. So kannst du künftig flexibel die schnellste Methode auswählen.
Hier dreht sich alles um sauberes Trimmen: Überflüssige Kreissegmente werden entfernt, bis nur eine geschlossene Stangen-Kontur bleibt. Nach der Extrusion lernst du, wie man eine Tangentialebene nutzt, um ein geneigtes Gewinde exakt zu platzieren. Abrundungen und mikrokleine Fasen liefern den Feinschliff – die Kurbel ist bereit für den Zusammenbau.
Eine einzige Seitenskizze, symmetrisch extrudiert, bildet das komplexeste Bauteil der Serie. Danach folgen diverse Bohrungen: komplette Durchgänge, Senkungen mit Versatz und Gewinde via separatem Gewinde-Befehl. Du organisierst den langen Verlauf mit Gruppen, nennst Skizzen sprechend um und kontrollierst die Belüftungskanäle in einer Halbschnitt-Analyse.
Du projizierst Mantelkonturen auf eine Versatzebene, um präzise Aussparungen zu fräsen – und lernst als Alternative die Versatz-Extrusion kennen. Abgerundete Kanten erhalten eine Fase mit definierbarem Winkel, und zwei finale Bohrungen runden die Welle ab. Ergebnis: ein robustes, bronzenes Drehteil mit charakteristischen Nuten.
Der Blech-Arbeitsbereich kommt ins Spiel: Erst zeichnest du eine Konturlasche und biegst sie mehrstufig, dann probierst du den Ansatz „Fläche extrudieren + Flansche ansetzen“. Du passt Blechregeln (2 mm Stahl) an, erzeugst die Abwicklung samt Biegelinien und exportierst sie als DXF. Nun kennst du den vollständigen Weg vom 3D-Bügel bis zur Fertigungszeichnung.
Alle Einzelteile werden in eine Baugruppe geladen, mit starren, zylindrischen und Umdrehungs-Gelenken verbunden und – wo nötig – per Schrauben aus der Fusion-Bibliothek befestigt. Du lernst, Gelenke zu duplizieren, Normteile zu gruppieren und den Verlauf übersichtlich zu halten. Nach der letzten Verschraubung bewegt sich die Mechanik bereits von Hand.
Mit der Kollisionsanalyse stellst du sicher, dass sich Bauteile nicht überschneiden, blendest Komponentenfarben ein und erzeugst einen Halbschnitt zur Sichtkontrolle. Eine Bewegungsstudie animiert den Kolbenhub, während Messungen im laufenden Betrieb (Abstand Kolben–Deckel) live Ergebnisse liefern. Selbst Konstruktionsfehler lassen sich dank Direktbearbeitung sofort korrigieren.
Im Animationsarbeitsbereich erstellst du zuerst eine automatische, dann eine manuelle Explosionsdarstellung mit sauberer Reihenfolge. Anschließend entsteht ein Montagevideo: Bauteile „fliegen“ nacheinander an ihre Position, während eine Kamerafahrt alles filmreif begleitet. Beide Clips lassen sich exportieren – perfekt für Präsentation oder Lernzwecke.
Zum Abschluss erfährst du, wie man Einzelteilzeichnungen manuell bemaßt (Haupt-, Schnitt- und Detailansichten, ISO-GPS-Konformität) oder komplett automatisch generieren lässt. Für die Baugruppe werden Explosionsansicht, Stückliste und Positionsnummern auf ein A3-Blatt gebracht. PDF-Export, Ausbruchschnitte und Beschriftungsfelder runden das Paket ab – damit bist du bereit für die Fertigung oder Dokumentation.
Stelle dir vor, du öffnest Fusion, beginnst mit einem einzigen Rechteck – und wenige Stunden später siehst du einen komplett animierten Druckluftmotor sauber rotieren. Genau diesen Weg gehst du in diesem praxisorientierten Komplettkurs.
Das erwartet dich Schritt für Schritt
Sicherer Einstieg
Du beginnst mit einer kurzen Orientierung in Fusion 360, richtest eine saubere Datenstruktur ein und lernst, wie du Skizzen anlegst, bemaßt und vollständig definierst, sodass jede Linie von Anfang an kontrollierbar bleibt.
Modellierung von Einzelteilen
Anschließend wendest du klassische 3D-Werkzeuge wie Extrusion, Rotation, Bohrung, Gewinde, Fase und Radius direkt an realen Motorbauteilen an – und du erfährst gleichzeitig, wie parametrisches Denken, Abhängigkeiten, Spiegelungen und Anordnungen deine Konstruktion dauerhaft flexibel halten.
Blechtechnik in der Praxis
Sobald die Massivteile stehen, wechselst du in den Blech-Arbeitsbereich, passt die Blechregeln auf dein Material an, erstellst Flansche, generierst eine Abwicklung und exportierst eine DXF-Datei, die direkt zum Laserschneider oder zur Abkantpresse gehen könnte.
Aufbau einer funktionsfähigen Baugruppe
Danach setzt du alle 15 Bauteile zu einer Baugruppe zusammen, definierst die passenden Gelenktypen – starr, zylindrisch oder Rotation – und prüfst in einer Kollisionserkennung, ob sich wirklich nichts durchdringt, während eine Bewegungsstudie den Kolbenhub in Echtzeit demonstriert.
Professionelle Visualisierung und Animation
Im Animations-Arbeitsbereich erstellst du zunächst eine Explosionsdarstellung, die jedes Teil nachvollziehbar vom Motor löst, und zeichnest dann ein Montagevideo auf, in dem die Komponenten samt Kamerafahrt wieder exakt zusammenfinden – ideal für Präsentationen oder Anleitungen.
Fertigungsreife Dokumentation
Zum Abschluss erstellst du automatische und manuelle Einzelteil- sowie Baugruppenzeichnungen, ergänzt Stücklisten, Positionsnummern, Schnitt- und Detailansichten und exportierst alles als PDF oder DXF, sodass Konstruktion, Werkstatt und Einkauf sofort damit arbeiten können.
Dieser Kurs zeigt Praxisprojekte in Autodesk® Fusion und wurde finanziell von Autodesk gefördert