
Unter dem Video habe ich euch die Präsentation als PDF und eine Buchempfehlung beigefügt.
Hier lernt ihr, Jahresabschlüsse zu lesen und zu verstehen. Dies ist notwendig, um die Bewertungskennzahlen zu berechnen.
Auch bei den Bewertungsverfahren müssen einige Positionen aus den Jahresabschlüssen übernommen werden. Solltet ihr bereits wissen, wie Jahresabschlüsse zu lesen sind, so können diese Videos übersprungen werden.
Es macht Sinn, die entsprechenden Positionen begleitend in einem Jahresabschluss nachzuschlagen.
Die nachfolgenden Kennzahlen sind keine geschlossenen Bewertungsverfahren, sondern geben lediglich einen Hinweis darüber, wie die Bewertung des Unternehmens am Markt ist.
Die wohl bekannteste Kennzahl. Bei stabilen und ausgewachsenen Unternehmen ein guter Indikator, für eine mögliche Über- oder Unterbewertung. Hier sollte jedoch stehts nachgerechnet werden, da diese Kennzahl relativ fehleranfällig ist.
Die Formel für das Enterprise Value sieht wie folgt aus:
EV = Marktkapitalisierung + Minderheitenanteile + langfristige Finanzverbindlichkeiten + kurzfristige Finanzverbindlichkeiten - kurzfristige Vermögenswerte - liquide Mittel
Die Marktkapitalisierung ist der Marktwert des Eigenkapitals.
Achtet darauf, dass die Minderheitenanteile aus der Bilanz entnommen werden und nicht aus der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten spiegeln alle zinstragenden Verpflichtungen.
Die liquiden Mittel und kurzfristigen Vermögenswerte werden abgezogen, da diese beim Kauf des Unternehmens theoretisch zur Schuldentilgung verwendet werden könnten.
Kurzfristige Vermögenswerte sind alle schnell liquidierbaren Vermögenswerte, wie beispielsweise Wertpapiere.
Der Enterprise Value ermöglicht somit eine Wertberechnung unter Einbeziehung der Kapitalstruktur.
Hier wird der Grundgedanke hinter dem DCF-Verfahren dargestellt und erklärt, warum wir diskontieren.
Dabei ist auch anzumerken das das DCF-Verfahren das präziseste Bewertungsverfahren ist und im Vergleich zu den Multiplikatorenverfahren wirklich fundiert.
Hier sind die Formeln nochmal aufgeführt. Da Udemy Formeln leider nicht in der Beschreibung der Videos darstellen kann, sehen diese hier etwas kryptisch aus. In der Powerpoint können diese jedoch ebenfalls nachgeschlagen werden.
Barwert Planungsperiode=(FCF 1)/((1+r))+(FCF 2)/(1+r)^2 +(FCF 3)/(1+r)^3 +…+(FCF tn)/(1+r)^n
Terminal Value=(FCF tn∗(1+g))/((r-g))
Barwert Terminal Value=(Terminal Value)/(1+r)^n
Um die Free Cashflows zu prognostizieren, müssen zuerst die Umsätze und Gewinne geschätzt werden. Das ist Thema dieses Videos.
Ein kleiner Exkurs, der die Schätzung der Gewinne vereinfachen soll und eher dem Verständnis dient. Genau genommen hat der Produktlebenszyklus jedoch nichts mit dem DCF-Verfahren zu tun.
Die Ermittlung der einzelnen Posten erfolgt in den Folgevideos.
Dieser Posten ist meist nachrangig.
Einfache Faustformel: Das oWC wächst ungefähr mit der Umsatzwachstumsrate, wenn nichts anderes in den Geschäftsberichten steht.
Denkt aber daran, ungewöhnlich hohe Vorräte oder Forderungen/ Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zu normalisieren!
Etwas komplizierter als die Übernahme des klassischen Betas von externen Quellen, jedoch in einigen Fällen durchaus sinnvoll.
Eine Annahme, bei der man stehts konservativ ansetzen sollte. Wenn man Werte über 2% ansetzt, sollte man diese besonders kritisch prüfen.
Glückwunsch, nun beherrscht ihr mit dem DCF-Verfahren das komplizierteste Bewertungsverfahren des Kurses! Die sind nochmal paar Stolpersteine aufgeführt, die euch bei der Bewertung begegnen könnten.
Wichtig:
Den ROCE, die Nettoverschuldung und die Branchenstrukturanalyse findet ihr im letzten Abschnitt als Extralektion erklärt! Schaut euch die Videos möglichst an, bevor ihr mit dem Fairen KGV startet!
Beachte:
Multiplikatorenverfahren, wie das faire KGV sind keine geschlossenen Bewertungsverfahren, wie das DCF-Verfahren, sondern eher als Bewertungsindikatoren zu verstehen. Sie sollen das Ergebnis des DCF-Verfahrens eher validieren. Für sich genommen haben diese Ansätze eine vergleichsweise geringe Aussagekraft.
Zudem habe ich einen weiteren Artikel zum Thema hinterlegt. Neben Nicolas Schmidlin hat nämlich auch Vitaly Katsenelson ein Bepunktungsverfahren zur Unternehmensbewertung entwickelt, welches dort näher erläutert wird.
Aufgrund der mathematischen Fehleranfälligkeit dieses Ansatzes bin ich eher ein Freund der alternativen Verwendung des fairen KBV.
Hier ist der Rechner zum Erstellen der Graphiken.
Hier könnt ihr euch zum Abschluss einen Bewertungsrechner herunterladen.
Schaut euch auch gerne unsere anderen Kurse an. Dort werden auch die Themen Kennzahlenanalyse, Geschäftsmodellanalyse und Aktienanalyse als Ganzes behandelt.
Viel Spaß mit dem Rechner!
Wenn ihr eine noch umfassendere Excel-Vorlage für eure Analysen wollt, dann schaut gerne in den verlinkten Onlinekurs "Aktienanalyse und Unternehmensbewertung mit Excel"!
Mittels der Branchenstrukturanalyse lässt sich für das faire KGV die Marktposition eines Unternehmens ermitteln.
Sollte mehr Interesse am Thema Geschäftsmodellanalyse bestehen, schaut gerne in unseren verlinkten Onlinekurs zum Thema!
Hier sind einige Rentabilitätskennzahlen erklärt. Das für uns relevante ROCE beginnt bei Minute 5 und Sekunde 10. Aber auch die anderen Kennzahlen sind interessant.
Sollte mehr Interesse am Thema Kennzahlenanalyse bestehen, dann schaut gerne beim verlinkten Onlinekurs zum Thema Kennzahlenanalyse vorbei!
Hier sind neben der Nettoverschuldung einige Kennzahlen erklärt, welche helfen sollen, die finanzielle Stabilität für das faire KGV einzuschätzen zu können.
Warren Buffett sagte, dass jedes Unternehmen einen Burggraben für seinen langfristigen Erfolg braucht, welcher es vor der Konkurrenz schützt. Dieser Burggraben besteht aus den Erfolgsfaktoren.
Was lerne ich in diesem Kurs?
In diesem Kurs dreht sich alles um das Bewerten von Unternehmen, bzw. Aktien.
Hierbei werden diverse Bewertungsverfahren so erklärt, dass diese auch durch einen Laien nachvollzogen und angewandt werden können. Dafür erhält der Teilnehmer in den Videos eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Beispielrechnungen und wird auch auf mögliche Fehlerquellen und Problematiken hingewiesen. Dabei liegt der Fokus auf dem sogenannten Discounted-Cashflow-Verfahren. Dieses wird jedoch durch diverse Bewertungskennzahlen und Multiplikatorenverfahren ergänzt.
Des Weiteren erhält der Teilnehmer eine Excelvorlage mit diversen Bewertungsrechnern für die eigene Anwendung und einige Extralektionen zum besseren Verständnis.
Wozu sollte man eine Unternehmensbewertung durchführen?
Eine Unternehmensbewertung ist immer dann notwendig, wenn man ein Unternehmen oder Anteile an einem Unternehmen kaufen möchte. Dies können Aktien oder Anteile an einer GmbH sein.
Durch die Bewertung kann man den Wert eines Unternehmens abschätzen und verhindert damit gegebenenfalls einen überteuerten Kauf. Gleichzeitig ermöglicht es einem, günstige und unterbewertete Unternehmen zu finden, wodurch man die eigene Rendite steigern, beziehungsweise Verluste vermeiden kann.
Ist das praktisch anwendbar?
Klar. An der Börse sieht man häufig Aktien, die medial stark gehypt werden. Dies führt oft zu Fehlbewertungen. Genau hier kann sich der kundige Privatinvestor mittels einer Bewertung vor einer verlustreichen Fehlinvestition schützen oder bewusst eine Chance wahrnehmen.
Und wenn man das Thema verstanden hat, ist dies auch für einen Privatanleger machbar. Hierfür erhält der Kursteilnehmer sogar eine Rechenvorlage auf der Basis von Excel, mit welcher die Bewertung innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden kann.
Bei diesem Kurs handelt es sich um keine Anlageberatung.