
Das erwartet dich in meinem Social Media 1x1 Kurs
ACHTUNG: Der Kurs hat zwei Teile. In diesem Teil (1) lernst du grundlegende strategische Überlegungen und Tipps, die du auf allen Plattformen nutzen kannst. In Teil 2 gehe ich auf die spezifischen Kanäle ein und gebe Tipps, was du tun kannst, wenn die Content-Erstellung schief gelaufen ist.
Das lernst du in Teil 1
Was ist Social Media eigentlich und wie hat es sich entwickelt?
Was haben die unterschiedlichen Plattformen gemeinsam?
Wie bereitet man Inhalte für Social Media auf?
Warum zählt der erste Eindruck (die ersten drei Sekunden bei Videos) und wie kann ich die Nutzer*innen für meine Zwecke weiterleiten?
Vom virtuellen Klassentreffen zum kurzen, unterhaltsamen Video
Alles begann mit StudiVZ (bzw. SchülerVZ) und Facebook, wo ich alte Klassenkameraden wiederfand und mich über erste Privatnachrichten austauschte. Bei Facebook wurden erste, lustige Inhalte geteilt.
Dann kam die Werbung und später auch die Eltern auf Facebook. Das war weniger lustig.
Auf YouTube konnte und kann jede*r zum Videostar werden. Hier werden täglich eine Milliarde Videostunden geschaut! Allgemein sind Videos immer beliebter geworden. Neben klassischen How To Videos (Erklärvideos) wurden private Selfie-Videos mitten aus dem Leben immer beliebter, z.B. als Instagram Story oder – noch privater – Snaps auf Snapchat.
Dann kam TikTok (früher Musical.ly) und damit wurde der Kreativität noch mehr Freiheit gelassen. Kurze Videos werden nachvertont (= Lipsynch, ähnlich der Mini-Playback Show) oder es werden bestimmte Choreografien nachgetanzt. Profis nutzen bestimmte Schnittmöglichkeiten um die Videos noch spannender zu gestalten.
Es zeigt sich, dass die Plattformen unterschiedliche Inhalte zeigen und verschiedene Zielgruppen und Bedürfnisse ansprechen. Jeder Kanal spricht seine eigene Sprache und nutzt dafür ganz eigene Stilmittel wie Filter, Hashtags, Texte, Videos, Bilder etc.
Was soll mein Inhalt bezwecken?
Das ist die wichtigste Frage, die wir uns vor der Content-Produktion stellen sollten.
Nimm zum Beispiel den Sales Funnel (Verkaufstrichter) zur Hilfe (auch wenn du gar nichts verkaufen möchtest):
Awareness: Aufmerksamkeit schaffen
Consideration: In Betracht ziehen (ggf. folgt hier noch der Intent, die Absicht)
Conversion: Umwandlung (Handlung)
Auch oft verwendet: Das AIDA-Prinzip
Attention (Aufmerksamkeit) > Interest (Interesse) > Desire (Wunsch) > Action (Handlung)
WICHTIG: Fangt nicht unten an; indem ihr zum Beispiel direkt mit einer Rabattaktion einsteigt ohne dass man euch kennt.
Diese Verkaufsprozesse werden oft erweitert, zum Beispiel um den Punkt der Loyalität. Kundenbindung ist eine wichtige Komponente um nachhaltig erfolgreich zu sein.
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Pro Tipp:
Gerade für eine langfristige Online-Strategie lohnt es sich diese Konzepte zu hinterfragen und vielleicht aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Recherchiert zum Beispiel mal das Konzept "Flywheel".
Brandformance steht für Branding und Performance zugleich, also den Wunsch, mit einem Inhalt sowohl die Bekanntheit als auch die Verkaufszahlen zu steigern.
Im ersten Schritt (auch bezogen auf den Verkaufstrichter) ist es hilfreich, die eigene Marke / Idee erst einmal bekannt zu machen. Meistens wollen wir gleichzeitig Verkaufs- oder Abrufzahlen steigern. Daran können wir Erfolg auch leichter messen als an einer qualitativen Aussage zum Image. Sowohl inhaltlich als auch in der Aussteuerung der Inhalte durch die Plattformen ist das allerdings nicht günstig.
Tipps
Finde zunächst deine (eine!) Botschaft und mache sie bekannt (Branding).
Wenn du dann Leistung erzielen willst (Abverkäufe, Abonnenten etc.), stelle spezifische Produkt- / Inhaltsmerkmale in den Fokus und ende mit einer (!) klaren Handlungsaufforderung (= Call to Action bzw. CTA) wie “Lies die ganze Geschichte im Blogpost [Webseiten-URL]”
Kein Inhalt wie der andere – Kenne und nutze die Unterschiede von Content-Formaten.
Berücksichtige die Wahl...
des Mediums (wie Text, Bild, Video, Animation)
der Protagonisten und Erzählformen (wie Dialoge, diverse Personen, Ich-Perspektive)
der Plattform (z.B. LinkedIn und XING für Business, Instagram für Lifestyle)
Allgemein gilt
Keep it short and simple. Nicht zu viele Daten und Fakten. Macht stattdessen Lust auf mehr und geht dann in weiterführenden Inhalten (z.B. Blogposts) in die Tiefe.
Zeigt Haltung. Persönliche Positionierungen sind spannend und werden öfter geklickt. Aber Vorsicht, werdet nicht zu reißerisch. Sogenanntes Clickbaiting (reißerische Überschriften, die nicht halten, was sie versprechen) wird abgestraft.
Gebt der Marke ein Gesicht um einen persönlichen Zugang zu schaffen.
Versucht auch trockene (wissenschaftliche) Inhalte spannend aufzubereiten.
Technische Spezifikationen, Plattform-spezifisch
Zeichen- / Videolänge (z.B. Twitter, Instagram Storys)
Bild- / Videoformat (Hoch- / Querformat, 1:1)
Die ersten Sekunden entscheiden!
Das gilt nicht nur für den ersten Eindruck beim Kennenlernen neuer Menschen, sondern auch für Inhalte im Netz. Wir scrollen wahnsinnig schnell durch Startseiten der sozialen Kanäle, sodass wir im Schnitt nur wenige Sekunden Aufmerksamkeit für einen Post haben. Darum heißt es auffallen, am besten sofort.
Darum startet Videos NICHT mit einer Logo-Animation!
Folgt stattdessen dem WILD-Konzept (das dem AIDA Konzept ähnelt)
Wow
Interesse
Logisch
Do It
Schafft also etwas Ungewöhnliches, das dazu führt, dass den Daumen der User*innen davon abhält, weiter zu scrollen (= Thumb-Stopper). Das kann z.B. ein 3D-Effekt sein, wie die 3D-Fotos auf Facebook.
Wichtig ist der Punkt "Logisch", der uns daran erinnert, dass der Wow-Effekt relevant für den folgenden Inhalt ist.
Reminder: Nur eine Handlungsaufforderung am Ende!
Social Media ist ein wertvolles Mittel um viele Menschen zu erreichen. Im Laufe der letzten 10 Jahre haben sich so viele unterschiedliche Kanäle ergeben, dass es sich lohnt, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen:
Was sollten wir bei der Erstellung von Inhalten für Social Media beachten?
Gibt es Richtlinien, die auf allen Plattformen gelten?
Was kann und will ich mit meinen Inhalten erreichen?
In diesem Kurs bekommst du einen Einblick, wie Social Media sich in meinen Augen entwickelt hat und was du beachten musst, um mit deinen Inhalten aus der breiten Masse hervorzustechen. Da sich Video-Content immer größerer Beliebtheit erfreut und ich Video-Spezialistin bin, liegt der Schwerpunkt auf Bewegtbild. Einige Tipps lassen sich natürlich auch auf Text und Bildposts übertragen.
BEACHTE: Dies ist Teil 1 meines Social Media 1x1. Hier geht es um einen übergeordneten Einblick und du bekommst allgemeine Tipps für die Erstellung von Inhalten für Social Media. Plattform-spezifische Einblicke und Tipps gibt es in Teil 2.
Mein Hintergrund in Sachen Social Media:
Ich habe 2013 mit Content Marketing für eine Restaurantkette in London angefangen und über einen großen Retailer gebloggt. Seit 2014 habe ich in Hamburg für unterschiedliche Digitalagenturen und internationale Kunden gearbeitet. Außerdem habe ich mit Barbara Schöneberger Videos für Social Media produziert als ich für die BARBARA Redaktion von Gruner und Jahr tätig war. Bis 2021 war ich noch Teamleitung im Bereich Social Web für die Körber-Stiftung.
Dieser Kurs ist 2020 entstanden. Bitte beachte, dass manche Plattformen sich seitdem bereits verändert haben können. Da es sich um eine allgemeine Einführung handelt, ist das hier vermittelte Basiswissen jedoch eher zeitlos.