
Liebe Kursteilnehmer, ein kleiner Hinweis zu den Zuweisungen!
Ich möchte euch ermutigen, die Zuweisungen aktiv zu nutzen – sie sind zwar keine zwingende Voraussetzung für den Abschluss des Kurses, aber sie bieten euch eine wertvolle Möglichkeit, eure Fähigkeiten gezielt zu festigen und praktisch anzuwenden.
Im Gegensatz zu Quizzen und Praxistests ermöglichen diese Aufgaben eine flexiblere und oft tiefere Auseinandersetzung mit den Inhalten – eine Chance, euer Wissen spielerisch und praxisnah zu erweitern.
Auch wenn manche Aufgaben auf den ersten Blick knifflig erscheinen, lohnt es sich, sie auszuprobieren. Herausforderungen gehören zum Lernprozess, und oft lernt man gerade durch das Lösen schwieriger Probleme am meisten.
Falls ihr plant, weiterführende Kurse zu besuchen oder euch für anerkannte berufliche Zertifizierungen (z. B. in den USA, Australien oder Großbritannien) oder CTF-Events (Capture The Flag) interessiert, dann sind diese Übungen eine großartige Vorbereitung! Sie entsprechen nicht nur dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad, den ihr dort vermutlich erwarten dürft, sondern helfen euch auch, euch an realistische Prüfungsbedingungen zu gewöhnen.
Ich freue mich auf eure Lösungsansätze und bin gespannt auf euren Fortschritt!
Zu guter Letzt gebe ich euch noch eine 6-Schritt-Anleitung über den Umgang mit unsicheren oder eindeutigen Falschinformationen mit auf dem Weg! :)
Fake News, Deepfakes und Desinformation erkennen – OSINT für Faktenprüfung und digitale Resilienz
Dieser Kurs vermittelt Ihnen Grundlagen, Methoden und Denkwerkzeuge, um Falschinformationen, manipulierte Inhalte und gezielte Desinformationskampagnen besser zu erkennen und kritisch zu bewerten. Sie lernen, wie sich Quellen, Bilder, Videos, Social-Media-Beiträge und Behauptungen mithilfe von OSINT-Methoden systematisch überprüfen lassen.
In digitalen Informationsräumen verbreiten sich Inhalte schnell – unabhängig davon, ob sie zutreffend, verkürzt, aus dem Zusammenhang gerissen oder gezielt manipulativ gestaltet sind. Der Kurs unterstützt Sie dabei, Informationen nicht vorschnell zu übernehmen, sondern Herkunft, Glaubwürdigkeit, Kontext und mögliche Manipulationsabsichten nachvollziehbar zu prüfen.
Was Sie lernen
OSINT steht für Open Source Intelligence und bezeichnet die strukturierte Gewinnung, Prüfung und Auswertung öffentlich verfügbarer Informationen. Im Kontext von Desinformation kann OSINT dazu beitragen, Quellen besser einzuordnen, Behauptungen zu überprüfen und Manipulationsmuster frühzeitig zu erkennen.
Im Kurs lernen Sie unter anderem:
Die Unterschiede zwischen Falschinformationen, Desinformation, irreführenden Darstellungen und weiteren Formen manipulativer Kommunikation zu verstehen.
Nachzuvollziehen, warum und über welche Mechanismen Fake News verbreitet werden können.
Behauptungen, Nachrichtenquellen und Social-Media-Inhalte kritisch zu prüfen.
Quellen anhand nachvollziehbarer Kriterien zu bewerten und ihre Glaubwürdigkeit besser einzuordnen.
Grundlagen der Bild- und Videoverifikation kennenzulernen.
Typische Hinweise auf manipulierte Bilder, Videos und Social-Media-Beiträge zu erkennen.
Deepfakes grundlegend einzuordnen und mögliche Auffälligkeiten kritisch zu bewerten.
OSINT-Techniken zur Überprüfung öffentlich zugänglicher Informationen einzusetzen.
Kritisches Denken und Medienkompetenz im Umgang mit digitalen Informationen weiterzuentwickeln.
Eigene Resilienz und die Resilienz anderer gegenüber Täuschung, Manipulation und gezielter Desinformation zu stärken.
Warum dieser Kurs relevant ist
Falschinformationen können Meinungen beeinflussen, Vertrauen untergraben und Entscheidungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und im privaten Umfeld verzerren. Deepfakes und andere technisch manipulierte Inhalte erhöhen die Schwierigkeit, digitale Informationen zuverlässig einzuordnen.
Der Kurs vermittelt keine absolute Sicherheit und keine Methode, mit der jede Behauptung sofort als wahr oder falsch klassifiziert werden kann. Er zeigt Ihnen jedoch, wie Sie strukturiert vorgehen, unterschiedliche Hinweise abgleichen und Unsicherheiten transparent berücksichtigen können.
Das Ziel ist nicht, jedes Detail selbst zu recherchieren, sondern bessere Fragen zu stellen:
Wer verbreitet diese Information?
Welche Primärquelle liegt der Behauptung zugrunde?
Welche Belege sind überprüfbar?
Fehlt relevanter Kontext?
Wird eine emotionale Reaktion erzeugt, ohne belastbare Nachweise zu liefern?
Gibt es unabhängige, glaubwürdige Bestätigungen oder Widersprüche?
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an alle Personen, die digitale Informationen verantwortungsvoller bewerten und sich wirksamer gegen Manipulationsversuche schützen möchten.
Besonders geeignet ist der Kurs für:
Journalistinnen, Journalisten, Medienfachleute und Content-Creator.
Social-Media-Managerinnen und -Manager.
Studierende und Forschende aus Medien, Kommunikation, Sicherheit und angrenzenden Fachbereichen.
Fachkräfte und Interessierte aus Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden.
Kriminologinnen, Kriminologen, Analystinnen, Analysten und Intelligence-Interessierte.
Lehrende, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich Medienkompetenz.
Alle, die Fake News, Deepfakes und Desinformation kritischer erkennen möchten.
Vorkenntnisse im Bereich OSINT sind hilfreich, aber nicht erforderlich. Der Kurs eignet sich sowohl für Einsteigerinnen und Einsteiger als auch für Personen, die vorhandenes Wissen zur Verifikation digitaler Inhalte strukturieren und erweitern möchten.
Kursformat und Übungen
Der Kurs enthält bewusst keine formale Abschlussprüfung, kein Quiz und keinen verpflichtenden Test. Ziel ist es, das Thema möglichst niedrigschwellig einem breiten Publikum zugänglich zu machen und dadurch digitale Resilienz gegenüber Fake News, Desinformation und weiteren Manipulationsformen zu fördern.
Stattdessen enthält der Kurs freiwillige Übungen und praktische Aufgaben. Sie können damit Ihre Fähigkeiten zur Quellenkritik, Verifikation und Einordnung digitaler Inhalte selbstständig erproben. Weitere Hinweise zum Ablauf und zu den Übungen erhalten Sie in der Beschreibung der ersten Lektion.
Ihr Nutzen
Nach Abschluss des Kurses können Sie digitale Inhalte reflektierter bewerten und erkennen, welche Schritte bei einer Faktenprüfung sinnvoll sein können. Sie verstehen grundlegende Zusammenhänge zwischen OSINT, Quellenprüfung, Bild- und Videoverifikation, Deepfakes und Desinformation.
Dadurch sind Sie besser vorbereitet, manipulative Inhalte zu hinterfragen, Recherchewege nachzuvollziehen und Informationen vor einer Weiterverbreitung kritisch zu überprüfen.
Starten Sie jetzt und entwickeln Sie Ihre Fähigkeiten in Faktenprüfung, OSINT, Medienkompetenz und digitaler Resilienz weiter.
Hinweis zu KI, Prompt Engineering und weiterführenden Inhalten
Die Nutzung künstlicher Intelligenz und Prompt Engineering sind nicht Bestandteil dieses Kurses. Der Kurs bereitet jedoch zentrale Themenfelder vor, die sich mit weiterführenden KI-gestützten Recherche- und Analyseansätzen sinnvoll ergänzen lassen.
Das Fachbuch „Cyber-Recherche 2.0“, erscheint im September 2026 bei Springer Nature, bietet hierzu eine praxisnahe Vertiefung. Es behandelt OSINT, KI-Modelle, Prompting und OSINT-Prompting anhand von Tipps, Beispielen und Übungen. Das Thema Desinformation bildet darin einen eigenständigen Schwerpunkt.