
Wer ich bin, für wen dieser Kurs ist und warum dir vor allem eine Landkarte fehlt.
Deine Aufgabe: Lade dir in der nächsten Lektion das Aha-ToDo-Blatt herunter und leg es neben dich.
Was eine Notaufnahme mit Softwareentwicklung zu tun hat: Business Analyse ist die Triage für die Softwareentwicklung.
Deine Aufgabe: Schreib drei Themen auf, die in deinem Projekt gerade um dieselbe Kapazität kämpfen.
Meine Definition der Business Analyse und ihr Kern: Problem, Lösung, Umsetzung.
Deine Aufgabe: Nimm ein laufendes Vorhaben und schreib je einen Satz: Welches Problem? Welche Lösung? Wie wird umgesetzt? Wo dir der Satz fehlt, liegt dein erster Ansatzpunkt.
Schritt 1 und 2: den Problemraum aufmachen, Probleme wirklich verstehen und bewusst priorisieren. Dazu gehört, Nein zu sagen.
Deine Aufgabe: Wann habt ihr zuletzt bewusst Nein zu einem Problem gesagt? Fällt dir keins ein, notier, wo ein Nein überfällig ist.
Schritt 3 und 4: den Lösungsraum aufmachen, eine Lösung auswählen und vor der Umsetzung prüfen. Glaubst du es oder weißt du es?
Deine Aufgabe: Nimm eine Lösung aus eurem Backlog oder Projektplan und schreib eine Annahme auf, die noch niemand geprüft hat.
Schritt 5 und 6: Gedanken mit dem Team teilen, im Gespräch statt mit 300 Seiten Papier. Und am Ende prüfen, ob das Problem gelöst ist.
Deine Aufgabe: Such dir ein Feature, das in den letzten sechs Monaten fertig wurde. Weißt du, ob es das Problem gelöst hat? Wenn nicht: Wen kannst du fragen?
Was in der Praxis schiefgeht: direkt in die Umsetzung, alles linear, Lösung ohne Problem, die erstbeste Idee.
Deine Aufgabe: Welcher Klassiker begegnet dir am häufigsten? Notier ein konkretes Beispiel.
Wessen Probleme lösen wir? Eigenes Unternehmen, Partner, Kunden.
Deine Aufgabe: Ordne deine drei Themen aus „Ein Ausflug“ einer Zielgruppe zu.
Operativ, taktisch, strategisch: warum alle von Business Analyse reden und Verschiedenes meinen. Damit ist die Landkarte komplett, das PDF hängt an dieser Lektion.
Deine Aufgabe: Druck die Landkarte aus und markier, wo du heute hauptsächlich arbeitest.
Ein Beispiel, das ich mir für diesen Kurs ausgedacht habe: ein Kamerahersteller mit neuer Einsteigerkamera. Wir sammeln strategische Probleme und entscheiden uns für die Marge. Achte darauf, wo auf der Landkarte wir gerade stehen.
Umsatz rauf oder Kosten runter? Wir entscheiden uns für die Supportkosten und erteilen einen Auftrag.
Eine Ebene tiefer: Warum steigen die Supportkosten? Wir finden die Inbetriebnahme als Problem, wählen Self-Service und prüfen die Idee mit einem Fake-Door-Test.
Ganz unten: Probleme mit dem Self-Service, Priorisierung, Lösungsideen und ein A/B-Test.
Deine Aufgabe: Nimm ein Thema aus deinem Unternehmen und geh eine Ebene hoch oder runter: Welches Problem steckt darüber, welches darunter?
Echte Geschichten aus meinen Projekten: ein Relaunch, der nichts verändert hat, eine Migration ohne Problem und ein E-Commerce-Projekt, bei dem ich das Geschäft nicht verstanden hatte.
Deine Aufgabe: Welche der drei Lehren passt auf dein aktuelles Projekt?
Drei weitere Geschichten von der Bahn und aus der Touristik: PayPal auf bahn.de, die Anschlussprognose in drei Schritten und eine Flugsuche, die so schnell wie Google werden sollte.
Deine Aufgabe: Schreib deine eigene War Story auf: ein Projekt, das geliefert hat, aber nichts verändert hat. Was war die ungeprüfte Annahme?
Statt nach Meinungen zu fragen, schaust du deinen Anwendern bei der Arbeit zu. Worauf du achtest und warum du Entwickler mitnehmen solltest.
Deine Aufgabe: Vereinbare diese Woche eine Stunde, in der du jemandem bei der Arbeit über die Schulter schaust.
Was ist überhaupt ein Problem? Die Lücke zwischen Ist und Soll. Und wann es eher eine Chance ist.
Was, wie oft, wie schlimm, wen, wann und woran merken wir es? Das Flipchart mit den sechs Leitfragen hängt als Download an dieser Lektion.
Die sechs Fragen einmal für das Ist, einmal für das Soll.
Deine Aufgabe: Beschreib ein Problem aus deinem Projekt mit den sechs Fragen, direkt in der nächsten Lektion „Aufgabe: Dein Problem Statement“. Danach siehst du dieses Beispiel als Musterlösung.
Symptom oder Ursache? Fünfmal Warum fragen, bis du beim Kern bist, und dann bewusst entscheiden, was du behandelst. Das Flipchart hängt als Download an dieser Lektion.
Deine Aufgabe: Üb es heute mit jemandem an einem harmlosen Problem. Das Unwohlsein beim fünften Warum gehört dazu.
Wenn alles Prio 1 ist: Jeder Stakeholder verteilt 100 Juwelen. Reicht das nicht, gibt es eine zweite Runde mit einem Goldnugget. Das Flipchart hängt als Download an dieser Lektion.
Deine Aufgabe: Bereite eine Runde für dein nächstes Priorisierungsmeeting vor: Welche Probleme kommen auf die Post-its, wer bekommt Juwelen?
Strategisches Alignment gegen monetäre Relevanz: vier Quadranten zeigen, was zuerst dran ist und was zu den Akten gehört. Die leere Matrix hängt als Download an dieser Lektion.
Deine Aufgabe: Trag fünf aktuelle Themen ein. Liegt oben rechts etwas, an dem gerade niemand arbeitet?
15 Fragen, mit denen du entscheidest, ob ihr ein Problem überhaupt lösen solltet. Damit werden Themen vergleichbar. Das Flipchart mit allen Fragen hängt als Download an dieser Lektion.
Warum es eine übergeordnete Instanz braucht und was das Assessment in einem meiner Projekte bewirkt hat: weniger Themen, und die relevanteren.
Deine Aufgabe: Geh die 15 Fragen für ein Thema durch, das gerade auf dich zukommt. Bei welchen musst du passen?
Bei taktischen und strategischen Problemen: Einflussgrößen finden, weiter herunterbrechen und so die Hebel sehen. Am Beispiel der Supportkosten, das Flipchart hängt als Download an dieser Lektion.
Deine Aufgabe: Bau einen Faktorbaum für eine Kennzahl, die dir wichtig ist, zwei Ebenen tief. Wo ist der größte Hebel?
Eine Lösung vorgaukeln und messen, wie viele durch die Tür wollen. Quick and dirty, ganz ohne Entwicklungsteam.
Deine Aufgabe: Plane einen Fake-Door-Test für eine Idee aus deinem Backlog, direkt in der nächsten Lektion „Aufgabe: Dein Fake-Door-Test“. Danach siehst du das Callcenter-Beispiel als Musterlösung.
Nutzen gegen Aufwand: was zuerst kommt, was danach und welche goldenen Wasserhähne du gar nicht baust.
Deine Aufgabe: Bewerte zehn Einträge aus eurem Backlog mit Nutzen und Aufwand von 1 bis 3.
Du brauchst keinen perfekten Methodenkoffer, um anzufangen.
Deine Aufgabe: Wähl eine Methode, die du in den nächsten zwei Wochen einsetzt, und trag dir einen Termin ein.
Warum ich nie „Business Analyst“ gesagt habe: Fast jeder macht Business Analyse, vom Geschäftsführer bis zum Entwickler. Und wann eine eigene Rolle trotzdem sinnvoll ist.
Deine Aufgabe: Schreib auf, wer bei euch welche der sechs Schritte macht. Wo steht niemand?
Wo Business Analysten fachlich und disziplinarisch sitzen und warum keine Lösung perfekt ist. Entscheidend ist, dass Fachbereich und IT dir vertrauen.
Stakeholder finden, nach Einfluss und Interesse einordnen, Beziehungen aufzeichnen, Maßnahmen ableiten und dranbleiben. Mit zwei Geschichten, wie es ohne schiefgeht.
Deine Aufgabe: Zeichne die Matrix für dein Projekt und trag bei den drei einflussreichsten Stakeholdern ein, wer im Team die beste Beziehung zu ihnen hat.
Warum, Was, Wie, Wer: der ganze Kurs in vier Fragen.
Die sechs Schritte rot, gelb, grün markieren, einen Schritt wählen, den du ohne Erlaubnis ändern kannst, und innerhalb von 72 Stunden loslegen.
Deine Aufgabe: Genau das. Und such dir einen Partner.
Du sollst eine Anforderung umsetzen. Aber welches Problem löst sie eigentlich?
Kennst du das? Aus dem Fachbereich kommt eine Anforderung und landet bei dir in der IT. Ob sie das wichtigste Problem löst, hat niemand geprüft. Ob es eine bessere Lösung gäbe, auch nicht. Am Ende ist die Software fertig, und das Problem ist immer noch da.
Genau hier setzt Business Analyse an. Dafür musst du kein Business Analyst sein. Entwickler, Product Owner und Projektleiter machen jeden Tag Business Analyse, sie nennen es nur nicht so.
Ich arbeite seit über 20 Jahren an der Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT. Angefangen habe ich als Frontend-Entwickler, frisch von der Uni. Als mich mein Chef zum ersten Mal zum Fachbereich geschickt hat, hatte ich ehrlich gesagt Panik. Was mir damals gefehlt hat, war eine Landkarte. Die bekommst du in diesem Kurs.
Was dich erwartet:
Die Landkarte der Business Analyse: sechs Kernaufgaben vom Problem bis zur Evaluation, drei Zielgruppen und drei Ebenen von operativ bis strategisch. Damit weißt du in jedem Gespräch, wo ihr gerade steht.
Methoden, die du morgen einsetzen kannst: Problem Statement, 5 Why, Buy-a-Problem, Problem Matrix, Opportunity Assessment, Faktor-Modellierung, Fake-Door-Test, Beobachtung deiner Anwender, Nutzen-Kosten-Matrix und Stakeholdermanagement.
War Stories aus meinen Projekten in Touristik, E-Commerce und bei der Bahn. Auch die, in denen es schiefgegangen ist, und was ich daraus gelernt habe.
Ein durchgehendes Beispiel, das ich mir für diesen Kurs ausgedacht habe: ein Kamerahersteller, von der Strategie bis zum einzelnen Feature.
Nach jeder Lektion eine kleine Aufgabe für dein eigenes Projekt, dazu Flipcharts zum Download. Denken statt Multiple Choice.
Was du nicht bekommst: keine Vorbereitung auf eine Zertifizierung wie IREB oder CBAP und keine Tool-Schulung. Der Kurs ist bewusst kompakt, knapp drei Stunden, damit du schnell ins Tun kommst.
Nach dem Kurs legst du los, am besten in den nächsten 72 Stunden. Grau ist alle Theorie, erst in der Praxis erlebst du alle möglichen Farben. Viel Spaß!