
Strategisches Verständnis entwickelt sich vor allem durch die Beschäftigung mit konkreten Stellungen. In diesem Abschnitt werden positionelle Ideen anhand praktischer Schachstellungen angewendet und verschiedene Möglichkeiten miteinander verglichen. Dabei geht es darum, aus den Merkmalen einer Stellung einen sinnvollen Plan und konkrete Züge abzuleiten.
Strategische Überlegungen müssen in kritischen Stellungen konkret überprüft werden. Dieser Abschnitt zeigt, wie Kandidatenzüge ausgewählt, Varianten systematisch berechnet und unterschiedliche Möglichkeiten miteinander verglichen werden.
In vielen Stellungen scheint die beste Fortsetzung zunächst offensichtlich. Ein Zwischenzug kann die gesamte Zugfolge jedoch verändern und neue Möglichkeiten eröffnen. Dieser Abschnitt zeigt, wann nach solchen Zügen gesucht werden sollte und wie sie in die Berechnung einbezogen werden.
Eine Qualität zu opfern bedeutet, Turm gegen Läufer oder Springer zu geben – dafür kann die Stellung jedoch wichtige taktische oder positionelle Vorteile bieten. Dieser Abschnitt zeigt, unter welchen Bedingungen ein Qualitätsopfer sinnvoll sein kann und wie die entstehende Kompensation beurteilt wird.
Ein erfolgreicher Königsangriff benötigt meist mehr als aktive Figuren in der Nähe des gegnerischen Königs. Dieser Abschnitt zeigt, wie Angriffe vorbereitet werden, welche Voraussetzungen geschaffen werden sollten und wie konkrete taktische Möglichkeiten entstehen können.
Eine gute Idee ist erst dann etwas wert, wenn sie sich auch am Brett umsetzen lässt.
In diesem Kurs geht es darum, strategische Überlegungen in konkrete Züge und Varianten umzusetzen. Denn gerade in anspruchsvollen Schachstellungen reicht es nicht aus, einen guten Plan zu erkennen – die entscheidenden Varianten müssen auch präzise berechnet und die richtigen konkreten Entscheidungen getroffen werden.
Der Kurs beginnt mit dem positionellen Training. Anhand konkreter Stellungen geht es darum, strategische Ideen zu erkennen, verschiedene Möglichkeiten zu vergleichen und die richtige Fortsetzung zu finden.
Anschließend steht die Variantenberechnung im Mittelpunkt. Wie werden Kandidatenzüge ausgewählt? Wie weit muss eine Variante berechnet werden? Und wie lässt sich eine positionelle Entscheidung konkret überprüfen?
Ein besonderer Schwerpunkt sind Zwischenzüge. Sie können eine scheinbar klare Abfolge verändern und eröffnen häufig Möglichkeiten, die bei einer rein automatischen Berechnung übersehen werden.
Danach geht es um das anspruchsvolle Thema Qualitätsopfer. Eine Qualität zu opfern kann durch Angriff, Initiative oder positionelle Kompensation gerechtfertigt sein. Entscheidend ist, die vorhandene Kompensation richtig einzuschätzen.
Den Abschluss bildet der Königsangriff. Dabei geht es darum, Angriffe systematisch vorzubereiten, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen und vorhandene Schwächen rund um den gegnerischen König auszunutzen.
Das nehmen Teilnehmer:innen aus dem Kurs mit
Nach dem Kurs können Teilnehmer:innen:
positionelle Merkmale einer Stellung mit konkreten Varianten verbinden
Kandidatenzüge systematischer auswählen und berechnen
Zwischenzüge erkennen und ihre Auswirkungen auf die geplante Variante beurteilen
Qualitätsopfer und die daraus entstehende Kompensation besser einschätzen
Voraussetzungen für einen erfolgreichen Königsangriff erkennen und einen Angriff gezielter vorbereiten
strategische Ideen durch konkrete Berechnung überprüfen und in spielbare Züge umsetzen
Teil einer dreiteiligen Kursreihe
Dieser Kurs bildet den dritten Schritt der Reihe. Im ersten Kurs geht es darum, Stellungen strategisch zu verstehen und einen sinnvollen Plan zu entwickeln. Im zweiten Kurs steht die Frage im Mittelpunkt, welche Möglichkeit in der konkreten Stellung die richtige ist. Hier geht es schließlich darum, diese Ideen konkret zu berechnen, zu überprüfen und in Züge umzusetzen.
Die Inhalte werden von GM Alexander Berelowitsch vermittelt. Berelowitsch ist seit 1997 Großmeister und gewann 2001 die ukrainische Einzelmeisterschaft. Als Trainer verfügt er über langjährige Erfahrung auf nationaler und internationaler Ebene: Seit 2017 ist er A-Trainer des Deutschen Schachbundes und seit 2020 FIDE-Trainer. 2014 betreute er die luxemburgische Nationalmannschaft bei der Schacholympiade in Tromsø. Heute arbeitet er unter anderem als Trainer im Nachwuchsbereich und gibt sein umfangreiches Wissen aus dem professionellen Schach an ambitionierte Vereinsspieler weiter.